Die Suche nach natürlichen Gegenspielern des Maiswurzelbohrers

A. Juen, Institut für Ökologie, Universität Innsbruck


Diabritica virgifera virgifera LeConte, der Maiswurzelbohrer, ist ein aus den Vereinigten Staaten eingeschleppter Blattkäfer (Coleoptera, Chrysomelidae), der in Europa erstmals 1992 in der Nähe von Beldgrad entdeckt wurde. Seit dem hat er sich als Maisschädling in 17 Europäische Länder, inclusive Österreich, ausgebreitet. Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung und zur Regulation sind derzeit Insektizide und Fruchtwechsel. Zusätzlich könnten natürliche Gegenspieler eine wichtige Rolle bei der Regulation des Maiswurzelbohrers spielen. Erste Untersuchungen haben gezigt dass zu den Prädatoren in Österreich Geophilomorpha (Erdläufer) und Symphyla (Zwergfüßer) zählen. Eine erneute Analyse des Darminhaltes von Räubern aus befallenen Maisfeldern verspricht eine bis zu 50% höhere Detektionsrate und damit eine bessere Grundlage für die Analysen und die Diskussion über die Bedeutung heimischer Wirbelloser als natürliche Regulatoren.