Einfluss von singulärer und wiederkehrender Sommerdürre auf die Biomasseproduktion einer Bergmähwiese im Stubaital

Roland Hasibeder, Institut für Ökologie, Universität Innsbruck

Bergmähwiesen sind ein charakteristischer Bestandteil der Kulturlandschaft des alpinen Raums und als Lieferant hochwertigen Viehfutters von Bedeutung für die kleinstrukturierte Landwirtschaft der Alpentäler. Ertrag und Qualität der Heuernte solcher extensiv bewirtschafteten Flächen wird wesentlich durch das Wettergeschehen während der Vegetationsperiode bestimmt. Klimaprognosen sagen für den Alpenraum eine Verringerung der Sommerniederschläge bei zunehmender Temperatur voraus, was längere Dürreperioden während der Sommermonate zukünftig wahrscheinlicher macht. Dürre führt zu erheblichen Einschränkungen der pflanzlichen Produktivität und kann darüber hinaus, besonders nach wiederholtem Auftreten, Zusammensetzung und funktionelle Eigenschaften von Pflanzenbeständen verändern. Im beantragten Projekt soll untersucht werden, welchen Einfluss Sommerdürre auf die Produktivität, die Zusammensetzung des Pflanzenbestands sowie auf Pflanzenmerkmale wie den Stickstoff- und den Trockensubstanzgehalt von funktionellen Gruppen (Gräser, Kräuter, Leguminosen) einer einschürigen Bergmähwiese im Stubaital hat. Dies soll anhand einer Synthese von mehrjährigen Datenreihen aus drei umfangreichen experimentellen Vorläuferprojekten (EU-FP7, ERA-Net, FWF) und einem neuen, gezielten Zusatzexperiment erarbeitet werden. Das beantragte Projekt wird somit den dringend benötigten Wissensstand zu den Auswirkungen des Klimawandels auf den landwirtschaftlichen Ertrag extensiv bewirtschafteter Mähwiesen in Berglagen vertiefen.

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