BioHealth - Internationaler Bioregionsvergleich

Christoph Furtschegger, Institut für Soziologie, Universität Innsbruck

Der biologische Nahrungsmittelsektor verzeichnet nach wie vor steigende Wachstumszahlen. Dabei stellt sich die Frage, ob trotz Wachstum das Vertrauen und die Integrität gegenüber den Konsumenten erhalten werden kann. Das Forschungsprojekt führt dazu einen internationalen Vergleich mit Italien und Frankreich durch um zu ergründen inwieweit Ansätze territorialer Regionalentwicklung mit dem Eckpfeiler biologischer Nahrungsmittelproduktion und Vermarktung dabei eine Rolle spielen können.  Dabei werden die gewonnen Erkenntnisse aus den verschiedenen Ländern gebündelt und an die Akteure und ihre Netzwerke weitergegeben.

Territoriale Ansätze stellen insofern eine Besonderheit dar, da sie kein klassisches Modell eines wirtschaftlich ausgerichteten Unternehmens darstellen, sondern vielmehr unter Miteinbeziehung verschiedenster Wirtschaftszweige (Tourismus, Bildung, Energie, Gastronomie etc.) und oft unter finanzieller Beteiligung der öffentlichen Hand die Entwicklung eines Gebietes steuern wollen. Dabei beziehen sie Governance Strukturen mit ein, welche zwar ökonomische Tätigkeitsfelder betreffen jedoch nicht ausschließlich von diesen koordiniert und beeinflusst werden.