Quantfizierung von Bodenabtragsflächen auf Alpinen Grashängen

Andreas Mayr, Institut für Geographie, Universität Innsbruck

Flachgründige Abträge (auch als „Erosion“ bezeichnet) verursachen beträchtliche Bodenverluste in den Alpen, häufig auf landwirtschaftlich genutzten Almflächen. Die Abtragsflächen (auch als „Blaiken“ bezeichnet) sind durch einen Versatz der Grasnarbe zusammen mit Lockermaterial („Boden“) gekennzeichnet. Dieser Bodenverlust degradiert die Almwiesen und –weiden in ihrer Funktion als landwirtschaftliche Produktionsflächen. Um die Relevanz des Problems sowie dessen Ursachen abschätzen zu können und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen einzuleiten bedarf es einer detaillierten Kartierung der Abtragsflächen sowie ihrer laufenden Beobachtung. Das Projekt QUA-BA leistet hier einen Beitrag, indem Methoden für die hochgenaue und detaillierte Vermessung der Abtragsflächen getestet und in zwei Tiroler Untersuchungsgebieten angewandt werden, die stark von diesen Abtragsprozessen betroffen sind. Mithilfe innovativer Techniken der Nahbereichsphotogrammetrie werden in je einem Gebiet im Lechtal und im Schmirntal zentimetergenaue digitale 3D-Modelle der Abtragsflächen erstellt um deren aktuelles Ausmaß zu quantifizieren. Anschließend werden Veränderungen der Abtragsflächen im Vergleich zu einer früheren Untersuchung analysiert.