Auswirkung von Dürreereignissen auf die Bodenstruktur in subalpinen Mähwiesen

Georg Lair, Institut für Ökologie, Universität Innsbruck

Bergmähwiesen sind Teil der Kulturlandschaft und liefern hochwertiges Viehfutter, wobei der Ertrag und die Qualität des Futters durch die Bewirtschaftungsform, das Klima und die Bodenbeschaffenheit bestimmt werden. Klimaprognosen sagen für den Alpenraum eine Verringerung der Sommerniederschläge bei zunehmender Temperatur voraus, was Dürreereignisse zukünftig wahrscheinlicher macht. Eine Austrocknung des Bodens verändert den Auf- und Abbau von Bodenaggregaten und führt zur Bildung stabiler Mikroaggregate von meist geringer Porosität. Ein Verlust an Mittelporenvolumen könnte das Wasserspeichervermögen der Böden und somit das Pflanzenwachstum beeinträchtigen. Im beantragten Projekt soll untersucht werden, welchen Einfluss eine jährlich wiederkehrende Sommerdürre auf die Aggregatverteilung und die Porengrößenverteilung in Böden einer einmähdigen Bergwiese im Stubaital hat. Dazu sollen Bodenproben aus bestehenden Dauerbeobachtungsflächen mit jährlichen Dürresimulationen während der letzten 7 Jahre und Bodenproben aus Referenzflächen mit natürlichen Klimabedingungen eingehend untersucht und verglichen werden. Das beantragte Projekt soll den dringend benötigten Wissensstand zu den möglichen Auswirkungen des Klimawandels auf den Wasserhaushalt von landwirtschaftlich genutzten Grünlandböden vertiefen.