Phytomassenproduktion und Bodenchemie von beweideten Rasen und Niedermooren in Obergurgl

Brigitta Erschbamer, Institut für Botanik, Universität Innsbruck

Veränderungen in der Zusammensetzung und Produktivität von Pflanzengesellschaften können nur über Dauerbeobachtungen bzw. wiederholte Messungen über lange Zeiträume (>10 Jahre) hinweg erfasst werden. Ziel des vorliegenden Projekts ist es, im Rahmen des Monitoringprojektes Obergurgl, das bereits seit 15 Jahren läuft, die Phytomasse und die Bodenchemie in Weide- und Weideausschlussflächen zu bestimmen, um damit die laufenden Veränderungen besser erklären zu können. Die Auswertung aller neu dazukommenden Daten im Vergleich zu den ursprünglich erhobenen Daten soll die Auswirkungen des Weideausschlusses aufzeigen und vertiefende Einblicke in die Dynamik der verschiedenen Pflanzenbestände und ihrer Böden geben.

Phytomassedaten, Mikroklimamessungen (Boden- und Lufttemperatur) und  Bodenchemiedaten werden korreliert und gemeinsam mit dem bisher gewonnenen vegetationskundlichen Datensatz ausgewertet. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zur ökologischen Langzeitforschung (LTER, Long Term Ecosystem Research) und erlaubt Prognosen für die Zukunft sowohl von beweideten als auch aufgelassenen Almen, einem wichtigen alpenländischen Kulturgut.

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