Der Einfluss tierischer Nahrung auf die Nachweisbarkeit von Samen-DNA in omnivoren Laufkäfern

Rebecca Mayer, Institut für Ökologie, Universität Innsbruck

Weltweit spielen granivore Laufkäfer eine große Rolle bei der Regulation von Unkräutern indem sie ihre Samen fressen. Jene Faktoren die ihre Nahrungswahl beeinflussen und damit bestimmen ob bevorzugt pflanzliche oder tierische Beute von ihnen gefressen wird sind jedoch nicht ausreichend bekannt. Molekulare Methoden eröffnen neue Möglichkeiten die konkrete Nahrungswahl bei Tieren aus dem Feld nachzuweisen. In dem hier geplanten Forschungsprojekt soll mittels diagnostischer PCR-Verfahren bestimmt werden, wie sich die parallele Aufnahme pflanzlicher und tierischer Nahrung auf die Nachweisbarkeitsdauer der DNA häufiger Unkrautsamen in Harpalus rufipes, einer omnivoren Laufkäferart, auswirkt. Es werden Fütterungsversuche durchgeführt, in denen die Laufkäfer sowohl mit pflanzlicher (Unkrautsamen) als auch mit tierischer Nahrung (Mehlwürmern) gefüttert und nach bestimmten Verdauungszeiten zum Regurgitieren (Hervorwürgen der Nahrung) gebracht werden. Das Ziel dieses Projektes ist, diese Methodik für Freilanduntersuchungen zu etablieren.