Trophische Interaktionen von Laufkäfern in Getreidefeldern unterschiedlicher Bewirtschaftungsintensität

Karin Staudacher, Institut für Ökologie, Universität Innsbruck

Die biologische Schädlingskontrolle ist eine wichtige Funktion von Nützlingen im Agrarland. Zu den Mechanismen, wie sich diese natürliche Schädlingsregulation mit fortschreitender landwirtschaftlicher Intensivierung verändert, gibt es jedoch dringenden Forschungsbedarf. Laufkäfer wie Poecilus cupreus und Pterostichus melanarius gelten als wichtige Gegenspieler von Blattläusen, aufgrund ihrer vielfältigen und opportunistischen Nahrungswahl kann ihr Nützlingspotenzial jedoch schwer vorhergesagt werden. Da sich diese Laufkäfer in einem komplexen Nahrungsnetz befinden, sollen neue molekulare Methoden zur Abklärung der tatsächlichen trophischen Interaktionen beitragen. Zurzeit werden dafür zwei unterschiedliche Ansätze – diagnostische PCR und Next Generation Sequencing – verwendet, wobei jede Methode gewisse Vor- und Nachteile mit sich bringt. Wir wollen genau hier ansetzen und erstmals mittels beider molekularer Methoden den Darminhalt von 466 Laufkäfern aus Getreidefeldern analysieren. Das Feldexperiment umfasste unterschiedliche Bewirtschaftungsformen (biologisch bis konventionell). Zum einen sollen mittels dieser Studie die Stärken des jeweiligen molekularen Ansatzes sowie der Mehrwert einer kombinierten Anwendung aufgezeigt werden. Weitere ökologische Analysen sollen Aufschluss geben, welchen Einfluss die Intensität der Bewirtschaftung auf die Nahrungswahl von Laufkäfern hat.


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