Auswirkungen von biologischen und chemischen Pflanzenschutzmitteln zur Bekämpfung des Westlichen Maiswurzelbohrers auf die aktive Bodenpilzgesellschaft in einem Maisfeld

Philipp Dresch, Institut für Mikrobiologie, Universität Innsbruck

In einer großangelegten Wirksamkeitsstudie werden ausgewählte biologische und chemische Pflanzenschutzmittel auf deren synergistische Wirkung zur Bekämpfung des Maiswurzelbohrers (Diabrotica virgifera virgifera) untersucht. Integrierte Pflanzenschutzkonzepte werden zur Anwendung gebracht und innovative biologische Pflanzenschutzmittel auf Basis insektentötender Pilze und Nematoden geprüft. Im Rahmen der Feldstudie werden auch "non-target"-Effekte auf nützlingsinsekten und Bodenmikroorganismen untersucht. Bodenpilze beeinflussen die Pflanzengesundheit und den Ertrag der Maispflanzen. Unter Berücksichtigung der Applikation von biologischen Schädlingsbekämpfungsmitteln [u.a. Metarhizium brunneum (Pilz) und Heterorhabditis bacteriophora (Nematode)] in Kombination mit chemischer Saatgutbeize sollen die aktiven Bodenpilzgesellschaften einer vom Maiswurzelbohrer befallenen Maiskultur untersucht werden. Im Gegensatz zur standardmäßig verwendeten DNA-Extraktion aus Boden, sollen mit der "mesh bag"-Methode nur aktive Bodenpilze erfasst werden, welche während der Vegetationsperiode durch das Trägermaterial wachsen. Diese werden mittels moderner Sequenziertechnologien identifiziert und sollen Rückschlüsse auf die Einflussnahme von Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen auf die indigene Pilzbiota erlauben.


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