Victor Franz Hess

 

Victor Franz Hess
Geb. 1883 in der Steiermark/A
Gest. 1964 in New York/USA

 

Während seiner Tätigkeit als junger Assistent des Physikalischen Instituts in Wien lernt Victor Franz Hess jene Arbeitsbereiche kennen, denen er zukünftig seine gesamte Forschungstätigkeit widmet: Radioaktivität und atmosphärische Elektrizität.

Nach Forschungen in Wien, in den USA und seiner Professur für Experimentalphysik in Graz folgt Hess im Jahr 1930, 47jährig, dem Ruf an die Universität Innsbruck. Er schreibt dazu: "Schließlich wäre Innsbruck mit seinen Bergbahnen für meine Ultrastrahlenforschung ein geradzu idealer Ort."

Victor Franz Hess bleibt sieben Jahre in Innsbruck. Während dieser Zeit erhält der Wissenschaftler im Jahr 1936 den Nobelpreis für die Entdeckung der `Kosmischen Strahlung'. Ein Jahr später kehrt er wieder nach Graz zurück.

Ausgelöst durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten wird er im Mai 1938 in den vorläufigen Ruhestand versetzt. Fünf Monate später emigriert Hess mit seiner jüdischen Frau Maria Bertha Hess, geborene Wärmer, in die USA. Victor Franz Hess wäre nach 1945 gerne nach Österreich zurückgekehrt. Doch wie so vielen Emigranten war ihm und seiner Familie jegliche Basis für eine Heimkehr entzogen.

Victor Franz Hess forscht und lehrt bis zu seinem Tod im Jahr 1964 er an der Fordham University in New York.