Restaurierung

Geschichte

Werkstätte Fachbereich Klassische und Provinzialrömische Archäologie

Unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Alfons Wotschitzky nahm im Jahre 1955 Dr. Maria Dawid ihre Tätigkeit als Restauratorin am ehemaligen Institut für Klassische Archäologie auf. Nach zehnjährigen Nachrestaurierungen an den Abgüssen im sogenannten Gipsmuseum konnte 1965 eine eigene Restaurierungswerkstatt zur Betreuung der Exponate im 3. Stock des Hauptgebäudes der Universität Innsbruck eingerichtet werden. Bereits ab diesem Zeitpunkt gab es Lehrveranstaltungen zu Restaurierung von Bodenfunden und antiken Arbeitstechniken. Zu den herausragenden Arbeiten von M. Dawid zählen die Restaurierungen in Ephesos, beispielsweise die Elfenbeinplastiken aus dem Hanghaus 2.

Nach ihrer Pensionierung im Sommer 1991 wurde die wissenschaftliche Stelle von Mag. Silvia Reyer-Völlenklee nachbesetzt (01.01.1992), die bereits seit Ende der 80er Jahre immer wieder bei diversen Restaurierungen mitwirkte. Die stetig ansteigenden Fundmengen der institutseigenen Grabungen im In- und Ausland veranlassten unter der Ägide von Univ.-Prof. Dr. Elisabeth Walde im Herbst 1992 die Anstellung einer zweiten Restauratorin, Mag. Barbara Welte, und die Adaptierung eines neuen Standortes in der Templstraße 22: Der Umzug der Werkstätte erfolgte im August 1996 und ermöglichte durch die nun verfügbaren größeren Räumlichkeiten die Einrichtung eines dreijährigen Wahlfachstudienganges (WS 2003/04 bis SS 2006) „Restaurierung von Bodenfunden“ mit den Modulen Keramik & Glas, Metall, Formenbau & Abgusstechnik, Mosaik & Wandmalerei, organische Materialien sowie Steinrestaurierung und Museologie. Die Ausbildung und Betreuung von Studierenden war stets ein großes Anliegen der Restaurierungswerkstätte. Nennenswert ist die Konzeption, Umsetzung und konservatorische Betreuung von Ausstellungen, Schausammlungen und Museen, z. B. Museum in Aguntum und Lavant, Dokumentationszentrum Via Claudia Augusta in Fließ. Hervorzuheben ist außerdem die von S. Reyer-Völlenklee initiierte Neuausstattung der Werkstätte mit innovativen technischen Gerätschaften für modernste Restaurierungsmethoden, beispielsweise einer Natrium-Sulfit-Entsalzungsanlage für Massenfunde aus Eisen.

Mit ihrer Pensionierung erfolgte die Nachbesetzung der Stelle am 02. 05. 2013 durch Mag. Dr. Ulrike Töchterle.

 

Dawid_und_Reyer-Voellenklee

Dr. Maria Dawid und Mag. Silvia Reyer-Völlenklee (1992)

 Werkstätte Fachbereich Ur- und Frühgeschichte sowie Mittelalter und Neuzeitarchäologie

Unter Ordinarius Univ.-Prof. Karl Kromer baute 1978 ao.Univ.-Prof. Dr. Gerhard Tomedi als Vertragsbediensteter neben dem Studium eine kleine Restaurierungswerkstätte am ehemaligen Institut für Ur- und Frühgeschichte im Hauptgebäudes der Universität Innsbruck auf. Erst mit der Übersiedlung 1981 in den Turm der damaligen Geisteswissenschaftlichen Fakultät (6. Stock) bekam die Werkstätte eigene Räumlichkeiten. Mit der Aufstockung von G. Tomedi zum Assistenten im Jahre 1986 endete seine Anstellung als Restaurator.

Erst unter der Institutsleitung von Univ.-Prof. Dr. Andreas Lippert gelang 1991 die Einstellung des Grabungstechnikers und Restaurators Gerhard Sommer. Neben der Betreuung der Ausgrabungen des Instituts und Restaurierung der anfallenden Bodenfunde spezialisierte sich die Werkstätte mit der Angliederung des Fachbereiches Mittelalter- und Neuzeitarchäologie (1993) unter der Institutsleitung von Univ.-Prof. Dr. Konrad Spindler (1998-2005) auf die Konservierung mittelalterlicher und neuzeitlicher Fundobjekte, z. B. von Bunzlauer Keramik. Der Jahrhundertfund des „Mannes im Eis“ erforderte zur Betreuung der organischen Fundmaterialien eine spezielle Fortbildung am Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz. Erst im Jahre 2007 wechselte die Werkstätte im „Geiwi-Turm“ von den dunklen Innenräumen ohne Tageslicht in hellere Räumlichkeiten des 6. Stockwerkes. Ein Jahr später übersiedelte das Institut für Archäologien mit der Werkstätte in das „Zentrum für Alte Kulturen“ (Atrium) an den Langen Weg 11.

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