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Der Übergang vom Militärlager zur Zivilsiedlung in der archäologischen Hinterlassenschaft 

23.-25. Oktober 2014
Zentrum für Alte Kulturen, Innsbruck/Österreich


Der Arbeitsbereich „Archäologie der Römischen Provinzen“ des Instituts für Archäologien der Universität Innsbruck veranstaltet vom 23. bis 25. Oktober 2014 ein Symposium zum Thema:
„Der Übergang vom Militärlager zur Zivilsiedlung in der archäologischen Hinterlassenschaft“.

Die Fragestellung ergibt sich aus der Aufarbeitung jüngster Grabungen in Bregenz, welche Reste eines frühkaiserzeitlichen Militärlagers und einer unmittelbar anschließenden zivilen Überbauung ans Tageslicht brachten. Besonders interessant ist dabei eine in die Hauptdurchzugsstraße der ersten zivilen Siedlungsphase integrierte Holzbretterlage mit begleitenden Abflussgräben. Sowohl das Holzmaterial selbst (vierkantige Balken und Bretter bzw. Bohlen) als auch die überwiegend frühen Dendrodaten sprechen für eine sekundäre Verwendung von Bauholz, welches wohl vom Abbruch des Militärlagers stammt.

Thema und Fragestellung des Symposiums sollen die verschiedenen Abläufe sein, welche im Zuge des Übergangs der militärischen Nutzung eines Geländes zur nachfolgenden zivilen Besiedlung von Statten gingen. Dabei soll erörtert werden, unter welchen Voraussetzungen (z.B. Lage an einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt), in welcher Form (öffentliche oder private Nachnutzung des ehemaligen Lagerareals, Umwandlung der Siedlung in einen civitas-Vorort etc.) und von welchen Akteuren ausgehend dies geschah, wobei der Schwerpunkt auf der archäologischen Hinterlassenschaft dieser Übergangsphase liegen soll. Diese umfasst einerseits entsprechende Befunde von systematischen Demontage- und Planierungsaktivitäten sowie von darüber errichteten zivilen Baustrukturen. Andererseits kann sich dieser grundlegende Wandel des Siedlungscharakters auch im Fundmaterial manifestieren, war doch der Abzug einer militärischen Einheit mitsamt ihrem Gefolge im Regelfall auch mit einem
teilweisen Bevölkerungswechsel am ehemaligen Garnisonsort verbunden. Abgesehen von den archäologischen Quellen gilt es im Falle des Übergangs von militärischer zu ziviler Nutzung eines Areals natürlich auch althistorisch-juristische Aspekte zu berücksichtigen.

Interessierte sind eingeladen, sich bis zum 31.05.2014 über unten stehende Email-Adresse für ein Referat (Dauer 20 min) anzumelden. Zusammen mit der Anmeldung sollte ein Abstract mit max. 250 Wörtern übermittelt werden. Mögliche Vortragssprachen sind Deutsch und Englisch.
Eine Publikation der Symposiums-Beiträge ist im Rahmen der Innsbrucker Reihe IKARUS vorgesehen. Aus organisatorischen Gründen werden Besucher gebeten, ihr Kommen bis 31.08.2014 ebenfalls bekanntzugeben.


Die Organisatoren
Gerald Grabherr / Julia Kopf / Karl Oberhofer

INSTITUT FÜR ARCHÄOLOGIEN
Arbeitsbereich Archäologie der Römischen Provinzen
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
Langer Weg 11
A-6020 Innsbruck


Tel. ++43/512/507-37559
  Karl.Oberhofer@uibk.ac.at