ARCHÄOLOGISCHES MUSEUM INNSBRUCK

 

Sammlung von Abgüssen und Originalen der Universität Innsbruck

 

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P r o j e k t e  /  F o r s c h u n g

 

1. Inventarisierung der Sammlung des Archäologischen Museums Innsbruck

 

Das Projekt hat die Erschließung der über 845 Abgüsse aus Gips sowie der annährend 100 Originalfunde sowie der Nutzbarmachung für Lehre und Forschung zum Ziel. Über die Sammlung gibt es, verlaufend über die 140 Jahre ihres Bestehens, zwei Zettelkataloge, eine Inventarmappe weiters zwei Inventarbücher mit zum Teil unterschiedlichen und auch divergierenden Angaben. Ein EDV gestütztes Inventar existiert bislang nicht. Zentrale Aufgabe im Rahmen des Projektes wird es daher sein, sämtliche vorhandene Inventarunterlagen in einer (Bild-)Datenbank zu erfassen und auf den neuesten wissenschaftlichen Stand zu bringen. Die Erstellung soll dabei einheitlich die vorerst notwendigen Basisdaten (Inventarnummer, Objektbezeichnung, Fundort, Aufbewahrungsort, Datierung, Künstler, Maße, Ankauf, Schlagworte, …) sowie Fotografien beinhalten.  

Inventarbuch (1869), Zettelkataloge

 

Aufbauend auf der zu erstellenden Datenbank ergeben sich neue Möglichkeiten, und so können für die Zukunft folgende Arbeiten in Angriff genommen werden:

 

 

  • Die Datenbank ermöglicht eine Gesamtinventur, im Zuge derer die Angaben in den Inventarbüchern mit den real vorhandenen Exponaten abgeglichen werden können.

  • Auf Basis des Inventars soll erstmalig in der Geschichte der Sammlung eine durchgehende Objektbeschriftung erfolgen und somit Interessierten einen Besuch des Museums erleichtern.

  • Die Datenbank bietet einen Überblick über Vorhandenes, zeigt aber auch Lücken im Bestand auf und kann so zur Erstellung eines sinnvollen Konzeptes zur laufenden Erweiterung der Sammlung beitragen.

  • Für die Zukunft ist angedacht, auf Basis des neuen Gesamtinventars einen Sammlungskatalog mit umfangreichen Katalogtexten mit genauer Beschreibung und weiterführender Literatur zu erstellen, der entweder in gedruckter Form, sicherlich aber im Internet allgemein zugänglich gemacht werden wird. Eine der Sammlung angemessene Onlinepräsenz ist unerlässlich. Neben der öffentlichen Wahrnehmung, Werbung und Weitergabe von Informationen für potentielle Besucher könnte eine solche Homepage aber auch eine umfangreiche Präsentation der Sammlung und ihrer Objekte - quasi das online abrufbare Gegenstück zu einem gedruckten Gesamtkatalog - darstellen. Die Gesamtpräsentation der Sammlung würde so zum einen nur geringe Kosten verursachen, zum anderen könnte man auch völlig flexibel auf Änderungen in der Aufstellung, Neuerwerbungen, usw. reagieren.  

  • Über die in der Datenbank zu vergebenden Schlagworte können Objekte nach verschiedenen Faktoren (Gattung, Zeitstellung, Thema, …) gesucht werden. Dies wäre gerade in Hinblick auf die Konzeption und Zusammenstellung von zukünftigen Sonderausstellungen wichtig.

Inventarbuch (1869)

 

Gefördert durch:

Geförde

Tiroler Wissenschaftsfonds (TWF)

 

Kulturabteilung des Landes Tirol

 

Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur

 

Projekt 

"Inventarisierung der Sammlungen des Archäologischen Museums Innsbruck

Neue Medien und Lerntechnologien

Universität Innsbruck

 

E-Learning-Projekte 

 

"Virtuelles Archäologiemuseum" und

"Virtuelles Archäologiemuseum II"

 

 


 

 

 

2. Führer durch die Sammlung

 

Die bei der Erstellung des Inventars gewonnenen Daten in einen umfangreichen gedruckten Sammlungskatalog einfließen zu lassen, erscheint in Zeiten des Internets wenig zielführend, und der Gesamtkatalog soll daher in Zukunft allgemein zugänglich über die Museumshomepage erfolgen. Die Publikation eines handlichen Führers, der die bedeutendsten Objekte der Sammlung quasi stellvertretend als Werke ihrer jeweiligen Epoche beinhaltet, wäre für die Museumsbesucher hingegen sinnvoll. Zudem werden kopierte Führungsblätter in den einzelnen Räumen zur Verfügung gestellt werden, welche detailreichere Informationen zu den einzelnen Objekten bieten. Somit könnte die gesamte Beschriftung der Sammlung am Objekt selbst dezent und wenig textlastig gehalten werden.  

 

 

 

 


 

 

 

3. Einbindung in die Forschungsschwerpunkte der Philosophisch-Historischen Fakultät

 

 

Forschungszentrum: Schnittstelle Kultur: Kulturelles Erbe - Kunst -Wissenschaft - Öffentlichkeit

 

Die Universität Innsbruck verfügt mit den Sammlungen des „Archäologischen Museums Innsbruck“ und den dahinterstehenden Personen über ein hohes Maß an wissenschaftlichem know how, aber auch über die notwendige Sensibilität und Verantwortung in der Vermarktung des durch die Sammlung repräsentierten kulturellen Wissens. Nur wenige andere Fakultäten haben die Möglichkeit durch eine derartige durch die Vernetzung unterschiedlicher Fachrichtungen entstandene Sammlung eine so starke Resonanz in der Öffentlichkeit zu erzielen.
Da der Forschungsschwerpunkt beab­sichtigt die breit angelegten Aktivitäten der Vermittlung kulturellen Wissens zu intensi­vieren, den Grad interdisziplinärer Vernetzung ebenso wie die Effizienz der Vermarktung dieser Aktivitäten als Produkte der Universität, insbesondere auch durch die Planung, Errichtung und Betreuung von Museen, zu steigern ist das Museum stark in den Schwerpunkt integriert.

 

 

Forschungszentrum: Politische Kommunikation und die Macht der Kunst

Der interdisziplinäre und fakultätsübergreifende Forschungsschwerpunkt setzt sich zum Ziel, Prozesse politischer Kommunikation im weitesten Sinne in sprachlichen ebenso wie in bildlichen und künstlerischen Ausdrucksformen jeglicher Art und die Macht der Kunst in ihren jeweiligen historischen Kontexten zu analysieren. Gerade die antike Kunst, sei es im Bereich der Weihgaben und Stiftungen oder auch der Repräsentationskunst römischer Zeit kann als beispielgebend gelten für Formen nonverbaler kommunikativer Prozesse im öffentlichen Raum.

Somit können Studien am unmittelbaren Objekt selbst in den Sammlungen des Archäologischen Museums Innsbruck zu einem besseren und klareren Verständnis dieser Abläufe beitragen.

 

 

Forschungsplattform: Cultural Encounters and Transfers (CEnT)

 

 

 

 


 

 

 

4. Projektstudie: Zielgruppenanaylse durch das Wirtschaftskolleg der Handelsakademie

 

 

Im Zuge einer Projektstudie im Rahmen der Fächer "Internationale Geschäftstätigkeit & Marketing" sowie "Betriebswirtschaft" des Wirtschaftskollegs der Handelsakademie Innsbruck wird von den Studentinnen Raphaela Krassnitzer und Ridica Mitul derzeit eine Zielgruppenanalyse des Archäologischen Museums Innsbruck - Sammlung von Abgüssen und Originalen durchgeführt. Durch die Fragen sollen vor allem die Wünsche und speziellen Interessen von Schulklassen unterschiedlicher Schulstufen und -typen, die eine Hauptzielgruppe des Archäologischen Museums Innsbruck darstellen, näher analysiert werden, um die zukünftige Angebote des Museums darauf besser abstimmen zu können.

 

 

 

 


 

 

 

5. Formenbau und Abgusstechnik

 

Ein Arbeitsgebiet der Restaurierungswerkstätte des Institutes ist das Anfertigen von Gussformen zur Reproduktion antiker Originale. Vom Original muss zuerst eine erste Abformung erstellt werden. Diese Gussform (Matrize), also eine Negativform des Objektes, bestand früher selbst aus Gips, wird heute allerdings aus Silikon gefertigt, welches sich als elastisches Material besser von den abzugießenden Originalen lösen lässt. Die Matrize kann je nach Form des abzugießenden Objektes aus einem oder mehreren Teilen bestehen. Mithilfe dieser Formen werden die Repliken aus Gips oder Kunstharz  angefertigt. Dem Gussmaterial können dabei Farbpigmente, Metallpulver, Steinmehl oder Marmorsand beigemengt werden, um dem antiken Original optisch weitestgehend nahe zu kommen. Der letzte Arbeitsgang besteht aus der Abarbeitung der Gussnähte und einer exakten farblichen Retusche.

 

 

Silikon-Gussform eines Eroskopfes

Kunstharz-Abguss des Eroskopfes

 

 

Einführungen in Formenbau und Abgusstechnik werden auch im Zuge spezieller Lehrveranstaltungen durch die Restaurierungswerkstatt angeboten.  

 

 


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Für den Inhalt verantwortlich: Florian MÜLLER - Institut für Archäologien - 2014