ARCHÄOLOGISCHES MUSEUM INNSBRUCK

 

Sammlung von Abgüssen und Originalen der Universität Innsbruck

 

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Museumspädagogik - "Zeitreise in die Vergangenheit"

 

1. Kinderuniversität "Zeitreise in die Vergangenheit - Die Welt der Antike"

 

 

 

Im Rahmen der Ausschreibung "Kinderuni-Aktivitäten 2013" des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung steht die Förderung von Kinderuniversitäten, also altersgemäß und didaktisch zeitgemäß gestaltete Vorlesungs- und Workshop-Programme für Kinder und Jugendliche im Vordergrund.  Nach Begutachtung und Empfehlung durch eine Expert/Innen-Jury wurde auch das Projekt  "Zeitreise in die Vergangenheit – Die Welt der Antike" des Archäologischen Universitätsmuseums Innsbruck zur Förderung empfohlen. Neben dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung wird dieses Vermittlungsprogramm auch durch das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, das Land Tirol sowie das Vizerektorat für Forschung der Universität Innsbruck unterstützt.

 

Basierend auf einer Studie durch das Wirtschaftskolleg der Handelsakademie Innsbruck, in welcher eine genaue Zielgruppen- und Bedarfsanalyse vorgenommen und die Wünsche und Bedürfnisse von Lehrerinnen und Lehrern an Innsbrucker Volksschulen, Hauptschulen und Gymnasien analysiert wurden, konnten konkrete Workshop-Programme entwickelt werden, die als passende Bereicherung und Ergänzung des Unterrichts sinnvoll erscheinen. Vom Aufbau her soll nach einer individuell insbesondere entsprechend dem Alter der Kinder und Jugendlichen angepassten Hinführung zum Thema (kleiner Vortrag, Gespräch, Präsentation) eine Auseinandersetzung mit aussagekräftigen Objekten in der archäologischen Universitätssammlung folgen, um das Programm dann mit einer qualitativ hochwertigen Aktivstation zu schließen. Altersgerechte Adaptionen sollen zudem eine breite Zugänglichkeit für Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Schulstufen ermöglichen.

 

Nachdem im Herbst 2013 die neue Vermittlungsschiene  "Zeitreise in die Vergangenheit – Die Welt der Antike" gestartet wurde, besuchten im Schuljahr 2013/14 bereits 66 Schulklassen mit 1.375 Kindern und Jugendlichen unser Museum und konnten Einblicke in die Antike sowie archäologische Forschungen bekommen. Aufgrund der positiven Resonanz wird das Angebot auch 2014/15 fortgesetzt und die Programme ausgebaut. Lehrerinnen und Lehrer haben nun drei museumspädagogische Vermittlungsprogramme zur Auswahl. Diese werde gerne auch nach vorheriger Absprache individuell den Unterrichtsinhalten der jeweiligen Klasse angepasst.

 

- Wie lebten Kinder und Jugendliche im alten Rom?

- Die Götter Griechenlands /

- Auf den Spuren der Römer in Tirol

 

 

Wie lebten Kinder und Jugendliche im alten Rom?

 

In diesem Programm wird die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen in der Antike näher beleuchtet und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit geboten zu erleben, wie es wäre, wenn sie selbst in der Antike gelebt hätten.

 

Vermittlungsziele

Wie war eine Familie aufgebaut, aus welchen Mitgliedern bestand sie und welche Aufgaben hatten diese zu bewältigen? Neben den Aspekten der Erziehung soll verstärkt die Schulbildung betrachtet werden. Wie und wo wurden Kinder unterrichtet? Wer waren die Lehrer? Welche Fächer wurden unterrichtet (Schreiben, Lesen, Grammatik, Mathematik, Rhetorik, Lyrik, Philosophie, Sport, Naturwissenschaften, …)? Was unternahmen Kinder und Jugendliche in ihrer Freizeit und wie verbrachten sie den Tag? Ab wann wurden Kinder in die Arbeitswelt der Erwachsenen eingebunden? Bei all diesen Punkten müssen zudem klare Differenzierungen vorgenommen werden, da es sowohl nach dem Geschlecht (Buben und Mädchen), dem sozialen Status (Oberschicht und Unterschicht) als auch dem Lebensort (Stadt oder Land) beträchtliche Unterschiede gab.

 

Im Museum werden Darstellungen antiker Dichter, Philosophen und Rhetoren genauso wie von Kindern und Jugendlichen gezeigt. Gerätschaften des Alltags (Schreibgeräte, Spielzeug,…) ermöglichen Einblicke in das tägliche Leben. Als Aktivstation wird ein antikes Spiel (lat. Tris oder Mola) gebastelt, selbst ausprobiert und kann dann mit nach Hause genommen werden.

 

 

Die Götter Griechenlands

 

In diesem Programm stehen die Götter des antiken Griechenlands im Mittelpunkt.  Eine Welt ohne Götter konnten sich die Griechen nicht vorstellen. Geheimnisvolle Geschichten und Mythen über sagenhafte Gestalten, Helden, Ungeheuer und mächtige Gottheiten, wie z. B. den Göttervater Zeus, beeindruckten die Menschen seit jeher. In Griechenland wurden in klassischer Zeit zwölf Hauptgottheiten verehrt, die auf dem Olymp, dem höchsten Berg des Landes, wohnten. Eine ihrer göttlichen Aufgaben bestand darin, die Menschen und ihr Handeln zu beobachten. Obwohl die Götter äußere Gestalt und Charakter der Menschen angenommen hatten, unterschieden sie sich von ihnen dennoch durch ihre Weisheit, Unsterblichkeit und ewige Jugend.

 

Vermittlungsziele

Welche und wie viele Götter wurden in Griechenland verehrt? Welche Funktionen bzw. Aufgabenbereiche hatten sie? Welche Attribute tragen sie? Wie lässt sich Religiosität im privaten Bereich nachweisen? Wie und wo wurden die Götter verehrt? Welche Opfer wurden ihnen dargebracht? Um die Götter milde und wohlgesinnt zu stimmen, brachte man ihnen regelmäßig Opfer dar. Vor jedem Tempel, dem Haus Gottes, befand sich ein Altar, auf dem häufig Tiere, wie z. B. Schweine oder Rinder, geopfert, aber auch sog. Trankopfer, wie z. B. Öl, Milch, Wein oder Weihrauch, dargebracht wurden. Im Museum kann neben den Modellen antiker Heiligtümer der gesamte griechische Götterhimmel anhand zahlreicher Statuen, Statuetten und Reliefs vorgestellt werden. Diese zeigen die Gottheiten mit ihren Attributen und Zuständigkeiten im Rahmen berühmter Mythen des Altertums.

 

 

 

Auf den Spuren der Römer in Tirol

 

In diesem Programm wird die Antike „vor unserer Haustüre“ erkundet und das Gebiet des heutigen Tirol in römischer Zeit in den Blick genommen.

 

Vermittlungsziele

Wann, warum und wie kam das Gebiet des heutigen Tirol zum Römischen Reich? Wer wohnte vorher in diesem Gebiet? Was haben die Römer vorgefunden, was verändert, was belassen? Ist jeder Einheimische mit Abschluss der Eroberung ein „Römer“ oder wie wird man ein solcher? Welche Bedeutung hatte das Gebiet im Gesamtreich? Welche Kulturtechniken kamen mit den Römern zu uns, und was lernten sie umgekehrt hier kennen? Wie ging man mit den Einheimischen um? Wie veränderte sich nach und nach das Leben vor Ort? Solche und ähnliche Fragen ergeben sich, wenn man die Eroberung von Gebieten und deren Eingliederung in neue Staatsgebilde nicht nur auf Schlachten und Jahreszahlen reduziert, sondern den Blick auch auf die konkreten Konsequenzen für die betreffenden Gebiete und Menschen in ihrem Alltag richtet.

 

Die Schülerinnen und Schüler sollen dabei auch aktiv eingebunden werden. Gemeinsam sollen diese Veränderungen, etwaige Probleme und Hindernisse, aber auch Möglichkeiten und Chancen, die sich für die damaligen Menschen durch die römische Herrschaft ergeben haben, erarbeitet und diskutiert werden. Dadurch soll ein Bewusstsein für die vielfältigen Formen interkultureller Begegnungen und Beeinflussungen geschaffen werden, was angesichts aktueller Integrationsdebatten auch für die Gegenwart von großer Relevanz sein kann.

 

Dafür bietet das Museum viele Funde von den bedeutendsten römischen Fundplätzen in Tirol, der Römerstadt Aguntum sowie dem Militärlager Veldidena in Innsbruck, das auch in einem Modell besichtigt werden kann.

 

 

Kontakt / Buchen der Programme:  Info-Folder

 

Lehrerinnen und Lehrer haben Möglichkeit, eines der beiden Programme auszuwählen, flexibel Wunschtermine zu fixieren und anschließend zu den Programmen die archäologische Universitätssammlung zu besuchen.

 

Dauer: 90 min. (2 Unterrichtsstunden)

Ort: Archäologisches Museum Innsbruck, ATRIUM – Zentrum für Alte Kulturen, Langer Weg 11, 6020 Innsbruck

Zielgruppe: VS, NMS, HS, AHS / 9- bis 15-Jährige (altersgerecht adaptierbar)

Kosten: 1.- EUR (Materialbeitrag)

 

Rückfragen: Ass.-Prof. Mag. Dr. Florian Müller, Institut für Archäologien, Universität Innsbruck,

Tel. 0512 - 507 - 37568; Mobiltel. 0676 - 7399340; E-Mail: Florian.M.Mueller@uibk.ac.at
 

Buchungen: MMag. Lukas Egger, Institut für Archäologien, Universität Innsbruck

Tel. 0664 - 1039131 / E-Mail: Lukas.Egger@student.uibk.ac.at

 

 

Die Vermittlungsprogramme werden gefördert und unterstützt durch:

 

 

 

 

 

 

Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung

"Ausschreibung Kinderuniversitäten 2013"

 

Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur

"Kulturförderung"

 

Land Tirol

"Förderung bildungspolitischer Maßnahmen"

 

Universität Innsbruck

Vizerektorat für Forschung

 

Universität Innsbruck

Junge Uni

  Tiroler Kulturservicestelle

 

 

 

2. Weitere museumspädagogische Programme für Schulklassen

 

 

Neben konkreten museumspädagogischen Programmen wird in Absprache mit den Lehrerinnen und Lehrern der betreffenden Fächer auch eine direkte Einbindung in einzelne schulische Unterrichtsfächer (z.B. Geschichte, Latein, Altgriechisch, bildnerische Erziehung, usw.) angestrebt. Je nach Altersgruppen wird – auch auf spielerische Weise - Wissen über die Antike im Allgemeinen und die einzelnen Objekte im Speziellen weitergegeben. Dies kann vom einfachen Durchbesprechen und Abzeichnen der Stücke bis hin zur eigenständigen Erarbeitung gewisser Kunstwerke und Themen erfolgen. Gerne beziehen wir die Sammlung in gerade aktuelle Unterrichtsinhalte ein und erarbeiten individuelle Themenführungen und Workshops (z.B. Leben in der Antike, Antike Götter, Römerzeit in Tirol, Lateinische Inschriften, …). Aus der Funktion als Universitätsmuseum heraus werden aber auch generell erste Einblicke in die Forschungstätigkeit der am Museum beteiligten Fächer geboten werden (z.B. Was macht ein Archäologe, …).

 

Die folgenden Stationen sind in Kombination mit Führungen durch das Museum buchbar. Die Programme sind in unterschiedlicher inhaltlicher Schwerpunktsetzung für Kinder ab 6, Jugendliche ab 14 und Erwachsene geeignet.

 

Abgusstechnik: Moderne Kopie oder antikes Original?

 

In Museen stehen oftmals nur Kopien wertvoller antiker Statuen und Statuetten. Auf den ersten Blick sehen sie täuschend echt aus. Doch handelt es sich hierbei um bemalte Abgüsse aus Gips oder Kunstharz, welche exakte Repliken der antiken Originale darstellen. Die BesucherInnen dieser Station

können Schritt für Schritt das Kopieren von Statuen verfolgen. Wer möchte, kann sich auch selbst als Gipsformer versuchen und seinen eigenen Abguss einer kleinen Figur oder eines anderen Objektes herstellen.

 

 

Wie wurde eigentlich ein griechischer Tempel gebaut und was machte man darin?

 

Fast jeder kennt sie aus dem Urlaub - scheinbar wahllos am Boden liegende Steine, die nach dem Reiseführer einmal ein Tempel gewesen sein sollen. Doch woher wissen Archäologen das eigentlich? Und woher weiß man, welches Bauteil wohin gehört haben muss und welche Funktion es hatte? Wir gehen dem Tempel gemeinsam auf die Spur - vom Marmorbruch bis zum fertigen Bauwerk - und beschäftigen uns mit den Werkzeugen und Technologien, die man dazu in der griechischen Antike nutzte. Einige Aspekte davon können BesucherInnen auch in einem kleinen Maßstab selbst ausprobieren, indem sie einen eigenen kleinen Tempel mit uns bauen. Schließlich bleibt immer noch die Frage offen, wozu ein Tempel überhaupt gedient hat - mit einer Kirche lässt er sich jedenfalls nicht vergleichen. Dabei gehen wir der Frage nach, was in einem griechischen Heiligtum gemacht wurde und welche Götter man dort verehrt hat.

 

 

Spiele in der Antike - was spielten die Griechen und Römer?

 

Auch in der Antike kannte man Langeweile und so vertrieb sich Jung und Alt die Zeit mit Spielen unterschiedlichster Art: Dazu gehörten Kinderspielzeug ebenso wie Würfelspiele, Trinkspiele oder Brettspiele, die man sogar auf Stufen von öffentlichen Gebäuden geritzt hat. Von einigen kennen wir sogar noch die Regeln. Welche Spiele waren in der Antike besonders beliebt und gab es eigentlich bestimmte „Klassiker“, die sich gar bis heute hielten? Wie kann man sich diese Spiele vorstellen - woraus wurden sie gemacht und wie spielte man sie? Wir werfen einen Blick auf den antiken Spielekosmos. Wer möchte, kann sich selbst ein antikes Spiel basteln, spielen und mit nach Hause nehmen.

 

 

Was sagen uns antike Münzen?

 

Anhand verschiedener antiker Münzen wird die Geschichte des antiken Geldwesens erläutert: Was ist eine Münze? Wie macht man eine Münze? Wer darf Münzen herstellen lassen? Was bekam man für eine bestimmte Münze? Was war eine Münze - außer Geld? Für Interessierte jeden Alters gibt es darüber hinaus die Möglichkeit, von Gold-, Silber und Bronzemünzen Abgussformen und Abgüsse herzustellen und diese auch für eine eigene Sammlung mitzunehmen.


 

 

3. Vermittlungsprogramme in den Räumlichkeiten des Archäologischen Universitätsmuseums

 

 

Museumspädagogische Programme der "Gruppe KiM (Kinder im Museum)"  

 

(Foto Gruppe KiM)

"Antike be-greifen" (5.-7. Schulstufe)

 

"Nichts berühren" lautet das oberste Gebot in jedem Museum und das gilt auch für die Sammlung z.T. weltberühmter Statuen aus Griechenland und Rom unter dem Dach der Alten Universität. Bei diesem Programm darf der Tastsinn jedoch eine Ausnahme machen. Was dabei entdeckt wird, ist klassisch schön.

 

Dauer: ca. 100 min / Kosten: € 1.50 (an den Tiroler Kulturservice).

Treffpunkt: „Archäologischen Museum Innsbruck“

Universität Hauptgebäude, Christoph-Probst-Platz, 3. Stock

Anmeldung: Gruppe KiM / Tel.Nr. 0512-288 236  

 

 

"Zeus und andere tolle Typen" (5.-8. Schulstufe)

 

Das Highlight der neu eröffneten Archäologischen Sammlung im Atrium sind  die sog. "Ägineten" , die vom Kampf um Troja erzählen. Unzählige andere Götterstatuen und Kaiserporträts erzählen vom Leben und Glauben der Menschen in der Antike.

 

Dauer: ca. 100 min / Kosten: € 1.50 (an den Tiroler Kulturservice).

Treffpunkt: „Archäologischen Museum Innsbruck“

ATRIUM - „Zentrum für Alte Kulturen“ Atrium, Langer Weg 11

Anmeldung: Gruppe KiM / Tel.Nr. 0512-288 236  

 

 

 


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Für den Inhalt verantwortlich: Florian MÜLLER - Institut für Archäologien - 2014