Schädigungstests an einer historischen Eisenbahnbrücke

 

Für Forschungszwecke wurde dem Arbeitsbereich für Angewandte Mechanik von der Firma VCE eine kleine, etwa 100 Jahre alte Eisenbahnbrücke zur Verfügung gestellt. Im Frühjahr 2012 sind Schädigungstests in Zusammenarbeit mit der Technischen Versuchs- und Forschungsanstalt (TVFA) und dem Arbeitsbereich für Stahlbau und Mischbautechnologie der Universität Innsbruck, sowie dem Forschungsbereich für Baumechanik und Baudynamik der Technischen Universität Wien geplant.

Nach Erstellung der vier Auflagerkonstruktionen am Freigelände der TVFA im Sommer/Herbst 2011 konnte im November die ca. 10m lange und 5m breite Brücke nach Innsbruck gebracht werden. Für den Transport war die Brücke der Länge nach in zwei Teile geschnitten worden, wird aber für die Versuche mittels Schrauben und Laschen wieder verbunden.

Um die Forschungsergebnisse auf reale Brückentragwerke mit nicht genau bekannten Verkehrs- und Windlasten übertragen zu können, wird bei den Schädigungstests die Strukturantwort unter ambienter Anregung gemessen. Es ist geplant, die Versuchsbrücke an vordefinierten Stellen stufenweise zu schädigen, wobei für jede Schädigungsstufe nur anhand der Messschriebe (output-only) Strukturparameter (Eigenfrequenzen, Eigenformen,…) identifiziert werden. Die Änderung dieser Parameter soll auch ohne Kenntnis des genauen Schadens Rückschlüsse auf die mögliche Schadensstelle und das Schadensausmaß erlauben.

 

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