Gabriela GOJA

Untersuchungen zur Erschütterungsprognose bei Anregung durch Straßenbahnverkehr

Diese Masterarbeit behandelt Erschütterungsprognosen im Boden zufolge Straßenbahnverkehr. Insbesondere wird die Abnahme der Erschütterungsamplituden mit zunehmendem Abstand zur Quelle zufolge der geometrischen Dämpfung untersucht. Dazu werden Freifeldmessungen in Berlin und Chemnitz durchgeführt und die Ergebnisse ausgewertet. Die Geschwindigkeitsamplituden nehmen bei beiden Messungen verschieden schnell ab und auch der Frequenzinhalt unterscheidet sich. Das Abklingverhalten der gemessenen Erschütterungsamplituden im Vergleich mit dem analytischen Prognoseverfahren nach DIN4150-1 entspricht nicht den erwarteten Werten was die geometrische Dämpfung anbelangt. Der Bodenaufbau ist ein sehr großer und nur schwer abschätzbarer Einflussfaktor auf die Ergebnisse von Erschütterungsmessungen im Feld. Das Prognoseverfahren gilt streng genommen für Geschwindigkeitsamplituden von flächiger Wellenausbreitung im elastischen Halbraum. In analytischen Lösungen ist jedoch die Verschiebungsamplitude angegeben. Deshalb wird anhand einer analytischen Lösung untersucht, inwieweit sich geometrische Abnahmefunktionen für Verschiebungen und Geschwindigkeiten unterscheiden. Es werden analytische Lösungen für die Wellenausbreitung im elastischen Halbraum zufolge impulsförmiger Anregung an der Oberfläche ausgewertet. Die Geschwindigkeitsamplituden (die man durch Ableiten der Verschiebung nach der Zeit erhält) werden mit dem Ergebnis des Prognoseverfahrens verglichen. Die analytischen Berechnungen ergeben eine eindeutige Zeitabhängigkeit der Wellenausbreitung an der Oberfläche und somit eine andere Abnahmefunktion der Geschwindigkeitsamplituden im Vergleich zu den Verschiebungsamplituden.

 

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