eBibliothek-open tablet (FLOSS Computerized Archaeology)

Projektleitung: Assoz.-Prof. Dr. Sandra Heinsch-Kuntner

 

https://wiki.uibk.ac.at/display/tontafeln3d/eBibliothek-Open-Tablet

 

Aufbauend auf den im Jahr 2008 initiierten elearning Projekt 3D Tontafel erarbeiten Ergebnissen wurde im Zeitraum zwischen 2012 und 2013 vom Fachbereich Vorderasiatische Archäologie am Institut für Alte Geschichte und Altorientalistik versucht, auf Basis von kostengünstiger Soft- und Hardware sowohl ein Aufnahmeverfahren als auch Tools zur Visualisierung zu erarbeiten, welche es ermöglichen sollte Fundgegenstände durch die qualitativ hochwertige Darstellung Bedingungen zu schaffen, welche eine Untersuchung der Objekte erleichtern bzw. erst ermöglichen sollte. Ziel war es, jedem Studierenden die Möglichkeit zu geben am „digitalen“ Original arbeiten zu können. Die Ausarbeitungen zu Diesem Projekt wurden durch die Nachwuchsförderung 2009/2010 der Universität Innsbruck ermöglicht.

 

Projektbeschreibung

Für dieses Projekt als besonders geeignet erweisen sich Keilschrifttontafeln, Schriftträger, die neben den ägyptischen Hieroglyphen das älteste Schriftsystem darstellt und von etwa 3300 v. Chr. bis kurz nach Christi Geburt in Verwendung standen. Aufgrund derer Abbildungsmöglichkeiten sind etwa ein Dutzend Sprachen (darunter vor allem Sumerisch, Akkadisch, Hethitisch) überliefert. Die Lesung der Keilschrift ist oftmals aus mehreren Gründen aber nicht unproblematisch. Die Tontafel ist an sich bereits ein dreidimensionaler Schriftträger, aber auch die Schrift, welche durch den Griffel in den feuchten Ton entsteht und wodurch auch der charaktersitische Keil (cuneiform) entsteht, ist dreidimensional. Die Tontafel ist zumindest an einer Seite stets gewölbt, das Erscheinungsbild kissenförmig. Die Schrift reicht oftmals bis an den Rand. Auch sind die abgerundeten Seiten oftmals noch mit Schriftzeichen beschrieben. Deren Lesen setzt somit generell eine sehr gute Beleuchtung bzw. Ausleuchtung des Objektes voraus. Das zusätzliche Drehen der Tafel gegenüber der Lichtquelle hilft zudem die Zeichen bzw. Zeichenreste zu identifizieren. Somit stand fest, dass die zu erarbeiteten Tools Beleuchtungsmethoden beinhalten sollten, jedoch auch präzise Messwerkzeuge sowie bestimmte Detailverbesserungsmethode, welche das wissenschaftliche Arbeiten insbesondere der Kollation ermöglichen sollten.

    

Abbildungen: Die Anfänge der 3D Dokumentation

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