Abriss der Geschichte der Abteilung Altorientalistik

 

Die Geschichte der Altorientalistik in Innsbruck beginnt mit der Errichtung eines Extraordinariats für altorientalische Altertumskunde im Jahre 1892, mit dem Thomas Friedrich betraut wurde. Im Jahre 1908 wurde Thomas Friedrich zum Ordinarius (ad personam) ernannt und vertrat die altorientalische Philologie bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1926. Bis 1932 fand die Altorientalistik noch einen kompetenten Vertreter in Carl Friedrich Lehmann-Haupt, der 1918 als Ordinarius der Geschichte des Altertums nach Innsbruck berufen worden war.

Die Semitistik am „Orientalischen Institut“ begann 1906 mit einem Extraordinariat für semitische Sprachwissenschaft, mit dem August Haffner betraut wurde; er wurde 1916 Ordinarius ad personam. Mit seiner Emeritierung im Jahre 1938 begann für das Institut ein Zustand ohne Professorenstelle, der bis 1973 andauern sollte.

Während des zweiten Weltkriegs war das Institut als „unerwünscht“ geschlossen. Nach 1945 wurde die philologische Tradition durch Lehraufträge auf Seiten der Semitistik an Adolf Grohmann und Murad Kamil, auf Seiten der Altorientalistik an Karl Oberhuber wieder aufgenommen. Ausdauernden Bemühungen Oberhubers war es zu verdanken, daß 1973 mit der Umbenennung des Instituts in „Institut für Sprachen und Kulturen des Alten Orients“ eine ordentliche Professur für Sprachen und Kulturen des Alten Orients errichtet und Karl Oberhuber zum Ordinarius berufen wurde. Die Berufungsverhandlungen nach der Emeritierung Karl Oberhubers im Jahre 1986 wurden nach der aus persönlichen Gründen erfolgten Absage der Erstgereihten ohne Abschluß des Verfahrens nicht mehr weitergeführt, statt dessen wurde dem Institut ein Extraordinariat zugewiesen, mit der Helga Trenkwalder betraut wurde.

Mit Wintersemester 2000/2001 wurde aus den beiden ehemaligen Instituten für "Sprachen und Kulturen des  Alten Orients" bzw. für "Alte Geschichte" das neue Institut für „Alte Geschichte und Altorientalistik“ geschaffen.

Im Jahre 2005 wurde ein Lehrstuhl für "Kulturbeziehungen und Kulturkontakte zwischen den Kulturen des Alten Orients und des mediterranen Raumes" eingerichtet. Der Ruf erging an Robert Rollinger, der seit Oktober 2004 auch die Institutsleitung übernommen hat.

 

Orientalisten an der Universität Innsbruck:

Tiroler Orientalisten (Auswahl):

 

Nach oben scrollen