Kurzgeschichte des Lehrstuhls „Alte Geschichte“

1885 wurde an der Leopold-Franzens-Universität in Innsbruck die „Alte Geschichte“ aus der Gesamtgeschichte ausgegliedert und als eigenständiges Fach in Lehre und Forschung etabliert. Als erster Fachvertreter wirkte Rudolf von Scala, dem 1897 die ordentliche Professur für Alte Geschichte verliehen wurde. 1901 wurde das „Archäologische-Epigraphische Seminar“ eingerichtet, dessen Leitung 1918 Carl Friedrich Lehmann-Haupt übernahm. Unter seinem Nachfolger Franz Miltner wurden 1937 die Alte Geschichte und die Epigraphik von der Archäologie als eigenes Institut ausgegliedert. Von 1947 bis 1982 leitete Franz Hampl das Institut für Alte Geschichte. Reinhold Bichler, der 1982 zum ordentlichen Professor berufen wurde, leitete das Institut von 1982 bis 2001. Eine größere Veränderung hat das Institut für „Alte Geschichte und Altertumskunde“ im Jahr 2000 erfahren, als es im Zuge gesamtuniversitärer Umstrukturierungen mit dem Institut für „Sprachen und Kulturen des Alten Orients“ zusammengeführt wurde. Die bis dahin selbständigen Institute sind seitdem zum „Institut für Alte Geschichte und Altorientalistik“ vereint. Im Jahr 2002 erhielt das Fach „Alte Geschichte“ eine zweite ordentliche Professur. Der Ruf ging an Christoph Ulf, der von 2001 bis 2004 auch als Institutsvorstand tätig war. Im Jahre 2005 wurde ein Lehrstuhl für "Kulturbeziehungen und Kulturkontakte zwischen den Kulturen des Alten Orients und des mediterranen Raumes" eingerichtet. Der Ruf erging an Robert Rollinger, der seit Oktober 2004 auch die Institutsleitung übernommen hat.

Link: 100 Jahre Alte Geschichte