Gustav BICKELL
(07.07.1838-15.01.1906)


Biographie:

Hervorragender Orientalist, geb. 7.7.1838 zu Kassel, gestorben 15.1.1906 in Wien; Privatdozent für semitische Philologie in Marburg 1862, katholisch 1865, Priester 1867. Nach Innsbruck berufen 1874, von 1892 an in Wien. Namentlich bemüht um Erforschung der hebräischen Metrik; sah von der Quantität wie vom Akzent völlig ab und zählte die Silben, die jambisch oder trochäisch betont sind. Da seine Auffassung zu vielen Änderungen der Aussprache nötigte, hat sich sein System nicht durchgesetzt.


Sein Weggang aus Innsbruck führte zur Gründung der Orientalistik an der Philosophischen Fakultät.

 


Werke:

  • Ephraem, Carmina Nisibena, 1866.
  • Grundriß der hebräischen Grammatik, 2 Bde., 1869 (engl. 1877).
  • S. Isaaci Antioch. Opera, 2 Bde., 1873/77.
  • Kalila und Damnag, 1876.
  • Messe und Pascha, 1872.
  • Das Buch Job, 1894.
  • Conspectus rei Syrorum litteratiae, 1871.
  • Metrices biblicae regulae, Supplementum, 1879.
  • Carmina Vet. Test. metrice, 1882.
  • Dichtung der Hebräer nach dem Versmaß des Urtextes, 3 Teile, 1882/83.

aus: Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. 2, Freiburg im Breisgau, 1931.

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