Carl Ferdinand Friedrich LEHMANN-HAUPT  
(11. 3. 1861 - 27. 7. 1938)   
 

Biographie:
 

1880-1883
Studium der Rechtswissenschaft und der Orientalistik in Heidelberg, Leipzig, Göttingen und Berlin

1883
Dr. iuris an der Universität Göttingen

1883/84
Fortsetzung seiner orientalischen und historischen Studien an der John-Hopkins University in Baltimore

1886
Studien an der Berliner Universität und Promotion zum Dr. phil. an der Universität Berlin mit einer Doktorarbeit über König Šamaššumukîn von Babylon Studienaufenthalt am Britischen Museum als Volontär und als wissenschaftliche Hilfskraft bei der ägyptischen Abteilung der Berliner Königlichen Museen

1893
Habilitation an der Berliner Universität als Privatdozent für Alte Geschichte

1898
Forschungsreise nach Armenien und Mesopotamien: Entdeckung der Hauptstätten des Chaldireiches (Urartu)

1901
Außerordentlicher Professor der Alten Geschichte an der Berliner Universität

1911
Ordentlicher Professor für Griechische Altertumskunde an der Universität Liverpool

1912
Lehmann-Haupt wird daneben zum Leiter der Abteilung für Orientalische Geschichte und Archäologie am dortigen Institut für Archäologie ernannt

1914
Ernennung zum Reader für Orientalische Geschichte

1913/14
Vertretung des Ordinarius für Alte Geschichte an der Universität Oxford. Neben seinem Heeresdienst supplierte Lehmann-Haupt das Ordinariat für Alte Geschichte und klassische Philologie an der Greifswalder Universität

1915/16
Ordinarius für Alte Geschichte an der neugegründeten Universität Konstantinopel

1918
11. September Ernennung Lehmann-Haupts zum ordentlichen Professor an der Geschichte des Altertums in Innsbruck

1931/32
Emeritierung

bis 1935 Honorarprofessor an der Universität Innsbruck

 

aus: G. Oberkofler, Forschungen zur Innsbrucker Universitätgeschichte VI (Veröffentlichungen der Universität Innsbruck 39, 1969). 


Werke:

  • zusammen mit Bagel und Schachermeyr: Corpus Inscriptionum Chaldicarum, Berlin 1928 und 1935.
  • Das urartäisch-chaldische Herrscherhaus, in: Zeitschrift für Assyriologie XXXIII, 27-51, 1921.
  • De inscriptionibus cuneatis quae pertinent ad šamaš-šum-ukin regis Babyloniae regni initia, Berliner Dissertation 1886.
  • Über protobabylonische Zahlwörter, in: Zeitschrift für Assyriologie I, 222-228, 1886.
  • Ein Siegel-Zylinder König Bur-Sin's von Isin. Beiträge zur Assyriologie und semitischen Sprachwissenschaft, II, 589-621, 1893.
  • Armenien einst und jetzt, I. Band: Vom Kaukasus zum Tigris und nach Tigranokerta, 1910.
  • Die historische Semiramis und ihre Zeit. Vortrag der Deutschen Orientgesellschaft zu Berlin am 6. Februar 1910, mit 50 Abb., 76 Seiten, 1910.
  • Zwei unveröffentlichte chaldäische Inschriften, in: ZDMG 66, 1912.