Aloys SPRENGER
(3. 9. 1813 - 19. 12. 1893)

Biographie:

1832
Studium der Philosophie, Naturwissenschaften, Medizin und Orientalistik in Wien.

1840
Dissertation: "De originibus medicinae arabicae sub Khalifatu".

1842
Dienst in der englischen Ostindischen Gesellschaft, zunächst als Militärarzt in Kalkutta.

1847
Im Auftrag der Regierung reist er nach Lucknow, um die arabischen, persischen und hindustanischen Handschriften der dortigen königlichen Bibliothek zu katalogisieren 1850 Rückkehr nach Delhi, dann als Dolmetscher der Regierung und Examinator für islamisches Recht nach Kalkutta, gleichzeitig auch Leiter der Hochschulen von Kalkutta und Hugli (Hooghly). Ein zweijähriger Urlaub führt ihn nach Ägypten, Syrien und Mesopotamien.

1856
Rückkehr nach Europa: in Heidelberg beginnt er die handschriftlichen Schätze des Orients, die er im Dienst und auf Reisen gesammelt hatte, zu katalogisieren. Die Sammlung ging später durch Kauf an die Königliche Bibliothek in Berlin.

1881
Bis zu seinem Tod 1881 stand er in Verkehr mit Fachgenossen und brachte neben großen Publikationen noch zahlreiche weitere Abhandlungen und Rezensionen in wissenschaftlichen Zeitschriften hervor.

 

Werke:

  • El-Mas'udi's Historical Encyclopaedia entitled "Meadows of Gold and Mines of Gems", London 1841.
  • A Catalogue of the Bibliotheca Orientalis Sprengeriana, Gießen 1857.
  • Das Leben und die Lehren des Mohammad, nach bisher größtenteils unbenutzten Quellen, Leipzig 1864 (Abhandlungen für die Kunde des Morgenlandes, Bd. 3, Nr. 3).
  • Die alte Geographie Arabiens als Grundlage der Entwicklungsgeschichte des Semitismus, Bern 1857.
  • Babylonien, das reichste Land in der Vorzeit und das lohnendste Kolonisationsfeld für die Gegenwart. Ein Vorschlag zur Kolonisation des Orients, Heidelberg 1886.
  • Mohammed und der Koran. Eine psychologische Studie, Hamburg 1889.
  • weitere Siehe August Haffner, Aloys Sprenger, Ein Tiroler Orientalist.
    Zur Enthüllung des Sprenger-Denkmals in Nassereith am 19. 10. 1913, Innsbruck 1913.