MitarbeiterInnen

Lang Martin  -  Rollinger Robert  -  Schretter Manfred


Arbeitsfelder

Die altorientalische Philologie erforscht die schriftlichen Zeugnisse der Keilschriftkulturen Mesopotamiens, des alten Zweistromlandes. Sie tut dies in ständigem Dialog mit der Vorderasiatischen Archäologie und der Geschichte Alt-Vorderasiens sowie anderen Geistes- und Kulturwissenschaften. Das vom südlichen Mesopotamien ausgehende Schriftsystem konnte sich in einer mehr als 3000-jährigen Geschichte zeitweise bis nach Anatolien, die Levante, Zypern, Ägypten und den Iran verbreiten und wurde zum Speichermedium eines reichen literarischen Erbes auf einem nahezu unvergänglichen Schreibmaterial, der Tontafel.


Forschungs- und Studienschwerpunkte

Altorientalische Philologie untersucht die Hinterlassenschaften der ältesten Schriftkulturen mit sprach- und literaturwissenschaftlichen Methoden und macht die in Keilschrift auf Tontafeln niedergeschriebenen Texte in Edition, Übersetzung und Kommentierung für die Nachwelt zugänglich. Sie erschließt Grammatik und Stilistik dieser in sumerischer und akkadischer Sprache verfassten Texte. Am Innsbrucker Institut für Alte Geschichte und Altorientalistik werden diese Sprachen regelmäßig unterrichtet.

Altorientalische Philologie untersucht aber auch Schriftdenkmäler weiterer Sprachen außerhalb des mesopotamischen Kernraumes, die ihre Verschriftung aber aus Mesopotamien übernommen haben: Das Hethitische, das Hurritisch-Urartäische, das Elamische, das Altpersische und das Ugaritische. Die letzten beiden Sprachmilieus, die zeitlich und auch räumlich weit auseinanderliegen, übernehmen zwar die prestigeträchtige Arbeitsweise des Eindrückens von Keilen in den weichen Ton, sind aber nicht mehr dem Typus einer sehr aufwendigen Wort-Silbenschrift verpflichtet, sondern stehen schon unter dem Einfluss der Alphabetschrift und kommen mit einem sehr geringen Zeicheninventar aus.

Das Lehrangebot an diesen in Keilschrift geschriebenen Sprachen der „Randzone“, wie etwa dem Elamischen oder dem Urartäischen, wird durch den Unterricht von Gastprofessoren mit internationalem Ruf regelmäßig erweitert.

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