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Institut für Kunstgeschichte Innsbruck
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BENEDETTI, Christoforo

 

1. BENEDETTI, Christoforo III (Cristoforo der Jüngere, Cristofero, Christoph)

2. BERUFSBEZEICHNUNG

Steinmetz, Bildhauer, Architekt

3. BIOGRAPHIE

* um 1657 Castione bei Mori bei Rovereto
† zwischen 1735/40 ebendort

Benedetti war laut Saur Schüler seines Vaters Giacomo, den er mit seinen künstlerischen Leistungen bzw. mit denen seiner Werkstatt übertraf. Er kannte die zeitgenössische Bildhauerkunst Veronas, des Veneto und vor allem Venedigs. Als direkte Lehrer Benedettis versuchte man Andrea Brustolon und Giovanne Marchiori namhaft zu machen, deren Stil sich jedoch nicht
mit seinem vergleichen lässt. Zeitweilig wurde er in der Werkstatt von seinem Bruder Sebastiano II unterstützt, dessen Anteil jedoch nicht klar abgrenzbar ist, meist wird in Verträgen von "den Benedetti" gesprochen. Benedetti war laut Saur der führende Kopf des Familienunternehmens. Ob er wirklich der bedeutendste Künstler der Familie oder vielmehr der Geschäftsmann innerhalb der Werkstatt war, ist allerdings unklar.

Ergänzt von Simone Rungger:
Sein erstes dokumentiertes Werk wird in das Jahr 1682 eingeordnet. Vermutlich hat er 1692 in Rom geheiratet. Als Architekt entwarf er ein Projekt für die Kirche von Villa Lagarina (1728), das jedoch nicht ausgeführt wurde. Er übergab die Werkstatt nach 1732 seinem Sohn Teodoro, doch es sind noch drei weitere Söhne dokumentiert: Francesco Antonio (getauft 3. Mai 1700), Sebastiano Antonio (getauft 7. März 1703) und Domenico Lucio (getauft 15. September 1706). Bis jetzt konnte nicht erörtert werden, ob auch diese drei Söhne in der Werkstatt tätig waren.

Ala, Trient, Casa Taddei, Figur des Heiligen Antonius, 1682 bis 1684.
Zwischen 1682 (erstes dokumentiertes Werk) und 1692 (Heirat) hielt er sich vermutlich in Rom auf. Terlan bei Bozen (Siebeneich), Deutschordenskapelle Sankt Anton (im Auftrag des Grafen Thun, nach Plänen der Benedetti durch die Bozner Baumeister Familie Delai erbaut) Altar mit den Skulpturen der Heiligen Philippus und Jakobus, 1699 (Zuschreibung Saur).
Pressano, Trient, Pfarrkirche, Cappella della Vergine, Hochaltar, 1699, (Zuschreibung Saur)
Villa Lagarina, Trient, Dekanatskirche, Hochaltar, zusammen mit Sebastiano, im Auftrag des Grafen C.F. Lodron, 1696-1700
Trient, Dom, Hochaltar, Ende 17. Jh. Avio, Pfarrkirche, Altar der Heiligen Rochus und Sebastian, 1700
Dietenheim im Pustertal, Antonius Kapelle des Ansitzes Mair am Hof (ehemalige Villa Wenzl), Altar, um 1700
Arco, Chiesa della Collegiata, Altar der Heiligen Maria Magdalena, zusammen mit Sebastiano, Vertrag von 1701
Avio, Pfarrkirche, Altar des Heiligen Antonius, Rosenkranzaltar, 1705 bis 1710
1708 wird er als "Architetto ed Ingeniere di Sua Majesta Imperiale" genannt
Brixen, Hofburg, Marmorkamin für das kaiserliche Tafelzimmer, 1709
Brixen, Hofkirche in der Hofburg, Portal, 1709 (Vertrag vom 2.4.1708)
Wappen, Statue der Immaculata, Chorschranken, 1710
Heilige Joachim und Anna, Skulpturen
Neustift bei Brixen, Augustiner Chorherrenstift, Kapelle der Jungfrau Maria
Marienaltar, Marmorintarsien des Fußbodens, Säule mit Cherubim, 1709 bis 1711
Arco, San Maria delle Grazie, Hochaltar im Auftrag des Kanonikus Graf Johann Anton von Arco nach einem Entwurf von Andrea Pozzo, Vertrag von 1697, zusammen mit Teodoro, 1710
Trient, San Maria Maggiore, Kanzel, Skulptur des Heiligen Karl Borromäus und des Ferdinando di Castiglia am Hochaltar, zusammen mit seinem Bruder Cristoforo, 1710 bis 1720
Trient, Chiesa della Annunziata, Antependium mit der Figur des Heiligen Vigilius, zusammen mit Teodoro, 1722
Borgo Valsugana, Pfarrkirche, Hochaltar im Auftrag der Familie Serego, 1726
Verona, San Anastasia, Hochaltar, 1726
Maria Trens bei Sterzing, Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt, Gnaden Kapelle, Marmoraltar, 1727/28
Rovereto, San Marco, Kruzifix - Altar, (Zuschreibung Saur) San Maria delle Carmine, Altar der Titular Heiligen, 1727
Spasimo - Altar, 1728
Säule in der Haupt Kapelle 1732 bis 1733
Trient, Chiesa della Annunziata, 3 Altäre, zusammen mit Teodoro, 1732
Ala, Chiesa della Collegiata, Tabernakel, 1734


IErgänzt von Stefanie Zangerl
:
m Vordergrund stand die Werkstatt „Cristoforo Benedetti“. Cristoforo war der führende Kopf des Familienunternehmens. Ob er der bedeutendste Künstler der Familie oder der Geschäftsmann innerhalb der Werkstatt war, ist allerdings unklar. 1708 wird er als Architetto ed Ingeniere die Sua Majestà Imperiale genannt. Die Werkstatt der Benedettis fertigte Altäre, Kapellen, Portale, Statuen, Kapitelle, Putten, Vorhangdraperien, Urnen, Inschriften, Wappen etc.. Problem der Händescheidung in so einer großen Werkstatt. Signaturen kommen nicht vor. Die führenden Meister der Werkstatt sind die Brüder Cristoforo (III) und Sebastiano (II) sowie Teodoro, der ladinische Bildhauer Dominikus Moling und die Brüder Sartori. Die Benedetti führten in Tirol den Typus des römischen Hochbarockaltars ein. Die Plastiken wurden vom Pathos Berninis beeinflusst. Das Bergdorf Castione hatte im ausgehenden 17. und 18. Jahrhunderts seine einstige Bedeutung von weithin bekannten Marmorbrüchen.

 

4. FAMILIEN-, FREUNDES- UND AUFTRAGGEBERKREIS

Sohn des Giacomo Benedetti, Steinmetz, Bruder des Sebastiano II, Zusammenarbeit mit Benedetti, als eigenständige Künstlerpersönlichkeit kaum zu fassen.

Vater von Teodoro 1697, der nach 1732 die Werkstatt Benedettis übernahm; Vater von Francesco Antonio 1700, Sebastiano Antonio 1703 und Domenico Lucio 1706 von denen unklar ist, ob auch sie unter der Leitung Benedettis in irgendeiner Form in der Werkstatt gearbeitet haben.

Schüler von Andrea Brustolon und Giovanne Marchiori, Zusammenarbeit mit dem ladinischen Bildhauer Dominikus Moling und den Brüdern Sartori, Auftraggeber Kanonikus Graf Johann Anton von Arco, in Terlan die Grafen Thun, in Villa Lagarina Graf C.F. Lodron, Familie Serego aus Borgo Valsugana.

Ergänzt von Stephanie Zangerl:
Vater Giacomo – geboren 2. Viertel 17. Jahrhunderts in Castione bei Mori und gestorben 1707.
Bruder Sebastiano (II) – Sohn des Giacomo und einer Domenica. Geboren am 19. Mai 1662 und am 3. Dezember 1740 an Alterschwäche verstorben. Sein Name wird nur einmal mit dem Hochaltar von Villa Lagarina in Verbindung gebracht. Es ist sehr selten von den „Brüdern Benedetti“ die Rede.

Die Frau Cristoforos hieß Antonia, die er 1692 heiratete. Sie hatten vier Söhne: Teodoro Daniele, getauft am 13. November 1697 zu Castione bei Mori, gestorben am 24. Juli 1783; Francesco Antonio, getauft am 3.Mai 1700; Sebastiano Antonio, getauft am 7. März 1703; Domenico Lucio, getauft am 15. September 1706. Teodoro wurde 1783 Inhaber der Werkstatt, nachdem er viele Jahre mit seinem Vater gearbeitet hatte. Er war es der Dominikus Moling des Öfteren zur Ausführung der Altarplastik heranzog.

Noch zu erwähnen sind die Sartori, denn diese Familie ging ebenfalls aus der Schule von Castione hervor.

Es strömten eine ganze Reihe von Steinmetzen und Künstlern von Oberitalien zur Werkstatt der Benedetti. Es tauchen Namen auf wie Caleti und Palatazzi aus Venedig, Aiardi und Mazzetti aus Rezzato, die Sebellini und Jobinarelli aus San Ambrogio, Bellini von Ronzone, Viesi, Monzane, auch Angehörige der Bildhauerfamilie Marinali aus Vincenza. Bildhauer und Architekten wie die Bianchi aus Brentonico, ein Villa aus Crosano, ein Rosso aus Mori und die Brüder Sartori (Otto R.v.Lutterotti, 1941, SAUR, 1994).

Ergänzt von Simone Rungger:
Auftraggeber: Fürstbischof Caspar Ignaz Graf Künigl
Tiroler Landstände
Freiherr Franz Andreas von Sternbach


 

5. WERKE

(TIROL)

5.1 Fiecht, Georgenberg
Gemeinde Vomp Stiftskirche des Klosters
Statue der Immaculata aus weißem Marmor auf dem rechten Seitenaltar, 1705 (laut Egg 1706; (bis 1956 Bekrönung der Innsbrucker Annasäule, dort durch Kopie ersetzt)
.

5.2 Innsbruck, Spitalskirche
Hochaltar aus Stuckmarmor mit farbigen Einlagen, der die gesamte Chorrückwand füllt, 1705 (laut Felmayer 1703/04). Hauptaltar: Marmorner Säulenaufbau mit gesprengtem Giebel und Statuen (Moses und David); gestiftet von Fürstbischof
Caspar Ignaz Künigl; 1705 aufgestellt; Bild Pfingstfest von Karl Jele 1848 („Die Aussendung des Heiligen Geistes“);
(Weingartner, 1950)
.
ergänzt von Simone Rungger: Der elegante Aufbau des Hochaltars, das erste Werk des Trentiner Bildhauers für Nordtirol, nimmt die gesamte Chorrückwand ein. Der Altar besteht aus vier Säulen mit Baldachinaufsatz aus gelblichem Valcaregnomarmor mit farbigen Einlagen in Grau, Rot, Grün und Schwarz. Die Säulenbasen, Kapitelle und der figürliche Schmuck setzen ihren Akzent durch ihre weiße Erscheinung aus Stuckmarmor. Das Altarblatt erscheint in einem korbbogigen Format, das Architrav und Freis durchbricht. Darüber ist ein Tondo mit dem throndenden Gottvater im Strahlenkranz zu sehen. Die seitliche Begrenzung des gesprengten Giebels bilden Vasen mit Agaven. Die Seitenplastiken zeigen Figuren aus dem Alten Testament: links Moses mit den Gesetzestafeln, rechts König David mit der Harfe. Die Figuren scheinen von Bernini, aber auch vom venezianischen Einfluss geprägt zu sein. Unmittelbares Vorbild waren wahrscheinlich die Altarstatuen des Cristoforo Benedetti in Villa Lagrina. Das Altarblatt von Kaspar Jele, gemalt 1848, zeigt das Pfingstwunder.

5.3 Innsbruck, Stadt Pfarrkirche St. Jakob
Sieben hochbarocke Marmoraltäre, 1724 bis 1732 (laut Saur und Dehio zusammen mit Dominikus Moling), (laut Thieme-Becker mit den Gehilfen Molla aus dem Fassatal und seinem Sohn Teodoro).

"An den ersten in der Benedetti Werkstatt hergestellten Altären in den Querhauskonchen (1726) klingt, hier bedingt durch den Raumabschluss, ein wesentliches Motiv der Säulen-Pilaster-Ädikulen an, das an allen Altären weiterentwickelt wird; ein über versetzt gestellten Doppelsäulen an der Außenseite gestuft gerundetes Gebälk. Es wird am Hochaltar mit Doppelsäulen (1728) zu einer außen gestuften und innen durchgezogenen Rundung und an den Altären des westlichen Langhausjoches (1732) mit einfachen Säulen zu einer innen gestuften und außen geschweiften Rundung ausgebildet. Beim Hochaltar und den beiden Altären in den Querhauskonchen, aber auch bei denen des westlichen Langhausjoches, die sehr wahrscheinlich in der Werkstatt des Nilolaus Moll entstanden sind, bleiben die Altarstatuen außerhalb der Ädikulen, und die Aufsätze treten gegenüber der Ädikula zurück."(Zitat Felmayer)

Stadt Pfarrkirche St. Jakob Langhauspilaster, mit Hagenauer Marmor verkleidet,
Stadt Pfarrkirche St. Jakob farbiger, fantasievoll gegliederter barocker Marmorboden, Reichtum an geometrischen Musterfigurationen (laut Caramelle zusammen mit Teodoro)

Ergänzt von Stefanie Zangerl:
St.Anna-Altar und Maria-Himmelfahrts-Altar im Querhaus. Für die Kosten des St.Anna-Altars kam Johann Franz Graf Spaur
auf, den zweiten bezahlte eine Bruderschaft. 1724 erfolgte der Auftrag an die „Benedetti Werkstatt“. Der Aufbau der beiden Querhausaltäre ist identisch. Der Hochaltar wurde von Fürstbischof Caspar Ignaz Künigl und zwei Brüdern auf eigene Kosten
von der „Benedetti Werkstatt“ angefertigt; Fertigstellung 1729.Die folgenden vier Langhausaltäre, von denen die gegenüber liegenden im Aufbau immer gleich sind, zeigen leichtere Formen. Der St.Philipp-Neri-Altar und der gegenüberliegende Kreuz-
altar wurden von einer Bruderschaft der Pfarrkirche gestiftet und 1731 in der Pfarrkirche aufgestellt. Der Altar des Hl. Sebastian und der gegenüberliegende Altar des Johannes Nepomuk wurden 1732 aufgestellt. Es sind Stiftungen der Familien Zech und Sternbach (Otto R. v. Lutterotti, 1941)
.

5.4 Innsbruck, Annasäule
(zum Dank für die Befreiung von der bayrischen Besetzung) 1703 bis 1706

Auf korinthischer Säule Statue der Immaculata, am Schaft vier Engelchen, auf dem Sockel Heilige Anna, Heiliger Georg,
Heiliger Vigilius, Heiliger Kassian, an den Wandungen Reliefs mit Putten. Die Statuen sind hochbarock, von Bernini im Pathos der Empfindung, Bewegung und Gewandbildung beeinflusst (laut Dehio), (laut Thieme Becker unter Mitwirkung von Teodoro Benedetti und Molla aus dem Fassatal). Maria Theresienstraße 39, Palais Troyer-Spaur Fortuna, oberste Figur der Treppe im Lichtschacht, frühes 18. Jh. (Zuschreibung Dehio)

Ergänzt von Stefanie Zangerl:
Unter Vorschlag des Grafen Trapp wurde die Säulenarbeit an Cristoforo Benedetti vergeben. Die Goldschmiedarbeit wurde
von Anton Kuprian gefertigt und die Steinmetzarbeiten am Sockel an den Hofsteinmetz Georg Philipp Appeller und Baumeister Hans Mayr. Seit 1956 Kopie der Immaculata auf der Annasäule in der Maria-Theresien-Straße; Original befindet sich im Kloster Fiecht.

Ergänzt von Simone Rungger:
Die Annasäule im Zentrum der Stadt Innsbruck wurde zum Dank für die Befreiung von der bayerischen Besetzung von Cristoforo Benedetti errichtet. Sie besteht aus Kramsacher Marmor. Auf dem Sockel sind vier Heiligenstatuen angebracht: Im Norden befindet sich die Statue der heiligen Anna, die Mutter Marias; im Westen befindet sich Kassian, der Patron der Diözese Brixen; im Osten Vigilius, Patron der Diözese Trient und im Süden Georg mit Drachen und Lanze, neben dem hl. Josef der Landespatron Tirols. Am oberen Drittel des Säulenschaftes befinden sich vier Putti. Bekrönt wird die Säule über dem Kapitell mit einer Statue der Heiligen Jungfrau

5.5 Innsbruck, Palais Troyer-Spaur, Figur der Fortuna
(Maria-Theresien-Straße 39) Oberste Figur der Treppe im Lichtschacht, frühes 18. Jahrhundert

5.6 Hall in Tirol Pfarrkirche
Altar des Heiligen Johannes von Nep., 1734 (laut Dehio aus der Werkstatt der Benedetti)

Ergänzt von Stefanie Zangerl:
Rechter Seitenaltar von der St. Johannes-Nepomuk-Bruderschaft gestiftet. Der ganze Aufbau ist wie eine verkleinerte Wiederholung des Hochaltars von St. Jakob in Innsbruck (Otto R.v.Lutterotti, 1941)
.

Weitere Werke in Tirol und Südtirol ergänzt von Simone Rungger:
1699, Siebeneich, St. Anton beim Deutschhaushof, Altar aus buntem Marmor, Säulenaufbau mit Gebälkstücken, Volutengiebel.

1700, Dietenheim, Edelsitz Mair am Hof, Kapelle, Marmoraltar.

1705, Innsbruck, Hochaltar der Spitalskirche

1708, Brixen, Portal der Hofburg-Kapelle. Portal ist von marmornen Säulen mit gesprengtem Rundgiebel gerahmt. Im Zentrum des Giebels Wappen des Fürstbischofs Künigl, darüber vier Engel und als Aufsatz eine Statue der Unbefleckten.

1710, Brixen, Hofburg-Kapelle, Altar. Bunter Marmor, Säulenaufbau mit bekrönender Kuppel, Skulpturen von Joachim und Anna an den Giebeln.

1710, Brixen, Hofburg-Kapelle, Kommuniongitter. Marmorbalustrade mit Schmiedeeisengitter.

1710, Brixen, Hofburg-Kapelle, Doppelwappen der Diözese und Domkapitel Brixen und der Künigl.

1709-11, Kloster Neustift, Altar der Gnadenkapelle

1724-32, Innsbruck, Dom St. Jakob, kolossale Steinaltäre

- 1724, Hochaltar, Stiftung von Fürstbischof Caspar Ignaz Graf Künigl. Zusammenarbeit mit Sohn Teodoro. Reiche farbige Marmorintarsien

1703, Innsbruck, Maria-Theresien-Straße, Anna-Säule, Auftraggeber Tiroler Landstände. Wurde nach der Befreiung des Landes ausgeführt. Sockel mit den Statuen der Heiligen Anna, Georg, Kassian und Virgil. Bekrönt durch die Immaculata. Material: roter Marmor

1728, Trens, Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, Gnadenaltar. Bunter Marmor, Doppelsäulenaufbau, Mensa mit Voluten. Gestiftet von Freiherr Franz Andreas von Sternbach.

1682-84: Ala/Trient, Casa Taddei, S. Antonio

1734: Ala/Trient, Chiesa della Collegiata, Tabernakel

1710: Arco/Trient, S. Maria delle Grazie, Hochaltar im Auftrag de Kononikus Graf Johann Anton von Arco, Entwurf von Andrea Pozzo. Zusammenarbeit mit Teodoro

1701: Arco/Trient, Chiesa della Collegiata, Altar der hl. Maria Magdalena. Zusammenarbeit mit Sebastiano II.

1700: Avio/Trient, Pfarrkirche, Altar der Hll. Rochus und Sebastian.

1705-10: Avio/Trient, Pfarrkirche, Rosenkranzaltar

Avio/Trient, Pfarrkirche Altar des hl. Antonius (1727 zerstört).

1726: Borogo Valsugana/Trient, Pfarrkirche, Hochaltar im Auftrag der Familie Serego

1709: Brixen, Hofkirche in der Hofburg, Portal, Wappen, Statue der Immaculata, Chorschranken, Hll. Joachim und Anna

1709: Brixen Hofburg, Marmorkamin für das kaiserliche Tafelzimmer

1700: Dietenheim, Antonius-Kapelle des Ansitzes Mair am Hof , Altar.

1706: Fiecht/Tirol, Stiftskirche, Marienstatue auf dem rechten Seitenaltar (bis 1956 Bekrönung der Innsbrucker Annasäule)

1724-32: Innsbruck, Stadtpfarrkirche, 7 Altäre. Zusammenarbeit mit Teodoro und Dominikus Moling

Innsbruck, Pal. Troyer-Spaur (Maria-Theresien-Straße 39), Fortuna, Treppenfigur (zugeschrieben)

1727/28: Maria Trens/Sterzing, Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt, Gnadenkapelle, Marmoraltar.

1709-11: Neustift/Brixen, Augustiner-Chorherrenstift, Kapelle der Jungfrau Maria, Marienaltar, Marmorintarsien des Fußbodens, Säule mit Cherubim.

1699: Pressano/Trient, Pfarrkirche, Cappella della Vergine, Hochaltar (zugeschrieben)

Rovereto, S. Marco, Kruzifix-Altar (zugeschrieben)

1727: Rovereto, S. Maria delle Carmine, Altar der Titular-Heiligen

1728: Rovereto, S. Maria delle Carmine, Spasimo-Altar

1732-33: Rovereto, S. Maria delle Carmine, Säule in der Hauptkapelle.

1699: Siebeneich/Bozen, Deutschordenskapelle St. Anton, Altar mit den Skulpturen der Hll. Philippus und Jakobus (zugeschrieben) im Auftrag des Grafen Thun, nach Plänen der Benedettis durch die Bozner Baumeisterfamilie Delai erbaut.

Ende 17. Jh.: Trient, Dom, Hochaltar

1732: Trient, Chiesa della Annunziata, 3 Altäre. Zusammenarbeit mit Teodoro.

1710/20: Trient, S. Maria Maggiore, Kanzel, Skulptur der heiligen Karl Borromäus un des Ferdinando di Castiglia am Hochaltar. Zusammenarbeit mit Cristoforo II.

1722 (?): Trient, S. Maria Maggiore, Antependium mit der Figur des hl. Vigilius. Zusammenarbeit mit Teodoro

Trient, Pal. Sardagna, Portal (ehemals Francesco Barbacovi zugeschrieben)

1726: Verona, S. Anastasia, Hochaltar. Teilweise zerstört, Teile befinden sich heute in der Kirche S. Giuliano in Quinzano und der Pfarrkirche von Dossobuono bei Verona.

1696-1700: Villa Lagarina/Trient, Dekanatskirche, Hochaltar. Zusammenarbeit mit Sebastiano II im Auftrag des Grafen C. F. Lodron.


 

6. ABBILDUNGEN

(TIROL)

5.1.1 Fiecht, Georgenberg, Maria Immaculata, Foto: Gregor Peda
(In: Hösch Karin, Stiftskirche St. Josef, Benediktinerabtei St. Georgenberg-Fiecht, Tirol, Passau 2001, S.17
)

5.2.1 Spitalskirche, Hochaltar: Foto Viktor Holy
5.2.2 Spitalskirche, Hochaltar, Skulptur David: ÖKT, Band 52, Inge Kirchhof
5.2.3
Johanna Felmayer, Spitalskirche Innsbruck, Edition Tirol, Innsbruck 1998, 25.


5.3.1 Dom, Nepomukaltar: Foto Egon Wurm
5.3.2 Dom, Kreuzaltar: Foto Egon Wurm

5.3.3 Dom, Hochaltar, Langhauspilaster, Fußboden: Foto Egon Wurm

5.3.4 Dom, Hochaltar: Foto Viktor Holy. (In: Der Dom zu Sankt Jakob) Hrsg. Prälat Propst Gotthard Egger
5.3.5 Dom, St.Anna-Altar
Foto: Dr. V.Oberhammer S/W. ( In: Otto R.v.Lutterotti) Eine Bildhauerwerkstatt des Barocks: Die Bendetti und Dominikus Moling, Bozen 1941

5.3.6 Dom, St.Anna-Altar, Statue der Hl. Therese (In: Lutterotti) S/W

5.3.7 Dom, St.Philipp-Neri-Altar, Foto: Dr. V. Oberhammer (In: Lutterotti) S/W

5.3.8 Dom, St.Philipp-Neri-Altar, Statue der Hl. Barbara (In: Lutterotti) S/W

5.3.9 Dom, Kreuzaltar, Statue des Hl. Johannes (In: Lutterotti) S/W
5.3.10 Dom, St.Sebastinas-Altar (In: Lutterotti) S/W

5.4.1 Annasäule: Foto Viktor Holy
5.4.2 Annasäule, Immaculata : Lutterotti, Große Kunstwerke Tirols
5.4.3 Annasäule, Anna : Lutterotti, Große Kunstwerke Tirols
5.4.4 Annasäule, Figuren Sockelzone : Foto Viktor Holy
5.4.5 Annasäule, Engel : Foto Viktor Holy
5.4.6 Annasäule,
Abbildung: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5d/Innsbruck_Annas%C3%A4ule_from_c.N.jpg (16.01.2010)


 
7. BIBLIOGRAPHIE

DEHIO-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs, Tirol, Wien 1980
SAUR, Allgemeines Künstler Lexikon, Die bildenden Künstler aller Zeiten und Völker, Band 9, München 1994
THIEME BECKER VOLLMER, Allgemeines Lexikon der bildenden Künste, Band 3, Leipzig 1909, Engelmann Verlag
ÖKT, Österr. Kunsttopographie, Band 52
Die sakralen Kunstdenkmäler der Stadt Innsbruck - Innere Stadtteile, Johanna Felmayer, Verlag Schroll, 1995
ÖKM, Österr. Künstlermonographien, Das Tiroler Unterland, Band 6
Erich Egg, Salzburg 1971
OTTO VON LUTTEROTTI, Große Kunstwerke Tirols, 1951
JOHANNA FELMAYER , Die Altäre des 17. Jh. in Nordtirol, Verlag Wagner, Innsbruck 1967
NICOLO RASMO, Kunstschätze Südtirols, Rosenheim 1985
FRANZ CARAMELLE, Der Dom zu St. Jakob in Innsbruck
F. H. HYE, FRANZ CARAMELLE, UND ANDERE, Der Dom zu St. Jakob, Festschrift 1993, Athesia Tyrolia Druck,
Innsbruck 1993, Innsbruck, Alpina Verlag, Innsbruck
 
sowie:

Otto R.v.Lutterotti, Eine Bildhauerwerkstatt des Barocks: Die Bendetti und Dominikus Moling, Bozen 1941
J. Weingartner, Die Kirchen Innsbrucks, Innsbruck 1950

sowie:

Günter Brucher (Hg.), Die Kunst des Barock in Österreich, Residenz Verlag, Salzburg und Wien 1994.
Erich Egg, Die Hofkirche in Innsbruck, Tyrolia, Innsbruck 1974.
Johanna Felmayer, Spitalskirche Innsbruck, Edition Tirol, Innsbruck 1998.
Handwerk und Genie. Eine Ausstellung aus Anlass der Restaurierung des Domes zu Innsbruck, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum Innsbruck, 1993.
Otto v. Lutterotti, Eine Bildhauerwerkstatt des Barocks: Die Benedetti und Dominikus Molling, Beihefte „Jahrbuch für Geschichte, Kultur und Kunst“, Nr. 7, Bozen 1941.
Nicolò Rasmo, Cristoforo Benedetti. Architetto e scultore, o.O. 1984.
Nicolò Rasmo, Kunst in Südtirol. Eine Auswahl der schönsten Werke, Bozen 1976.
Ulrich Thieme, Felix Becker, Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der antike bis zur Gegenwart, Band 3/4, Bassano bis Brevoort, E. A. Seemann, Leipzig 1999.
Josef Weingartner, Die Kunstdenkmäler Südtirols, Band 1 (Eisacktal, Pustertal, Ladinien), Athesia, Bozen 71985.
Josef Weingartner, Die Kunstdenkmäler Südtirols, Band 2 (Bozen mit Umgebung, Unterland, Burggrafenamt, Vinschgau), Tyrolia, Innsbruck 61977.
Josef Weingartner, Die Kirchen Innsbrucks. Kunstgeschichtlicher Führer, Wien 1921.
Otto von Lutterotti, Die Innsbrucker Annasäule, o. O. 1950.

sowie

Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in den Donau- und Alpengauen, Band III, Salzburg, Tirol und Vorarlberg, Berlin/Wien 1943, Seite 130, 138, 142.
Dehio-Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Österreich, Band I, Wien/Berlin 1938, Seite 405, 407, 417, 420.
Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs, Tirol, Wien 1980, Seite 48, 65, 862.
THIEME-BECKER, Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler, Band III, Leipzig 1909, Seite 306.

©Mai 2003, überarbeitet und ergänzt von Stefanie Zangerl, Jänner 2008 und ergänzt von Simone Rungger, Februar 2010, überarbeitet von Brigitte Ferdigg November 2009

 

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