Sternspritzer

Eröffnungskonzert
Do., 31. Januar 2019, Saal Tirol / congress innsbruck

Den künstlerischen Auftakt zum Jubiläumsjahr bildet das Eröffnungskonzert mit den drei Universitätsensembles Chor, Orchester und BigBand.

Gleichsam als Synonym für das ganze Jubiläumsjahr steht der musikalische Bogen, der von der Tradition bis hin zum modernen Experiment gespannt wird: Gemeinsam gestalten die drei Ensembles den Abend in wechselnden Kooperationen. Den Höhepunkt bildet ein Stück für alle drei Ensembles, das eigens zum Jubiläumsjahr bei der Tiroler Komponistin Manuela Kerer in Auftrag gegeben wurde.

Manuela Kerer ist in doppelter Hinsicht ein Kind dieser Universität und steht damit auch für einen fächerübergreifenden Ansatz: Sie studierte Rechtswissenschaften und Psychologie an der Universität Innsbruck. Inzwischen ist sie eine vielfach ausgezeichnete Vertreterin der zeitgenössischen Musikszene, die neben zahlreichen internationalen Auftritten weiter einen engen Kontakt zur Tiroler Szene hält, sich auch der Musikervermittlung verschrieben hat und auch für Laien komponiert. Für das Auftragswerk wird sie mit den Mitgliedern der Univesitätensembles intensiv zusammenarbeiten.

Informationen zum Auftragswerk  

Die Komponistin Manuela Kerer befasst sich in dem eigens anlässlich des Jubiläumsjahres komponierten Werk mit der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. Dabei wird sie deren Geschichte ebenso wie Gegenwart und Zukunft musikalisch beleuchten. Konzipiert ist das Stück für die drei Klangkörper der Universität, den Universitäts-Chor, den Universitäts-Orchester und die Universitäts-Big-Band. Manuela Kerers musikalische Sprache ist im Bereich der avantgardistischen E-Musik anzusiedeln.
 

Informationen zur Komponistin Manuela Kerer  

Portrait: Manuela Kerer
Foto: Franz Kimmel

(*1980 Brixen / Südtirol / Italien) staunt gern und ist ständig auf der Suche nach neuen Klängen, Überraschungen und Herausforderungen. Sie schloss neben den Studien am Tiroler Landeskonservatorium (Komposition und IGP Violine) die Studien der Rechtswissenschaften und der Psychologie an der Universität Innsbruck ab (Dissertation: Musik und Demenz).

Weiterführende Kompositionsstudien führten sie zu Alessandro Solbiati nach Mailand. Werke von M. Kerer entstanden für das Solistenensemble Kaleidoskop Berlin, das Klangforum Wien, die Reihe, die Bayerische Kammerphilharmonie oder für Ausnahmekünstler wie Julius Berger und Maja Ratkje. Sie wurden bei Festivals wie der Münchener Biennale für zeitgenössisches Musiktheater und Wien Modern oder in den Konzerthäusern Berlin und Wien, auf Kampnagel Hamburg, in der Accademia Filarmonica Romana und im ACF New York aufgeführt.

Manuela Kerer erhielt zahlreiche Preise, darunter den Förderpreis Walther von der Vogelweide (2009), den SKE Publicity Preis (2011) und das Österreichische Staatsstipendium für Komposition (2008, 2011 und 2016). Im Jahr 2009 wurde die Komponistin vom Ausschuss der Europaregionen als eines von europaweit 100 „young creative talents“, 2012/2013 vom österreichischen Außenministerium für das Programm „New Austrian Sound of Music” ausgewählt.

2015 erhielt sie das Internationale Arbeitsstipendium „Composer in Residence – Komponistinnen nach Frankfurt“, 2016 war sie Composer in Residence des Festivals St. Gallen / Steiermark.

Kerers Werke erscheinen im Verlag Breitkopf & Härtel. Sie wurden auf zahlreichen CDs eingespielt, eine Porträt-CD erschien im Rahmen der ORF Edition „Zeitton“.

Mitgestaltung der Jubiläumskomposition  

Studierende und Universitätsangehörige waren aufgerufen, die Jubiläumskomposition mitzugestalten. Dazu hatte die Komponistin Manuela Kerer 3 Fragen formuliert. Die interessantesten Antworten werden vom Chor in das Stück integriert:

  1. Welchen charakteristischen Klang verbindest Du mit der Uni Innsbruck und warum?
  2. Welcher ist Dein liebster leiser Ort an der Uni Innsbruck und warum?
  3. Welcher ist Dein liebster lauter Ort an der Uni Innsbruck und warum?

Alle Einsendungen können hier eingesehen werden