Universität Innsbruck

Überblick

Nicola Mair
Zwischen zwei Welten


Nicola Mair ist schon ihr ganzes Leben lang vielseitig und hat viele Interessen. Nach dem Abschluss der Handelsschule war sie kurz als Anwaltssekretärin tätig, bevor sie zehn Jahre lang Schreibkraft beim Bundesheer war, wo sie in verschiedenen Kasernen gearbeitet hat. „Als Schreibkraft wird man da eingesetzt, wo es grade notwendig ist, dadurch habe ich mehrere Bereiche durchlaufen. Uniform habe ich jedoch keine getragen, ich war Zivilbedienstete und im Büro tätig“, beschreibt Nicola ihre Arbeit. Neben dieser Tätigkeit hat Nicola die Abendhandelsakademie für Berufstätige besucht. „Das war schon hart – tagsüber im Büro und abends fünfmal die Woche in der Schule. Ohne die Unterstützung meiner Eltern hätte ich das nicht geschafft und Freizeit hat man eigentlich keine mehr. Um meine Englischkenntnisse zu verbessern, habe ich auch ein paar Wochen in den USA auf einer Ranch als Cowgirl gearbeitet – war ein echtes Abenteuer“, lacht Nicola.

Der Weg zur Universität

Nach Abschluss der Matura zog es Nicola aus privaten Gründen ins Tiroler Oberland. Dort war sie fünf Jahre an der HTL in Imst als Rechnungsführerin tätig. „Die Arbeit in der Schule und mit den LehrerInnen und SchülerInnen hat mir viel Spaß gemacht, aber ich wollte mich weiterentwickeln, habe für ein Jahr eine Auszeit genommen und angefangen zu studieren.“ So hat es Nicola auch an die Universität Innsbruck verschlagen, denn nach diesem Jahr Auszeit wollte Nicola nebenberuflich weiter studieren und ist seit 2011 auch an der Universität tätig. Nach verschiedenen Zwischenstationen ist sie seit 2017 im Büro für Gleichstellung und Gender Studies. „Mein Job ist sehr interessant und die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen sehr herzlich und angenehm, ich fühle mich in meiner jetzigen Tätigkeit sehr wohl“, sagt Nicola. Sie ist erste Anlaufstelle, was Anfragen im Bereich Gleichstellung und den Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen betrifft. Weiters ist sie für die Büroadministration zuständig und unterstützt auch die Kolleginnen im Familienservice in verwaltungstechnischen Dingen. „Meine Arbeit ist sehr abwechslungsreich. Zusätzlich betreue ich noch im Rahmen einer Nebentätigkeit einen Universitätslehrgang am Institut für Psychosoziale Intervention und Kommunikationsforschung. Hier liegen meine Aufgaben ebenfalls im Bereich der Administration, jedoch bin ich auch die Kontaktperson für die Studierenden“, beschreibt die gebürtige Innsbruckerin ihre Tätigkeiten an der Uni.

Hunde, Berge und viel Herzblut in Sarajevo

In ihrer Freizeit beschäftigt sich Nicola mit ihren beiden Hunden und wandert viel. „Meine Mutter hat mich von klein auf sehr sportlich erzogen, wir waren viel unterwegs, egal ob Reiten, Klettern, Langlaufen, Rodeln oder Wandern. Aus Zeitgründen ist es beim Bergwandern mit ihren Hunden geblieben“, sagt sie. Seit 10 Jahren ist Nicola außerdem ehrenamtlich tätig und unterstützt Frauen, die sich um Straßentiere in Bosnien-Herzegowina kümmern. „Ich finde diese Tätigkeit sehr bereichernd – nicht nur, dass man Tieren helfen kann, man lernt auch die Menschen und ihre Kultur sowie das Land kennen, ich reise jedes Jahr mehrmals nach Bosnien, um vor Ort zu helfen und geplante Projekte zu besprechen und durchzuführen. Ich war davor auch in Uganda und habe einige Wochen bei einem Projekt mitgearbeitet, in dem wir ein Schulgebäude für eine Berufsschule nahe der Hauptstadt Kampala gebaut haben. Der Aufenthalt in Afrika, die Mitarbeit und der Kontakt und die gemeinsame Zeit mit den Menschen dort war eine tolle und wertvolle Erfahrung und ich wollte weiterhin ehrenamtlich tätig sein und anderen helfen“, erzählt Nicola. Dass sie sich nun in Bosnien engagiere, war reiner Zufall – als große Tierliebhaberin hat sich ergeben, dass sie bei einem Tierschutzprojekt in Sarajevo mitarbeiten konnte. Mittlerweile kennt sie Sarajevo so gut wie Innsbruck, es sind enge Freundschaften entstanden. Die Stadt ist mittlerweile zu einer zweiten Heimat für Nicola Mair geworden.

Steckbrief

Nicola Mair
Fotos: Franz Oss

Name

Nicola Mair

Funktion

Referentin im Büro für Gleichstellung und Gender Studies

An der Uni seit

2011

Wohnort

Innsbruck

Herkunft

Innsbruck

 


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