Universität Innsbruck

Überblick

Mike Freudenthaler
Vom Magazineur zum Abteilungsleiter


„Am Anfang war es nur ein Job“, erzählt Mike Freudenthaler, Abteilungsleiter der theologischen Fakultätsbibliothek. „Dann habe ich den Beruf lieben und schätzen gelernt.“ Freudenthaler startete 1993 als Magazineur an der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol und wechselte ein Jahr später an die Fakultätsbibliothek Theologie. Damals ahnte er noch nicht, wie sehr der Kontakt zu den Büchern und Studierenden seinen weiteren Weg bestimmen würde. Doch seine Neugierde wuchs. Er wollte wissen, was die Bibliotheksnutzer dort lernten, worüber sie sich Gedanken machten, und fragte immer wieder nach. „Ich glaube, spätestens im Jahr 2003 war für mich klar: Das ist es. Ich will Christliche Philosophie studieren“, erzählt Freudenthaler. „Was mich interessierte und nach wie vor fasziniert, sind anthropologische Fragestellungen, wie zum Beispiel die Voraussetzungen von personaler Identität.“

Lange Unikarriere

Zu jenem Zeitpunkt arbeitete der gebürtige Innsbrucker seit zehn Jahren in unterschiedlichen Funktionen an der theologischen Fakultätsbibliothek. Er fühlte sich heimisch dort. Es folgten verschiedene berufsbegleitende Ausbildungen. Im Jahr 2006 besaß Freudenthaler alle notwendigen Voraussetzungen zur Aufnahme des Studiums der Christlichen Philosophie, das er 2012 abschloss. 2013 beendete er zudem den Bibliothekslehrgang Library and Information Studies (ULG). Seit 2018 leitet Mike Freudenthaler nun die Bibliothek. Seither entscheidet er über jedes einzelne Buch, das in die Regale kommt. Denn zu seinen Aufgaben zählen der Bestandsaufbau und Literaturankauf für die Theologie, die Verwaltung des Budgets der Fakultätsbibliothek und einiges mehr. „Als Bibliothekar sollte man durchaus eine gewisse Ordnungsliebe mitbringen“, sagt Freudenthaler und fügt lachend hinzu: „Und das Alphabet beherrschen.“ Außerdem ist er für viele administrative Tätigkeiten und die Mitarbeiterführung zuständig.

Lesen und laufen

Der Abteilungsleiter hatte so gut wie alle Bücher der Fakultätsbibliothek schon in den Händen. Das sind immerhin 170.000 Exemplare allein im Freihandbereich. Hinzu kommen rund 260.000 Bände, die in den verschiedenen Magazinen stehen. „Das breite Spektrum an Literatur ist für mich hier das Faszinierende“, sagt Freudenthaler. „Außerdem schätze ich die Ruhe in der Bibliothek sowie den Austausch mit den Studierenden.“ An verschiedenen Plätzen in der theologischen Fakultätsbibliothek oder am Karl-Rahner-Platz kann Freudenthaler Kraft tanken. Doch so richtig entspannen kann er, wenn er in Bewegung ist: Der Bibliothekar ist leidenschaftlicher Läufer. „Es ist fast wie eine Sucht“, beschreibt er. Vier bis fünf Mal trainiert Freudenthaler in der Woche, zum Teil nutzt er auch den Heimweg dafür. Berglauf und lange Läufe sind seine Passion. Auch an Wettkämpfen nimmt er teil. „Beim Laufen geht es mir ums absolute Abschalten, um den Sieg über mich selbst“, beschreibt der Sportler. Die Literatur und das Laufen prägen das Leben des Uni-Mitarbeiters. Doch an erster Stelle kommt seine Familie, betont Mike Freudenthaler, der vor kurzem zum zweiten Mal Vater geworden ist.

(Autorin: Eva Schwienbacher)

Steckbrief

Mike Freudenthaler
Fotos: Franz Oss

Name

Mag. Mike Freudenthaler

Funktion

Abteilungsleiter der Fakultätsbibliothek Theologie

An der Uni seit

1993

Wohnort

Innsbruck

Herkunft

Innsbruck

 


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