Universität Innsbruck

Überblick

Farokh Mivehvar
Von A wie Alpen, bis Z wie Ziehharmonika


Berge begleiten Farokh Mivehvar schon sein ganzes Leben. Geboren und aufgewachsen ist er in Tabriz, in der Provinz Ost-Aserbaidschan, auf mehr als 1.360 Metern Seehöhe. Dort begann er auch, theoretische Physik zu studieren. Nach seinem Bachelor-Abschluss zog es ihn aber hinaus in die Welt – erst nach Calgary, wo er am Fuß der Rocky Mountains seinen MSc und seinen PhD abschloss – und jetzt nach Innsbruck.

Physik verbindet

„Als Physiker kommt man viel herum“, erklärt Mivehvar. „Das ist ziemlich toll. Man lernt Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern und Kulturen kennen und arbeitet mit ihnen zusammen. Uns verbindet die Wissenschaft. Grenzen treten da in den Hintergrund und Vorurteilen begegnet man eigentlich nie.“ Calgary hinter sich zu lassen, war dementsprechend eine absehbare Entscheidung. Nur das Wohin stand erst nicht fest. Angebote gab es mehrere – darunter auch eines aus Innsbruck.

Von der großen in die kleine Stadt

Erst hatte er ein wenig Sorge, in diese doch relativ überschaubare Stadt zu ziehen. Tabriz hat gut 1,5 Millionen Einwohner, Calgary immerhin 1,2. Aber er kannte bereits mehrere Kollegen, die in Tirol studiert oder geforscht hatten. „Physiker kennen Innsbruck. Die Institute hier haben einen hervorragenden Ruf“, sagt Mivehvar. Doch auch wenn die Universität der Hauptgrund war, hierher zu kommen, war sie nicht der einzige: „Als ich die Stadt gesehen habe, war ich begeistert. Ich kann hier alles mit dem Rad erreichen. Und die Landschaft ist toll.“

Neue Leidenschaft

Neben einer Chance, seiner Passion für die Berge nachzugehen, bot sich dem Physiker in Tirol auch die Möglichkeit, sich einer etwas weniger weit verbreiteten Leidenschaft zuzuwenden: der Ziehharmonika. „In meiner Heimat ist das Garmon recht verbreitet“, berichtet er. „Das ist eine russische Variante des Akkordeons. Und die habe ich als Instrument immer schon interessant gefunden.“ Noch in Kanada lernte er einen Hobby-Spieler kennen. Dem fehlte es zwar an Erfahrung, Unterricht zu geben, „aber der hat mir gesagt: ‚Wenn du je nach Österreich kommst, ist das genau der Ort, um Akkordeon zu lernen‘.“ Wie der Zufall so will, dauerte es nicht lange, bis Mivehvar nach seiner Ankunft in Tirol den Vater eines Freundes kennenlernte, der Ziehharmonika unterrichtet – und bei dem er seither regelmäßig Stunden nimmt. „Für eine Band reicht es zwar noch nicht“, meint er. „Aber das kommt noch.“

Berge an Möglichkeiten

Und natürlich kommen die Berge auch in seiner neuen Wahlheimat nicht zu kurz. Biken und Wandern hat Mivehvar schon für sich entdeckt, bevor er nach Tirol gekommen ist. Diesen Hobbies ist er auch hier treu. Inzwischen sind aber weitere dazugekommen: „Mein absoluter Lieblingssport in Innsbruck ist das Rodeln“, berichtet der Physiker begeistert. Liegt genug Schnee, ist er nahezu jedes Wochenende auf einer Rodelbahn unterwegs. Und auch im Sommer tun sich neue Möglichkeiten auf: „Dieses Jahr habe ich außerdem angefangen, zu Bouldern“, erzählt er. „Damit habe ich auch im Sommer einen neuen Sport, dem ich mich widmen kann.“

(Autor: Daniel Feichtner)

 

Steckbrief

Farokh MivehvarFotos: Axel Springer

Name

Farokh Mivehvar, MSc PhD

Funktion

PostDoc, Institut für Theoretische Physik

An der Uni seit

2016

Wohnort

Innsbruck

Herkunft

Ost-Aserbaidschan

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