Universität Innsbruck

Überblick

Elisabeth Singer-Seppi
Sehnsuchtsort Uni


Seit 20 Jahren ist Elisabeth Singer-Seppi Herz und Seele der Studienabteilung, aber langsam heißt es Abschied nehmen – im Frühjahr geht die quirlige Axamerin in Pension. Leicht fällt ihr das nicht, denn die Universität Innsbruck war immer schon ein ganz besonderer Ort für sie: Als sie klein war, hat ihre Mutter als Reinigungskraft an der Uni gearbeitet und sie ab und zu zur Arbeit mitgenommen, wenn sie einen Arzttermin in der Stadt hatte. „Dann hat sie mit einem riesen Schlüssel die Tür zum damaligen Brenner-Archiv aufgesperrt. Dort hat es so einen Holzdrehsessel gegeben, da habe ich mich draufgesetzt und mich hochgedreht, bis ich den Boden unter den Füßen verloren habe“, erzählt sie. „Rundherum waren diese ganzen alten Bücher und die Bronzefiguren und riesige Gemälde von ehemaligen Professoren, und das war so toll, dass mir sogar jeder Zahnarzttermin egal war, weil das bedeutet hat, dass ich da wieder hindarf.“

Kein typisches Büro

Dass sie Jahre später beruflich an der Uni landen würde, hätte sie sich nie gedacht. Singer-Seppi ist eigentlich gelernte Dekorateurin und hat zuerst im Kaufhaus Forum und dann im alten Kaufhaus Tyrol gearbeitet, bis 1996 ihr Sohn geboren wurde. Ihr Beruf war dann nicht mehr gefragt, deshalb half sie nach der Babypause schon ab und zu in der Studienabteilung aus. Daraus wurde bald eine feste Anstellung. „Und das, obwohl ich nie in einem Büro arbeiten wollte!“, lacht sie. Aber die Studienabteilung sei zum Glück auch kein typisches Büro: „Man trifft so viele Menschen, erlebt die ganze Aufregung und Vorfreude, und es ist schon ein Erlebnis, wenn die ganzen neuen Studierenden reinkommen und voller Erwartungen etwas Neues beginnen. Das miterleben zu dürfen, ist etwas ganz Besonderes und glaube ich auch der Grund, warum ich so lange hiergeblieben bin.“

Bücher und Reisen

Neben der Verbundenheit zur Uni ist auch die Liebe zu Büchern bei Elisabeth Singer-Seppi seit der Kindheit ungebrochen. „Ich bin eine absolute Leseratte. Ich lese alles, was mir in die Finger kommt, mir ist nur wichtig, dass es schön geschrieben ist – dann kann ich mich richtig in die Geschichte fallen lassen“, erklärt sie. Die zweite große Leidenschaft ist das Reisen. Kanada hat es ihr besonders angetan: Die Besuche in Vancouver und auch der 73 Kilometer lange West Coast Trail, den sie vor 24 Jahren bei Wind und Wetter gemeistert hat, zählen zu ihren persönlichen Reise-Highlights. Ihr größter Traum ist aber, die Seidenstraße zu sehen. „Ich habe so viel über die Seidenstraße gelesen, dass ich sie einmal unter meinen Füßen spüren möchte“, erzählt sie. Mindestens drei Monate will sie Zeit für dieses Abenteuer haben, aber da müsse sie sich erst noch von zuhause freikaufen: „Ich habe eine Katze, ein Haus und einen riesigen Garten, da kann ich nicht einfach ein paar Monate verschwinden. Aber wenn sich mein Sohn um alles kümmert, dann bin ich weg!“

(Autorin: Lisa-Maria Schwarzenauer)

Steckbrief

Elisabeth Singer-Seppi
Fotos: Franz Oss

Name

Elisabeth Singer-Seppi

Funktion

Mitarbeiterin der Studienabteilung

An der Uni seit

1999

Wohnort

Axams

Herkunft

Götzens

 


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