Universität Innsbruck

Überblick


Christina Köll
Mit kühlem Kopf


Eine schlechte Schülerin war Christina nie. Sie musste sich lange Zeit nicht sonderlich bemühen, um gute Noten zu bekommen. Ab der 4. Klasse HAK änderte sich das. Sie war gezwungen, sich in Rechnungswesen und Mathematik ranzuhalten, um den Anschluss nicht zu verlieren. Im Scherz drohte ihre Mutter damals, sie in eines dieser Bootcamps zu schicken, in die amerikanische Jugendliche kommen, wenn sie nicht brav sind. In der Scherzdrohung konnte Christina aber nichts Furchteinflößendes entdecken: „Ich sah die Bilder im Fernsehen und dachte mir: Da möchte ich unbedingt hin“, erinnert sie sich lachend, „die Parcours, die Übungen im Freien, das Survivor-Feeling: All das zog mich irgendwie an.“ Christina überlegte damals ernsthaft nach der Matura zur Militärakademie nach Wien zu gehen und Offizierin zu werden.

Aus der behüteten Welt

Doch war ihr nach der Schule allgemein nicht nach Studieren zumute. Christina wollte in die Berufswelt einsteigen, Geld verdienen und ihr Leben in die eigene Hand nehmen. Sie zog mit ihrem Freund zusammen und suchte sich einen Job. „Ich glaubte damals, dass man nach der Ausbildung in eine behütete Welt kommt“, lächelt Christina über ihre jugendliche Naivität. Nach einer unglücklichen ersten Joberfahrung kündigte sie und wechselte zu einem anderen Unternehmen, um schlussendlich 2012 auf der Uni zu landen. Heute arbeitet sie an der Fakultäten Servicestelle. „Mein Job ist abwechslungsreich, interessant und mit meinen Kollegen verstehe ich mich sehr gut“, sagt Christina.

Gelassen

Dass sie damals keine militärische Karriere eingeschlagen hatte, bereut sich nicht. Sie fand in der Zwischenzeit ein Hobby, das ihren unerfüllten Kindheitswunsch aufwiegt: ein- bis zweimal im Monat trifft sie sich mit ihren Vereinskollegen und Freunden im Airsoftpark Tirol zum Airsoft-Spielen. Mindestens einmal pro Jahr fährt das Team auch zu Veranstaltungen ins Ausland. „Das Team Play, das Taktieren und die körperliche Anstrengung werden nie langweilig“, erzählt Christina, die es ansonsten eher ruhig mag. In ihrer Freizeit liest sie Fantasy Bücher, malt Landschaftsbilder oder fotografiert gerne. Von ihr stammen auch die Mitarbeiterfotos ihrer Bürokolleginnen und -kollegen an der Uni. Christina ist kontrolliert und gelassen. Nur schwer lässt sie sich aus der Ruhe bringen, auch wenn es bei der Servicestelle des Öfteren stressig werden kann. Dann kann sie ihre Stärke umso besser ausspielen und einen kühlen Kopf bewahren – eine Eigenschaft, die nicht nur sie an sich sehr zu schätzen weiß.

(Autor: Haris Kovacevic)

 

Steckbrief

Christina Köll
Fotos: Axel Springer

Name

Christina Köll

Funktion

Mitarbeiterin an der Fakultäten Servicestelle

An der Uni seit

2012

Wohnort

Kematen

Herkunft

Hall i. T.

 


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