Universität Innsbruck

Überblick

Barbara Tasser
Diplomatin der Uni


Barbara Tasser bringt in ihrer Arbeit Menschen verschiedener Kulturen zusammen. Dafür kommen nicht nur ihr diplomatisches Geschick und ihre Sprachkenntnisse zum Einsatz, sondern auch außergewöhnliche Maßnahmen: Die Leiterin der Internationalen Dienste der Uni Innsbruck greift dafür auch mal zum Kochtopf, etwa, um amerikanische Austauschstudierende zu sich nach Hause einzuladen und mit ihnen Knödel zu kochen. „Ich finde es wichtig, dass die Studierenden auch außerhalb des Hörsaals die Möglichkeit haben, ein Gastland kennenzulernen und private Einblicke zu bekommen“, sagt die Südtirolerin.

Weltweite Beziehungen

Seit 2004 leitet Tasser das Italien-Zentrum, seit fünf Jahren nun auch die Internationalen Dienste der Universität Innsbruck. In dieser Position kümmert sie sich nicht mehr nur um die Beziehungen der Uni zu Italien, sondern um Verbindungen in die ganze Welt. Bereits mit 14 Jahren wollte die gebürtige Bruneckerin Diplomatin werden. Damals gefiel ihr die Vorstellung, viel zu reisen, viel zu kommunizieren und Probleme im Verständnis füreinander zu lösen. „Es war mehr ein Traum, jedoch ohne konkrete Idee davon, was es dafür bedurfte. Heute bin ich Diplomatin der Uni Innsbruck“, sagt Tasser.

Faszination Altes Ägypten

Doch bevor sie sich den interkulturellen Beziehungen im Hier und Jetzt widmete, tauchte sie tief in die Geschichte der Menschheit ein. 1992 begann Tasser ihr Archäologiestudium an der Universität Innsbruck. Die Liebe zu diesem Fach haben ihr die Eltern vermittelt, die mit ihr unterschiedlichste Museen besuchten. Besonders prägend war eine Ägyptologie-Ausstellung in Venedig, erzählt Tasser: „Tutanchamun, das Gold der Ägypter, ihre Riten und Kulte, ihre Vorstellung des Jenseits und ihr starker Bezug dazu – all das faszinierte mich.“ So sehr, dass sie Ägyptologin werden wollte. Dafür hätte sie nach Wien gehen müssen. Das war ihr dann doch zu weit weg. „Schließlich bin ich hierher nach Innsbruck, um Archäologie zu studieren, was ich bis heute nicht bereue.“

Begeisterung für andere Kulturen

Viele Voraussetzungen für ihren heutigen Beruf erfüllt sie dank ihres Studiums. „Im Verborgenen und Vergessenen sucht man Hinweise auf das heutige Leben. Diese Neugierde am Menschen ist das Verbindende zwischen der Archäologie und meinem heutigen Job“, sagt Barbara Tasser. Während ihres Studiums war sie viel unterwegs – etwa in Italien, Griechenland, der Türkei. Ein zweimonatiger Irak-Aufenthalt im Jahr 1995, kurz nach dem Zweiten Golfkrieg, ist ihr besonders in Erinnerung geblieben. In der Nähe von Babylon nahm die damalige Studentin an Ausgrabungen der Uni Innsbruck teil. Dort erlebte Barbara Tasser zum ersten Mal hautnah, wie Archäologie-Diplomatie funktioniert, und was man mit interkulturellen Kommunikationsmethoden erreichen kann – in diesem Fall für die Wissenschaft. Beeindruckt war die Archäologin auch von der Gastfreundschaft der Iraker. „Für mich ist es heute noch sehr wichtig, dass Menschen direkt in den Dialog kommen, egal, woher sie sind“, meint Tasser. „Nur dadurch kann man Verständnis füreinander entwickeln.“

Abschalten beim Golfen

Reisen zählt nicht nur zum beruflichen Alltag der Südtirolerin, sondern auch zu ihren privaten Interessen. Einen Ausgleich findet Barbara Tasser in der Natur – beim Spazierengehen, beim Skifahren und seit ein paar Jahren auch am Golfplatz. „Beim Golfen brauche ich mich nur auf den kleinen, weißen Ball konzentrieren und darauf, dass er ins Loch muss – und sonst auf nichts“, sagt Tasser und lacht. Entspannung findet die Diplomatin der Uni Innsbruck auch beim Kochen mit Freunden – dabei geht es ihr nicht nur ums Essen, sondern um die gemeinsame Zeit und den Austausch untereinander.

Steckbrief

Barbara Tasser
Fotos: Axel Springer

Name

Mag. Dr. phil. Barbara Tasser

Funktion

Leiterin der Internationalen Dienste

An der Uni seit

1992 als Studentin, seit 2001 als Mitarbeiterin

Wohnort

Innsbruck

Herkunft

Bruneck

 


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