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Internationales Symposium

 
Ideengeschichte   

des Instituts für Ideengeschichte,
des Innsbrucker Forums zur wissenschaftlichen
Förderung des Projekt Weltethos
und der Stiftung Weltethos Tübingen

   Stiftung Weltethos - Tuebingen

Ethik im Zeitalter der Globalisierung

Die komplexe Globalisierung ist heute zweifelsohne eine der größten Herausforderung für die Demokratie. Unter Globalisierung versteht man allgemein die Zunahme und Verdichtung der weltweiten ökonomischen, politischen, kulturellen und sozialen Verflechtungen. International nehmen der Einfluss und die Macht der Unternehmen, der inter- und transnationalen Institutionen und regierungsunabhängigen Organisationen zu. Unsere Gesellschaft erhält dadurch neue Dimensionen, die tiefe Veränderungen in der Politik hervorrufen. Von der Globalisierung wäre der Globalismus zu unterscheiden, der die Auffassung vertritt, dass der Weltmarkt politisches Handeln verdrängt oder ersetzt. Globalismus ist das Diktat der Weltwirtschaft, verstanden als die alles durchdringende, alles verändernde Weltmarktherrschaft.

 

Im Rahmen dieses Symposiums stehen Fragen nach der Rolle und Bedeutung der Ethik und des ethischen Handelns im Zuge des Globalisierungsprozesses im Vordergrund. Zweifelsohne ist im Zeitalter der Globalisierung eine erweiterte Verantwortung erforderlich, die über die Verursacherverantwortung hinausgeht. Gefragt ist dabei grundsätzlich keine neue Form der Verantwortungsethik, sondern die Herausbildung von Beteiligungsmodellen der Verantwortlichkeit, die den Rahmen von bloß formalistischer Übernahme der Verantwortung sprengen. Diese Beteiligungsmodelle, die in diesem Symposium vorgestellt werden, müssen allerdings analytisch und begrifflich differenziert sowie auch gesellschaftlich, politisch und rechtlich konkretisiert werden. Die durch ökologische, ökonomische und technische Risiken notwendig gewordene Gemeinschaftsverantwortung kann heute nicht mehr auf der Grundlage von Appellen erreicht werden, sondern nur durch das Prinzip der konkreten Humanität, das auf Menschen und ihre Mitgeschöpfe bezogen wird. Die Ethik einer konkreten Humanität schließt die Forderung nach einem humanen, menschlichen Vorgehen in der Lebenspraxis mit ein, und kann sich nicht in der Analyse von Ethikformen erschöpfen.

 

Die inhaltlichen Schwerpunkte dieses Symposiums konzentrieren sich auf die Problembereiche Politische Ethik, Weltethos und Religionen, Angewandte Ethik, Ethik und „gutes Leben“ sowie ethische Grundmodelle für das 21. Jahrhundert.


 

ReferentInnen:

Titel des Vortrags:      

Moderation:

Hermann Häring

"Weltethos und Religionen
im Zeitalter der Globalisierung"

Christian Ehalt

Hans-Martin Schönherr-Mann  

"Politische Ethik
im Zeitalter der Globalisierung"

Annemarie Pieper

"Universalisierung versus Globalisierung -
Problemfelder der angewandten Ethik"

Günther Gebhardt

Josef Wieland

"Wirtschaftsethik unter den
Bedingungen der Globalisierung"

Eberhard Schockenhoff

"Ethische Grundmodelle
für das 21. Jahrhundert"

Theodor Faulhaber

Hans-Joachim Höhn


"Ökologische Sozialethik"

Matthias Kettner

"Globalisierung, Universialisierung und Hegemonie
als kritische Konzepte angewandter Ethik"

  Herlinde Pauer-Studer

 Kurt Bayertz

"Ethik und 'gutes Leben'.
Kann Moral glücklich machen?"

 

     Termin:     

 

13. - 14. Oktober 2006
im ORF- Landesstudio Tirol, Kulturhaus
 

 

 

Programm Arrow Right  PDF

weitere Infos Arrow Right Institut für Geschichte


 

Kooperationspartner:

Arbeitskreis Wissenschaft und Verantwortlichkeit
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
ORF - Landesstudio Tirol
Wiener Vorlesungen
Club of Rome/Chapter Österreich
Freimaurerakademie der Großloge von Österreich
Der Standard
Tiroler Tageszeitung


 

BMBWK

Kulturabteilung Hotel Central

Wiener Vorlesungen

 

Telekom

 IV  

Siemens

 

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Tiroler Kulturhaus

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