Barbara Apian-Bennewitz
(Vienna Institute for International Economic Studies (WIIW)):
"Countdown"
An online documentation centre and communication network on the European Union's eastern enlargement
"Countdown" is available in the Internet under the URL
http://wiiwsv.wsr.ac.at/Countdown/
The project is run by The Vienna Institute for International Economic Studies (WIIW) and is based on
an international network of co-operating institutions in the associated countries and member countries of the European Union. " Countdown" is an INTERREG II/C project of the European Union and is also sponsored by the City of Vienna and the Federal Chancellery of Austria.
In the framework of "Countdown", a systematic collection and classification of available "EU eastern enlargement" - relevant information takes place. Subject to this process is literature published on the topic, as well as lists of experts and institutions engaged in research on or dealing with practical problems of their respective country´s accession to the EU. Literature can be searched according to various aspects in an easy yet sophisticated way. Eighteen areas were identified to broadly cover the most important aspects of the EU's eastern enlargement. The search engine of Countdown enables users to "look around" in their specific topic either in the literature, or the list of experts or list of conferences. Search by reporting country, by language of the literature or by year of publication is also possible. The documentation is continuously updated by co-operating institutes.
In the communication part of "Countdown" you find an all round inquiry where questions of outstanding importance are raised to members of the expert community and both the answers and the comments on the answers are easily available for visitors to the site. In the research segment of "Countdown" there is an online scientific workshop for the presentation and discussion of the results of ongoing or recently completed research related to the eastern enlargement of the European Union. The papers posted here are starting points for discussion on the topic concerned. Also comments can be commented on, authors of the papers may reply to comments as well.
Barbara Apian-Bennewitz
Vienna Institute for International Economic Studies (WIIW)
http://www.wiiw.ac.at/
Oppolzergasse 6.
A-1010 Wien
Tel: (00-431)-533-6610-29
Fax: (00-431)-533-6610-50A
E-Mail: apian@wsr.ac.at
(Springer-Verlag Heidelberg):
"Funktion und Aufgabe wissenschaftlicher Zeitschriften"
Angesichts der Flut wissenschaftlicher Inhalte im Internet stellt sich zunehmend die Frage nach deren
Qualität, Authentizität und Originalität. Der Leser im Netz muss sich darauf verlassen können, dass
der genannte Urheber auch der wirkliche Urheber ist, die vorliegende Version eines Beitrages auch die
richtige ist und diese nicht manipuliert bzw. verändert wurde. Der Beitrag thematisiert das
Leistungsspektrum wissenschaftlicher Zeitschriften, die auch in der Zukunft eine elementare Rolle
in der wissenschaftliche Kommunikation spielen werden.
Klaus Bahmann
Marketing Manager
LINK / Journals
Springer-Verlag
D-69121 Heidelberg
Tiergartenstr. 17
Tel.: +49-(0)-6221-487-726
Fax: +49-(0)-6221-487-364
E-Mail: Bahmann@Springer.de
Monika Bargmann (FH-Studiengang Informationsberufe Eisenstadt), Christoph Bart (FH-Studiengang Informationsberufe Eisenstadt), Juan Gorraiz (Zentralbibliothek für Physik Wien), Christian Schlögl (Institut für Informationswissenschaft):
"Messen und gemessen werden: Möglichkeiten und Grenzen quantitativer Forschungsevaluierung am
Beispiel eines Institutsvergleichs"
Im Rahmen dieses Beitrags wird eine Studie vorgestellt, bei der zwei Universitätsinstitute einer quantitativen Evaluierung unterzogen wurden. Hauptziel der Untersuchung war es, Möglichkeiten und Grenzen einer quantitativen Institutsevaluierung aufzuzeigen. Zu diesem Zweck wurde eine mehrdimensionale Institutsbewertung durchgeführt. Als Datenquellen dienten dabei die von den Instituten selbst verfassten Tätigkeitsberichte sowie mehrere bibliografische Datenbanken (Inspec, SCI, HEP).
Die Untersuchung kommt zum Schluss, dass eine quantitative Institutsevaluierung nicht nur von den zugrunde liegenden Indikatoren, sondern auch von den verwendeten Datenquellen abhängt. Aus diesem Grund ist eine vereinfachte und beschleunigte quantitative Institutsevaluierung mit Hilfe von Datenbanken nur eingeschränkt möglich. Bei der Ermittlung der Produktivitätszahlen besteht das Hauptproblem vor allem in den verschiedenen Abdeckungsgraden der einzelnen Datenbanken. Darüber hinaus ist bei vielen Datenbanken nur eine eingeschränkte Recherche nach den Institutsangaben möglich.
Monika Bargmann
FH-Studiengang Informationsberufe
Wolfgarten, 7000 Eisenstadt
Bargmann@info.fh-eisenstadt.ac.at
Christoph Bart
FH-Studiengang Informationsberufe
Wolfgarten, 7000 Eisenstadt
Bart@info.fh-eisenstadt.ac.at
Juan Gorraiz
Zentralbibliothek für Physik
Boltzmanngasse 5, 1090 Wien
gj@ap.univie.ac.at
Tel. 01/4277-27600
Christian Schlögl
Institut für Informationswissenschaft
Universitätsstraße 15/F3, 8010 Graz
Christian.schloegl@kfunigraz.ac.at
Tel. 0316/380-3566
Mag. Bruno Bauer
(Österreichische Zentralbibliothek für Medizin Wien):
"Der Einsatz elektronischer Zeitschriften in Österreich - Erfahrungen und Perspektiven
aus dem Fachbereich Medizin"
In der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek (EZB) ist Medizin mit 2.150 (von insgesamt mehr als 8.200) erfaßten Titeln das am stärksten vertretene Fach, das auch, wenn man sämtliche 130 an der EZB beteiligten Bibliotheken, Konsortien und Forschungseinrichtungen berücksichtigt, die weitaus größte Nutzung erzielt.
Die Österreichische Zentralbibliothek für Medizin, die bereits seit Herbst 1997 den Angehörigen der medizinischen Fakultät an der Universität Wien den Zugang zu elektronischen Volltextzeitschriften ermöglicht, ging im Sommer 2000 eine Kooperation mit der EZB ein.
Um die Akzeptanz der von der Zentralbibliothek in der EZB angebotenen Volltextzeitschriften zu evaluieren und um Kenntnis über die Erweiterungswünsche der Benutzer zu erlangen, wurde im Dezember 2000 eine Umfrage mittels elektronischem Newsletter durchgeführt.
60 Wissenschaftler aus fast allen Instituten und Kliniken dokumentierten in ihren Antworten den deutlichen Meinungsumschwung, der sich an der medizinischen Fakultät der Universität Wien in den letzten zwei Jahren zugunsten der elektronischen Volltextzeitschriften vollzogen hat.
Die Rückmeldungen bezüglich der online benutzen bzw. im Angebot der Zentralbibliothek vermißten Volltextzeitschriften sowie die detaillierten Nutzungsstatistiken aus der EZB wurden mit einer 1998 an der Zentralbibliothek durchgeführten Benutzungserhebung bei den Print-Zeitschriften verglichen. Erneut wurde der Zusammenhang zwischen Benutzung und Impact Faktor evident. Die 1998 besonders intensiv genutzten Top-Journale (Lancet, Circulation, JBC, Blood, PNAS, J. immunol., BMJ, NWJM, EMBO j., JAMA) behaupteten sich auch in der aktuellen Nutzungsstatistik im absoluten Spitzenfeld.
Die genannten Kriterien - Benutzerwünsche, Zugriffsstatistiken und Impact Faktor - sollten deshalb in künftigen Lizenzverhandlungen für den Zugriff auf elektronische Volltextzeitschriften sowohl für einzelne Bibliotheken als auch für Konsortien verstärkt Berücksichtigung finden.
Mag. Bruno Bauer
Österreichische Zentralbibliothek für Medizin
Währinger Gürtel 18-20
A-1097 Wien
Tel.: +43-(0)-1-40400-1082
Fax: +43-(0)-1-40400-1086
E-Mail: Bruno.Bauer@akh-wien.ac.at
Vom Bibliothekar zum Info Broker
Die Entwicklungen im Bereich der Informations- und Dokumentenbeschafung
in den letzten Jahren haben zu großen Veränderungen bei Angebot
und Nachfrage geführt. Einerseits hat der Suchende heute enorme
Möglichkeiten selber in der Datenflut des Netzes nach relevanten Ergebnissen zu
kommen, die weit über das früher vorstellbare hinausgehen. Anderseits
zeigt sich sich auch weiterhin der Trend dafür Spezialisten aus
dem Bereich der Bibliotheken oder der privaten Wissens- und
Informationsvermittler heranzuziehen.
Der Vortragende kennt mittlerweile beide Welten und
möchte eine kurze Darstellung über die Perspektiven, sowohl für
den nicht komerziellen Bereich als auch für die größer werdende
Zahl der Info Broker skizzieren. Ausführungen zur belebenden Konkurrenz,
die mit Sicherheit schon jetzt zu Qualitätsverbesserungen führte,
schließen das kurze Referat ab.
Der Referent war fast acht Jahre an der Bibliothek der
Wirtschaftsuniversitaet in Wien tätig und ist seit einigen Monaten selbstständiger Info
Broker und Dokumentenbeschaffer.
Kontakt: Michael Bracsevits - Leystrasse 80, A-1200 Wien
bracsevits@documentdelivery.at / Tel: 069911303253 oder 06767189935
(Österreichische Kontrollbank AG Wien, Bank- und Wirtschaftsinformation):
"Integriertes Informationsmanagement - Synergien und Potentiale eines erfolgreichen Konzepts - ein Fallbeispiel
aus der Praxis"
Wie kann ein integriertes Informationsmanagementsystem innerhalb einer Organisation aufgebaut werden und
welche Faktoren sind dabei zu beachten? Wieso ist gerade für ein Unternehmen - wie die Oesterreichische
Kontrollbank AG - die effiziente Durchführung des Informationsmanagements so entscheidend?
Welches Anforderungsprofil sollten Mitarbeiter des zentral organisierten Informationskompentenzzentrums
erfüllen, um die Aufgaben erfolgreich durchführen zu können? Wie ist die Informationsabteilung
in die Organisationsstruktur des Unternehmens eingegliedert? Welche Tätigkeiten können bzw. sollen
von der zentralen Informationsstelle abgewickelt werden? Welche Techniken werden zur Produktion von
Information angewendet? Wie kann Information in der Organisation bzw. in dem Informationskompetenzzentrum
gewinnbringend genutzt werden - welche tools eignen sich besonders dafür? Wie wird Information kompetent
und maßgeschneidert vermittelt? Welche Synergiepotentiale entstehen durch die gleichzeitige
Tätigkeit als Informationsproduzent, - user und -vermittler und wie werden diese Synergien
erfolgreich genutzt? Wie können aus Dienstleistungen, die für unternehmensinterne Zwecke
konzipiert wurden, marktfähige Produkte für externe Kunden entwickelt werden? Die oben
angeführten Fragen sollen in dem Vortrag anhand der praktischen Erfahrungen der Bank- und
Wirtschaftsinformation der Oesterreichischen Kontrollbank AG kurz diskutiert werden.
Mag. Elisabeth Fink
Österreichische Kontrollbank AG
Bank- und Wirtschaftsinformation
Strauchgasse 1
A-1010 Wien
Tel.: +43-(0)-1-53127-361
Fax: +43-(0)-1-53127-818
E-Mail: elisabeth.fink@oekb.co.at
Universitaet Trier
Ist Wissenschaftsevaluation unvermeidlich innovationshemmend?
Die Evaluation der Wissenschaft wird hierzulande gerne als Instrument der
Qualitaetssicherung und als probates Mittel zur "Verschlankung der
Wissensproduktion" durch Aussieben unproduktiver Forscher angesehen. Das
Ideal der neuen Wissenschaftspolitik bestuende darin, die bisher eher
"chaotische" und "zufaellige" Weise des Zustandekommens von Innovationen
durch einen kontrollierten Prozess zu ersetzen, den man politisch steuern
kann. Ist dies eine begruendete Hoffnung - oder eine Fehlspekulation, die
auf eine mangelhafte Einsicht in die Entstehungsbedingungen des Wissens
verweist? Welche sozialen und historischen Prozesse stehen im Hintergrund,
wenn konsensuelle Regel und Massstaebe einer Gruppe zur Bewertung der
Arbeit, Projekte und Ideen anderer herangezogen werden? Wie werden Neuerer,
deren Verhalten soziologisch oft (vielleicht sogar in der Regel) als
"abweichend" einzustufen ist, vor den strengen Massstaeben konsensbasierter
Wissenschaft abschneiden?"
Universitaet Linz
Anonyme Kritik: Peer Review auf dem Prüfstand der theoretisch-empirischen Wissenschaftsforschung
Wissenschaftstheorethisch gesehen gehört Evaluation (im Sinne von Kritik,
Bewertung von Theorien, Methoden, Befunden nach "wissenschaftsinternen"
Kriterien) von vornherein zum wissenschaftlichen Alltagshandeln, ist
konstitutiv für alle wissenschaftliche Methoden. Was viele
WissenschaftlerInnen in letzter Zeit eher empört, ist der Versuch, von
aussen, etwa geleitet von Prinzipien normaler Marktforschung oder
Controlling-Verfahren, die Parameter festzulegen. Es geht um
Gegen-Evaluation: Wer evaluiert die Evaluierer? Wer begutachtet die
Gutachter? Wer misst die Messer? Neben der evaluativen Szientometrie stehen
auch die diversen Peer-Review-Systeme auf dem Pruefstand der
theoretisch-empirischen Wissenschaftsforschung: Schwere Leistungsmaengel
des etablierten Bewertungs- und Kontrollsystems zeigen sich im Konnex von
Plagiat, Betrug und Taeuschung. Trotz plumper und offensichtlicher
Manipulationen wurden bisher nur wenige der zahlreichen bekanntgewordenen
Faelle devianten wissenschaftlichen Verhaltens durch anonyme Gutachter
aufgedeckt. Auch zahlreiche negative Befunde empirischer Studien zu den
Peer-Review-Systemen ramponieren ihren Ruf. Einige besonders prägnante
Untersuchungen sollen im Vortrag vorgestellt und diskutiert werden.
Ass.-Prof. Dr. Gerhard Fröhlich
Universität Linz
Institut für Philosophie
Freistädterstraße 315
A-4040 Linz
Tel.: +43-732-2468-7292
Fax: +43-732-2468-7195
E-Mail: gerhard.froehlich@iwp.uni-linz.ac.at
(MineSoft Ltd):
www.TrademarkExplorer.de , die größte deutschsprachige Suchmaschine für nationale, internationale und europäische Gemeinschaftsmarken
TrademarkExplorer ist eine leicht zu bedienende Web-Oberfläche, die genaue, ähnliche oder phonetisch gleichlautende Recherchen ermöglicht. Entweder in einer einzelnen oder in mehreren Markendatenbank gleichzeitig. Der Nutzer hat Zugriff auf über 12 Mio. Marken und über 2.6 Mio Logos!
Darüberhinaus bietet TrademarkExplorer.de klare, übersichtliche Anzeigen, einen permanenten Speicher, der die komplette Sitzung mit aufzeichnet und eine Buchführungsfunktion, wo die Recherchestrategien und Kosten auch Monate später noch überprüft werden können.
Nicole Gladden
MineSoft Ltd
Tel.: +49-(0)-6034-914900
Fax: +49-(0)-6034-914910
E-Mail: ngladden@minesoft.com
Dr. Franz Graf-Stuhlhofer
(Wien):
"Die Bewertung von Innovationen in der Geschichte der Naturwissenschaften"
Es geht hier vor allem um Vorgänge in der Entwicklung der Naturwissenschaften
und um das Agieren der jeweiligen Zeitgenossen. Die spätere - in vieler Hinsicht damit
in Kontinuität stehende - Beurteilung seitens der Naturwissenschaftshistoriker soll hier
eher zurückgestellt werden. Bei einer systematischen Betrachtung dieses
Themas ergeben sich zwei Fragenkomplexe:
Wie wird auf Innovationen reagiert, wie setzen sie sich durch?
Mögliche Reaktionen betreffen Wichtigkeit (wenn als unwichtig eingeschätzt, folgt Ignoranz) und Richtigkeit der Innovation. Welche Faktoren spielen bei der Durchsetzung von Innovationen mit? Bei grundlegenden, umfassenden Theorien - für deren Beurteilung im allgemeinen entsprechend mehr Zeit benötigt wird - ist ein hoher Status des Innovators vorteilhaft, andernfalls wird die "umstürzlerische" Theorie schnell als Idee eines Außenseiters und "Abweichlers" abgetan.
Wie werden Innovationen mit einem Urheber in Verbindung gebracht?
Bei einem Geschichtsbild, das Masse und soziale Faktoren betont, werden nicht so stark einzelne "große Männer" hervorgehoben (wie das aber sogar im Ostblock-Kommunismus geschah). Auch die Zunahme von Teamarbeit sowie ein Beachten von "Vorläufern" führt zur Verringerung der Hochschätzung des eigentlichen Innovators. (Manche Belohnungs-Systeme, wie Nobelpreise oder Eponymie, erzwingen aber das Herausheben einzelner Forscher.) Daß jemand als Innovator gilt, liegt vor allem - aber nicht unbedingt - an der durch sein Tun hervorgerufenen Wirkung, also an seiner "Geschichtsmächtigkeit" (Durchsetzung der Theorie, Begründung eines intensiv betriebenen Forschungszweiges).
Dr. Franz Graf-Stuhlhofer
Krottenbachstraße 122/20/5
A-1190 Wien
Tel. +43-(0)-1-44 045 87
E-Mail: stuhlhofer@crossnet.at
(Cultural Service Centre, Graz):
"CULTIVATE-EU"
Die Begleitmaßnahme CULTIVATE-EU wurde seitens der Europäischen Commission,
Directorate-General Information Society - Cultural heritage applications, im Rahmen des
5. Rahmenprogrammes, IST - Information Society Technologies, ins Leben gerufen.
Knappe Beschreibung des IST-Programms und seiner Ziele
CULTIVATE-EU soll ein Netzwerk europäischen kulturellen Erbes mit 16 Partnern in
14 europäischen Ländern aufbauen. Dieses Netzwerk wird die Arbeit der ehemaligen National Focal Points des "Telematics for Libraries" Programms des 3. und 4. Rahmenprogramms der EU fortführen, seine Tätigkeit wird sich aber auch auf andere kulturelle Einrichtungen wie zum Beispiel Archive, Museen, und Galerien erstrecken.
Aufgaben
Den Bekanntheitsgrad des IST Programms im Bereich der Entwicklung und der Verwendung von
Informationstechnologien im Kulturbereich in Europa zu steigern. Die Quantität und die
Qualität der eingereichten Anträge im IST Programm zu heben. Dieses Ziel soll mittels elektronischer Informationsdienstleistungen, Informationstage und individueller Beratung erreicht werden. Europäische Einrichtungen sollen mit nationalen Stellen im Kulturbereich in Verbindung stehen, um Informationen zu den Aktivitäten der EU direkt und schnell dem einzelnen Anfrager zu übermitteln (und vice versa).
In jedem Land gibt es einen "National Node", der mir den kulturellen Institutionen des Landes
in Kontakt tritt, in Österreich ist es das Cultural Service Centre Austria.
Beschreibung der Tätigkeiten des Cultural Service Centre Austria in seiner Funktion als National Node
http://www.cultivate.at
Mag. Karin Hafner
CSC Austria
Cultural Service Centre
Hans-Sachs-Gasse 14/III
A-8010 Graz
Tel.: +43-(0)-316-811210-0
Fax:+43-(0)-316-811210-30
E-Mail: karin.hafner@cscaustria.at
(Angewandte Informationstechnik Forschungsgesellschaft mbH Graz):
"ADLIB MUSEUM"
ADLIB Museum ist ein Computerprogramm das eigens für die Sammlungsverwaltung in Museen entworfen wurde. Es ist mit sämtlichen Funktionen ausgestattet, die ein professionelles Sammlungsmanagement erfordert. Zu den Standardmöglichkeiten gehören sowohl die Einbettung von Abbildungen und einer Thesaurusstruktur, als auch die Ausgabe an externe Dokumente, wie Word- oder Excel-Dateien und Internetseiten. Internationalen Standards wurde große Sorgfalt gewidmet, so dass die Möglichkeiten für einen Datenaustausch optimal gegeben sind.
Eine klar gestaltete Benutzeroberfläche, konsequentes Layout,
übersichtliche Registerkarten und kontextabhängige Hilfetexte sorgen dafür, dass
die Arbeit mit Adlib einfach und vor allem effizient verläuft.
Das Programm ist in folgenden drei Modulvarianten erhältlich:
ADLIB Museum Basis
Eine kompakte und sofort einsatzfähige Version des Anwendungsprogramms, in der alle Felder aus der Basisregistrierung für Sammlungsgegenstände und Bildmaterial enthalten sind. Thesauruseinbindung, Integrierung von Bildmaterial.
ADLIB Museum Standard
Hier wurden die CIDOC Guidelines als Grundlage integriert. Die Erfassungsmaske enthält zahlreiche SPECTRUM Felder und kann spezifischen Wünschen und Anforderungen angepasst werden. Das Programm verfügt außerdem über eine Bibliotheks- und Dokumentationsdatei.
ADLIB Museum Plus
Hier wurde die Standardausführung um den Programmteil Bibliothek erweitert. Diese Applikation lässt sich um einzelne Module für Ausleihe, Bestellung und Zeitschriftenverwaltung ergänzen.
http://www.adlibsoft.com
http://www.ait.co.at
Mag. Karin Hafner
AIT - Angewandte Informationstechnik Forschungsgesellschaft mbH
Hans-Sachs-Gasse 14/III
A-8010 Graz
Tel.: +43-(0)-316-835359-0
Fax: +43-(0)-316-835359-75
E-Mail: admin@ait.co.at
http://www.ait.co.at
(AGI - Information Management Consultants, Neustadt an der Weinstraße):
"Methoden und Applikationen für mehrsprachiges Wissensmanagement"
Lotus Notes & Domino hat als Plattform für Information & Knowledge Management in meist
global agierenden Unternehmen eine große Bedeutung erlangt. Gerade wegen des globalen Erfolgs
nehmen mehrsprachige Anwendungen eine zunehmend wichtigere Rolle ein. IT-gestützte Werkzeuge
und Verfahren zur Bewältigung der Mehrsprachigkeit sind zwar seit gut 30 Jahren in Entwicklung,
- gewinnen aber angesichts solcher Plattformen zunehmend an Verbreitung. Mehrsprachigkeit gilt für
die Programmoberflächen, mehrnoch geht es aber um den - neudeutsch - Content.
Für Dokumentare lassen sich damit Thesauri und Klassifikationen entwickeln (IC INDEX) -
dezentral und multilingual. Die Indexierung von Dokumenten kann mittels Fachterminologien sowohl
konventionell gut unterstützt werden, darüber hinaus lassen sich aber mittels linguistischen
Verfahren Texte maschinell indexieren (IC CAI-Engine) - unter Berücksichtigung ebensolcher Thesauri
oder Klassifikationen. Indexierte Texte können wiederum statistisch ausgewertet ein Messinstrument
für neue oder bereits eingeführte Terme sein (IC CATE). Werden die Deskriptoren bei der Vergabe dank eines Thesaurus gleich automatisch in andere Sprachen übertragen, liegt eine mehrsprachige Indexierung vor. So lassen sich Dokumente über Sprachgrenzen hinweg finden. Doch erst durch die maschinelle Übersetzung, läßt sich der gefundene Inhalt soweit erahnen, dass evtl. eine zusätzliche Humanübersetzung angefordert wird. Im Gespräch darüber mit Fachkollegen kann in Lotus Sametime live zum Online-Chat die maschinelle Übersetzung via Internet zugeschaltet werden. Für die Entwickler von Software-Programmen liefert die zugehörige Lotus Global Workbench die Möglichkeit, Programmoberflächen in weitere Sprachen zu konvertieren.
Dipl.-Inf.wiss. Manfred Hauer M.A.
AGI - Information Management Consultants
Mandelring 238b
D-67433 Neustadt/Weinstrasse
Tel.: +49-(0)-6321-9635-10
Fax: +49-(0)-6321-9635-29
E-Mail: Manfred.Hauer@agi-imc.de
http://www.agi-imc.de
(Universitätsbibliothek Innsbruck):
Umwege, Sackgassen und Fallen auf dem Weg zu Konsortien
Österreich ist bekanntlich eines der ganz wenigen
Länder mit vergleichbarem Bruttonationalprodukt,
das über kein fix etabliertes und mit Personal,
Budget und Rechtsstatus ausgestattetes Konsortium
verfügt, das nach innen den Bedarf an Datenbanken
und elektronischen Informationssystemen erhebt und
nach außen Verträge abschließt und unterschreibt.
Notgedrungen haben sich so produktbezogene
ad-hoc-Konsortien gebildet, die unter wechselnder
Federführung mit den Firmen koordinierte
Einzelverträge aushandeln.
Dementsprechend vielfältig sind die Umwege,
Sackgassen und Fallen auf dem Weg zu solchen
Verträgen, nämlich (1) die hausgemachten und (2)
die externen. Zu (1) gehören die organisatorischen
Schwierigkeiten bei der Beantwortung der Fragen
"Wer macht mit?", "Wie werden die Kosten
aufgeteilt?", "Wer unterschreibt?" etc. Zu (2)
zählen Missverständnisse, die bei den oft zähen
Verhandlungen mit den Firmen unweigerlich
auftreten und erstaunlicherweise stets zugunsten
der Firmen aufgeklärt werden, etwa "Werden bei der
Bemessung von Aufpreisen zwecks Zugangs zu
Online-Zeitschriften die Abbestellungen von
Printabos berücksichtigt oder nicht?". Hiebei
drängt sich der Verdacht auf, dass manche Firmen
unter allen Umständen den Umsatz des Vorjahres
nicht nur halten, sondern steigern wollen.
Als Fazit bleibt die Forderung nach der Gründung
einer federführenden Institution, die auch in
Zeiten der Dezentralisierung des österreichischen
Universitätswesens zentrale Aufgaben wahrnimmt und
ggf. (vor)finanziert. Möglich erscheint auch die
Übertragung dieser Aufgaben an bereits
existierende Institutionen, etwa an jene, die im
Bereich des Bildungsressorts die
Bibliotheksautomation lizensiert und betreibt,
oder die Auslagerung von Konsortialagenden an
private Firmen.
Dr. Heinz Hauffe
Universitätsbibliothek Innsbruck
Innrain 50, A-6010 Innsbruck
Tel.: +43 (0) 512-507/ 2405
Fax: +43 (0) 512-507/ 2893
E-Mail: Heinz.Hauffe@uibk.ac.at
http://ub.uibk.ac.at/hauffe.html
(Universität Bielefeld):
"Die Praxis des Peer Review. Manuskriptevaluation in einer Fachzeitschrift"
Der Peer Review und die Peer Review-Forschung leiden gleichermaßen an einem szientistischen Ideal:
der Vorstellung, daß wissenschaftliche Güte sich 'messen' ließe. Vor dem Hintergrund einer ethnographischen
Fallstudie zur Herausgeberkommunikation in einer soziologischen Fachzeitschrift wird gezeigt, daß dieses
Ideal am durch und durch sozialen Charakter informeller Wissenschaftskommunikation scheitern muß.
Die Qualität von Manuskripten und die Leistungsfähigkeit von Peer Review-Verfahren muß nach anderen
Kriterien bewertet werden als nach der Reliabilität von Messoperationen.
PD Dr. Stefan Hirschauer
Universität Bielefeld
Danziger Strasse 17
D-33605 Bielefeld
Tel.: +49-(0)-521-238623
E-Mail: stefan.hirschauer@uni-bielefeld.de
(K.G. Saur Verlag München /A Gale Group Thomson Learning Company)
Electronic Resource Centers
- Biography Resource Center
- Business & Company Resource Center
- Health & Wellness Resource Center
- History Resource Center: US
- Literature Resource Center
- Student Resource Center
Die Grundlagen für eine Zusammenstellung von Informationen mit
unschätzbarem Wert waren schon immer Volltext-Zeitschriften und
renomierte, anerkannte Nachschlagewerke und wesentliche Quellendokumente.
Die Web-basierten Resource Centers bringen alle diese Informationen in
einer Datenbank zusammen und machen es einfach, die Information, die der
Nutzer benötigt mit einer einzigen Recherche und einem einzigen Abonnement
zu finden. Mit den Resource Centers ist ein Kinderspiel, Informationen
über Wirtschaft, Menschen, Geschichte, literarische Meisterwerke und mehr
ausfindig zu machen.
Die nicht ausschließliche Berücksichtigung von Zeitschriften Volltexten,
sondern die Zusammenführung der verschiedensten Quellen, bei
gleichzeitiger Konzentration auf ein Fachgebiet, Thema stellen das
Besondere der Resource Centers dar und heben diese positiv von anderen
Online Produkten ab.
(Universitätsbibliothek Regensburg):
Die Elektronische Zeitschriftenbibliothek (EZB) - Stand und Perspektiven
Die Elektronische Zeitschriftenbibliothek (EZB) ist ein von der Universitätsbibliothek
Regensburg entwickelter Internet-Service zur Nutzung wissenschaftlicher Volltextzeitschriften.
Dieser Dienst wird gegenwärtig von 139 - darunter 11 österreichischen - Bibliotheken eingesetzt
und gemeinsam betrieben. Die Titel werden kooperativ gesammelt und gepflegt. Jede beteiligte Einrichtung
kann ihre Zugriffsrechte selbständig verwalten und eigene Benutzerhinweise integrieren.
Darüber hinaus ist die EZB mit anderen elektronischen Diensten,
wie etwa mit Bibliothekskatalogen, bibliographischen Datenbanken oder digitalen Bibliotheken
verknüpft und dadurch in verschiedener Weise in das Dienstleistungsspektrum von Bibliotheken integriert.
Ständig steigende Nutzungszahlen belegen eine hohe Akzeptanz der EZB durch die Benutzer.
Um die Attraktivität noch weiter zu erhöhen, wird die EZB gegenwärtig von der Universitätsbibliothek
Regensburg in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt ausgebaut.
Ziel ist dabei, neue benutzerbezogene Dienste in die EZB zu integrieren. Neben der Erstellung einer
englischsprachigen Oberfläche ist geplant, die Suchfunktionen durch eine Aufsatzsuche zu verbessern
und neue nutzerorientierte Funktionen, wie etwa Alertingdienste, zu entwickeln.
Die Referentin demonstriert einige wichtige Funktionen der EZB, thematisiert Erfahrungen zu deren Nutzung
und berichtet über den Stand der Entwicklungen sowie die weiteren Planungen.
URL der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek:
http://www.bibliothek.uni-regensburg.de/ezeit/
Weitere Informationen zur EZB:
http://www.bibliothek.uni-regensburg.de/ezeit/about.phtml
Dr. Evelinde Hutzler
Universitätsbibliothek Regensburg
D-93042 Regensburg
Tel: +49-(0)-941/943-4411
Fax: +49-(0)-941/943-3285
E-Mail: Evelinde.Hutzler@bibliothek.uni-regensburg.de
Max Kaiser
(Österreichisches Literaturarchiv, Österreichische Nationalbibliothek Wien):
"LEAF - Linking and Exploring Authority Files"
LEAF (Laufzeit: März 2001-Februar 2004), an dem das Österreichische Literaturarchiv
der Österreichischen Nationalbibliothek beteiligt ist, wird gefördert im Rahmen des Programms Information Society Technologies (IST) der Europäischen Kommission. Die Koordination liegt bei der Staatsbibliothek zu Berlin, Projektteilnehmer sind neben der ÖNB vierzehn Archive, Bibliotheken, Dokumentationsstellen sowie Institute für Informationssysteme aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowenien und Spanien. Zahlreiche weitere Institutionen aus Dänemark, Estland, Italien, den Niederlanden, Polen, Spanien, Ungarn und den USA werden als "observing partners" in das Projekt eingebunden sein.
Ziel ist die Entwicklung einer Modellarchitektur für ein verteiltes Suchsystem zu
bereits existierenden europäischen Dateien zu Personen und Körperschaften. LEAF soll als eine Erweiterung des bereits existierenden europäischen Netzwerks von Online-Katalogen implementiert werden, das 1998 bis 2001 im Rahmen des EU-Projekts MALVINE (Manuscripts and Letters Via Integrated Networks in Europe, www.malvine.org) entwickelt wurde.
Das MALVINE-Netzwerk, das Informationen zu europäischen Autographen- und Nachlaßbeständen bietet, soll zu einem Informationsservice zu Personen- und Körperschaftsdaten erweitert werden. Durch die Verwendung von Normdaten (Authority Files), die international in Bibliotheken, Archiven und Museen für Personen- und Körperschaftsnamen verwendet werden, wird die Qualität der Daten sichergestellt werden. Das im Rahmen von LEAF zu entwickelnde Suchsystem wird die bereits vorhandenen Daten existierender elektronischer Kataloge benutzen und die Namensnormdaten mit Daten zu entsprechenden Beständen der beteiligten Institutionen verknüpfen. LEAF wird Informationen strukturell sehr verschiedener Institutionen und Datenanbieter verbinden (Bibliotheken, Museen, Archive, Dokumentationszentren, Editionsprojekte, Autographenhändler, biographische Referenzwerke usw.). Es wird auch möglich sein, kleine Einrichtungen einzubinden, die dadurch ihr Informationsangebot zugänglich machen können.
Mag. Max Kaiser
Österreichisches Literaturarchiv
Österreichische Nationalbibliothek
Josefsplatz 1
A-1015 Wien
Tel.: +43-(0)-1-53410-370
Fax: +43-(0)-1-53410-340
E-Mail: max.kaiser@onb.ac.at
(UB Wien):
"Ver-NETZ-te Verhandlungen - ISI-Web of Science und andere Konsortien aus der Sicht der UB Wien"
Als erste Universitätsbibliothek in Österreich hat die UB Wien im November 1999
den Vertrag für einen Web-Zugang zum Science-Citation-Index Expanded abgeschlossen und damit
eine deutliche Erweiterung der Suchmöglichkeiten für Studenten und Wissenschafter angeboten.
Auch die Backfiles der Jahre 1997 und 1998 sind enthalten. Dazu werden die Journal Citation Reports (Science) angeboten.
Im Juni 2000 wurde dann ein Mini-Consortium mit der UB der Veterinärmedizinischen Universität vereinbart. Seit November 2000 sind auch die UB Innsbruck und die UB Graz Mitglieder des Konsortiums. Für den WEB-SSCI gab es ein Angebot für UB Wien, UB der WU Wien und UB Graz, es kam aber nach dem "nein" der WU zu keinem Abschluss. Ein "Free Trial" für Current Contents war im Dezember 2000 an der UB Wien verfügbar, eine Auswertung wird im Rahmen des Referats erfolgen.
Mag. Renate Klepp
Universitätsbibliothek Wien
Dr. Karl Lueger-Ring 1
A-1010 Wien
Tel.: +43-(0)-1-4277-15030
Fax: +43-(0)-1-4277-9150
E-Mail: renate.klepp@univie.ac.at
(AIT Angewandte Informationstechnik Forschungsgesellschaft mbH Graz):
"EU-Projekt REGNET - Cultural Heritage in REGional NETworks"
Das Ziel von REGNET ist der Aufbau von Dienstleistungszentren (Cultural Service Centres) die kulturelles Organisationen (Museen, Bibliotheken, Archive, Galerien), Künstlern, Fachleuten, Touristen, etc. bei der Entwicklung und beim Betrieb von Datenbanken, der Entwicklung von Informationsprodukten und -dienstleistungen sowie beim Einstieg ins e-Business unterstützen sollen. Die Einbindung von Museum-Shops soll die Vermarktung "digitaler" Güter mit "realen" Produkten verbinden. Ziel ist es Kulturgüter mit besonderer regionaler Bedeutung über das Internet zu präsentieren und die im Zusammenhang stehende digitalisierten Informationen zu vermarkten. REGNET sieht auch den Zugang zu den Service-Zentren über drahtlose Kommunikation vor und wird mit einem weltweit bekannten Hersteller von Mobiltelefonen einen UMTS-Testversuch durchführen.
Das Projekt ist in eine Implementierungs- und eine Demonstrationsphase unterteilt. Das Hauptaugenmerk der technischen Forschung liegt dabei auf Inhalts-, Platform und Geschäftsprozessgenerierung auf der Basis von aktuellsten Technologien wie XML und verteilten Suchmechanismen auf der Grundlage von Dublin Core Metadaten. Geschäftsprozesse im Bereich des Publizierens werden die Basis für die Implementierung eines Publikationssystems darstellen, welches auch Klein- und Mittelbetrieben die Erzeugung elektronischer Publikationen ermöglichen wird. Die Demonstration des Systems erfolgt vorerst in vier Europäischen Regionen.
Zusatzinformation:
Das Projekt "REGNET-Cultural Heritage in REGional NETworks" ist von der Firma AIT-Angewandte Informationstechnik Forschungsgesellschaft mbH als Koordinator im Konzept entwickelt und vorbereitet worden. Es wurde im dritten Call des IST-Information Society Technologies-Programmes unter der Leitlinie III.1.4 "Access to digital collections of cultural and scientific content" am 10. Mai 2000 eingereicht und anschließend positiv evaluiert. Der Beginn des Projektes REGNET unter der Vertragsnummer IST-2000-26336 der europäischen Kommission ist mit 1. Februar 2001 geplant.
Das Projekt vereint 24 Partner aus einem Dutzend Staaten der europäischen Union, sowie aus Russland und Bulgarien. REGNET wird 24 Monate dauern und verfügt über ein Gesamtbudget von etwas mehr als 5,3 Mio. EURO, wobei 48,6% der Gesamtprojektkosten von der Europäischen Union gefördert werden.
Mag. Gerda Koch
AIT-Angewandte Informationstechnik Forschungsgesellschaft mbH
Hans-Sachsgasse 14/III
A-8010 Graz
Tel.: +43-(0)-316-835359-0
Fax: +43-(0)-316-835359-75
E-Mail: kochg@ait.co.at
http://www.ait.co.at
Gabriele Krisch und Georg Güntner
(Salzburg NewMediaLab):
"Kulturerbe auf Mausklick: COVAX und Kulturerbe:Online"
Öffentliche Museen und private Sammlungen, Bibliotheken, Galerien und Archive, jederzeit zugänglich - das ist heute noch Vision. Im 5. Rahmenprogramm der Europäischen Union entsteht vom 1.1.2000 bis 31.12.2001 das Projekt "COntemporary Culture Virtual Archives in XML" (COVAX, http://www.covax.org). Dieses Gemeinschaftsprojekt von Kulturanbietern und von Forschungseinrichtungen aus Spanien, England, Italien, Schweden und Österreich setzt einen wichtigen Schritt in diese Richtung.
Im österreichischen Folgeprojekt Kulturerbe:online werden die Ergebnisse des EU-Projekts COVAX auch österreichischen Kulturinstitutionen zugänglich gemacht. Kulturerbe:online bietet eine benutzerfreundliche Suchmaschine für das Kulturerbe Österreichs. Diese Suchmaschine macht die Kataloge der Kulturinstitutionen aus einer einheitlichen Sicht zugänglich und verweist auf die ausführlichen, von den Partnerinstitutionen gepflegten Datenbestände. Kulturerbe:Online ist ein Projekt des Salzburg NewMediaLab (Kompetenzzentrum für Neue Medien im Rahmen der Aktionslinie industrieller Kompetenzzentren des BMWA). Das Projektkonsortium besteht aus der Österreichischen Nationalbibliothek, AIT Graz, Cultural Service Centre Graz, Software AG und Salzburg Research Forschungsgesellschaft (Projektleitung).
DI Georg Güntner (Projektleiter) stellt die beiden Projekte vor und berichtet über XML, die entwickelten Metadatenstandards und Konvertierungs-Software, die die unterschiedlichen Standards der Bibliotheken, Museen und Archive vereinheitlicht.
Gabriele Krisch
Salzburg NewMediaLab
Jakob Haringer-Strasse 5
A-5020 Salzburg
Tel.: +43-(0)-662-2288-401
Fax: +43-(0)-662-2288-222
E-Mail: gabriele.krisch@salzburgresearch.at
http://www.salzburgresearch.at/
http://www.newmedialab.at/
(Österreichische Kontrollbank AG):
"Bausteine für ein erfolgreiches Informations-, Knowledge- und Content-Management"
Das Kompetenzzentrum der Österreichischen Kontrollbank im Bereich Business Knowledge stellt zwei seiner wichtigsten Tools im Wissensmanagement vor.
Die Datenbank FINECON und der online Pressespiegel sind die zentralen Instrumente des Wissensmanagements der OeKB. Sie ermöglichen es auch den Kunden der OeKB, das fundierte Know How und die Ressourcen eines Pools von Fachexperten in das eigene Knowledge Environment zu integrieren und sich so einen Wettbewerbsvorteil im Informationsmanagement zu sichern.
Die Datenbank FINECON stellt 200 internationale Knowledge Sources zum aktuellen Wirtschaftsgeschehen, über Business- und Managementfragen, Finanzmärkte und Börsen, Banken, Umwelt und Recht bereit: professionell bewertet und strukturiert aufbereitet.
Der online Pressespiegel liefert mit kundenindividuell selektierter Presseinformation eine Basis für Firmenanalysen, Markt- und Konkurrenzbeobachtung und strategische Entscheidungen.
Mag. Jutta Kurz
Österreichische Kontrollbank AG
Bank- und Wirtschaftsinformation
Strauchgasse 1
A-1010 Wien/Vienna
Tel.: +43-(0)-1-53127-311
Fax: +43-(0)-1-53127-818
E-Mail: jutta.kurz@oekb.co.at
Wim Luijendijk
(Fa. Ebsco Amsterdam):
"Die Informationsindustrie: Quo vadis"
Seit im Januar 1665 die erste wissenschaftliche Zeitschrift erschienen ist, wurden wir Zeuge eines enormen, explosionsartigen Anstiegs wissenschaftlicher Information und heute können wir mit Sicherheit sagen, dass täglich mehr als 100.000 Artikel produziert werden. Zumindest in den vergangenen 10 Jahren haben wir uns selbst in eine Situation manövriert, in der wir es uns nicht mehr länger leisten können, das zu kaufen, was wir in der Vergangenheit gekauft haben und unzählige Bibliotheken mussten unzählige Abonnements kündigen. Wir haben dies die Zeitschriftenkrise genannt.
Die technologischen Entwicklungen haben zuerst zum Entstehen von elektronischen Datenbanken geführt und später zur Schaffung von individuellen Online-Zeitschriften (z. Zt. ca. 9.000) und wir alle fangen an, uns zu fragen, ob der gegenwärtige Fortschritt uns helfen wird, einen Ausweg aus der Zeitschriftenkrise zu finden.
Die Zeitschriftenkrise wird manchmal als ein Circulus Vitiosus von Preiserhöhungen und Zeitschriftenabbestellungen beschrieben. Es gibt aber einen zweiten Teufelskreis, in dem die Forscher den Verlagen erlaubt haben, ihre starke, monopolistische Stellung auszubauen. Autoren erstklassiger Beiträge wollten schon immer in erstklassigen Zeitschriften publizieren. Ihre Artikel haben den Ruf und den wissesnchaftlichen Impact-Faktor dieser Zeitschriften noch gesteigert. Dies wiederum hat den psychologischen Druck auf andere Forscher erhöht, mehr Veröffentlichungen bei der selben Zeitschrift einzureichen usw... Die Universitäten und deren Geldgeber beschleunigen diesen Teufelskreis indem sie die Forscher unter Druck setzen, mehr und mehr zu publizieren, und zwar bevorzugt in prestigeträchtigen Zeitschriften mit einem hohen Impact-Faktor. Während dieses Prozesses vergessen die Forscher und die Universitäten, dass sie sich durch diesen Mechanismus selbst zwingen, für diese wissenschaftlichen Veröffentlichungen ewig steigende Preise zu bezahlen, und zwar an Verlage, die keinerlei Beitrag zu diesen Aktivitäten geleistet haben.
Als Folge der Zeitschriftenkrise wurde die Erwerbungspolitik jeder Bibliothek zu einem schmerzhaften Kompromiss zwischen den Anforderungen der Forscher und den Möglichkeiten des Budgets. Bibliotheken sind mehr als je zuvor von Leihverkehrssystemen abhängig. Wissenschaftler, die bislang die Probleme der Bibliothek als ähnlich trivial wie die Versorgung mit Strom und Wasser angesehen haben, werden sich heutzutage der finanziellen Aspekte bewusst, die mit der Informationsversorgung zusammenhängen. Immer eher akzeptieren sie, dass die Kosten für die Informationsversorgung in ihre Forschungsetats einfliessen sollten.
Wim Luijendijk
EBSCO Information Services Europe
P.O. Box 204
NL-1430 AE Aalsmeer
Tel.: +31-(0)-297-386-334
Fax: +31-(0)-297-386-382
E-Mail: wluijend@ebsco.com
(Universität Ljubljana):
Die Messung von Forschungsleistungen und die Unterschiede in der Publikationskultur
(am Beispiel der kleinen Wissenschaftsgemeinschaft Sloweniens)
Die bibliometrische Messung von Forschungsleistungen als Mittel der
Wissenschaftspolitik ist in Slowenien erst in den
letzten Jahren auf wachsendes Interesse gestoßen, sowohl in der
wissenschaftlichen Öffentlichkeit als auch bei den wichtigsten
Akteuren staatlicher Forschungspolitik. Dies geht mit den
Veränderungen des slowenischen Wissenschaftssystems in den letzten zehn Jahren
einher. Vor dieser Zeit mangelte es an Wettbewerb. Es fehlen daher in
Slowenien noch immer befriedigenden Instrumentarien zur Messung des
wissenschaftlichen Ouptuts.
Im Beitrag werden einige Resultate einer eigenen
bibliometrischen Untersuchung vorgestellt. Demnach unterscheidet
sich der "publizistische Habitus" der einzelnen wissenschaftlichen
Disziplinen auch in Slowenien sehr.
Doz. Dr. Franc Mali
Universität in Ljubljana
Fakultät für Sozialwissenschaften
Kardeljeva pl.5
SI- 1000 Ljubljana
Slowenien
Telephon: +386-1-5805-306
Fax:: +386-1-5805-101
E-Mail: franc.mali@uni-lj.si
(AK-Stmk. Bildungsabteilung, Graz):
"Your Money or Your Life" - Erfahrungsbericht über die Entwicklung eines
Kursprogramms unter Nutzung mehrerer Funktionen des Internets"
Ausgehend von einem Diskussionsbeitrag im internationalen Internet-Forum "Futurework" erhielt
ich den Hinweis auf einen US-Bestseller zum verantwortungsvollen Umgang mit den persönlichen Finanzen.
Das von den amerikanischen Konsumentenschützern Joe Dominguez und Vicki Robin entwickelte Kursprogramm
"Your Money or Your Life" war so überzeugend, dass die Bildungs- und die Konsumentenschutzabteilung der
AK Steiermark und die Schuldnerberatung beschlossen, das Konzept für österreichische
Verhältnisse zu adaptieren. In der darauffolgenden Entwicklungsarbeit konnten wir Erfahrungen
mit E-Commerce, transnationaler Telekooperation und Telelernen sammeln. Der Entwicklungsprozess ist
ein anwendungsbezogenes Beispiel für die Synergien in der Informationswirtschaft und für
die Globalisierung des Wissens.
Dr. Robert Neunteufel
Arbeiterkammer Stmk. Bildungsabteilung
H. Resel G. 8-14
A-8020 Graz
Tel.: +43-(0)-316-7799-354
Fax: +43-(0)-316-7799-353
E-Mail: robert.neunteufel@akstmk.at
(Österreichisches Forschungszentrum Seibersdorf):
"EINS-2: Die zweite Generation der European Information Network Services"
EINS (European Information Network Services) ist ein virtueller Host, der Online-Recherchen auf
allen Gebieten der Wissenschaft und Technik in unterschiedlichen Host-Systemen ermöglicht.
Das EINS Konsortium besteht aus bestehenden europäischen Hosts (Cineca, DIMDI, FIZ Karlsruhe,
Lexis-Nexis, Questel-Orbit) und anderen Informationsdiensten, sowie einer Reihe von nationalen EINS-Zentren
(für Österreich das Forschungszentrum Seibersdorf), die lokale Unterstützung vor Ort leisten.
Das Konsortium basiert auf Kooperationsabkommen, die es EINS erlauben, ihren Kunden eine Kombination aller dieser Dienste unter einem einzigen Password anzubieten.
Das neue Recherche-System EINS-2 wurde von Cineca entwickelt, dem technischen Zentrum von EINS. Es ist vollständig Web-basiert und bietet im "Professional Search" eine Kommandosprache "HyperQuest", mit der alle Datenbanken, unabhängig davon, auf welchem Host sie sich befinden, recherchiert werden können. Für Endbenutzer steht im "Easy Search" eine Suchmaske mit Benutzerführung zur Verfügung. Es ist jederzeit möglich, vom "Easy Search" in den "Professional Search" umzuschalten, ohne die bisher erarbeitete Suchstrategie zu verlieren. Weitere Dienste, wie EINS-Biosci (eine spezielle Schnittstelle zu den DIMDI-Datenbanken), Inside und AutoDoc (Document Delivery Dienste), I² (I-square: Information über Information) und EINSCafé (News, kulturelle und künstlerische Ereignisse in den Mitgliedsländern) ergänzen das Informationsangebot von EINS-2.
EINS-2 : http://www2.eins.org
Dr. Alexander Nevyjel
Österreichisches Forschungszentrum Seibersdorf
A-2444 Seibersdorf
Tel: +43-50550-3850
Fax: +43-50550-3860
E-Mail: nevyjel@arcs.ac.at
(Geschäftsstelle Konsortium der Schweizer Hochschulbibliotheken, ETH-Bibliothek Zürich):
"Das Konsortium der Schweizer Hochschulbibliotheken realisiert die Globalisierung im Kleinen"
Das gesamtschweizerische Kooperationsprojekt "Konsortium der Schweizer Hochschulbibliotheken" hat mit der Erwerbung der ersten nationalen Lizenzen für elektronische Informationsprodukte zum 1. Januar 2001 ein erstes Ziel erreicht.
Die Gründung eines nationalen Konsortiums zwischen den Schweizer Hochschulbibliotheken ist vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen keine Selbstverständlichkeit.
Was waren nun die Gründe für die Zusammenarbeit auf nationaler Ebene und welche Vorarbeiten mussten geleistet werden, bis das mit projektgebundenen Mitteln des Bundes geförderte und bis Ende 2003 befristete Projekt starten konnte?
Die Organisation des Konsortiums erfolgt über eine Geschäftsstelle, die an der ETH-Bibliothek Zürich angesiedelt ist und Ihren Betrieb zum 1. September vergangenen Jahres aufgenommen hat. Die Stelle fungiert als Drehscheibe zwischen allen Beteiligten, die an der Realisierung des Projektes beteiligt sind. Erste Erfahrungen mit der Einführung gesamtschweizerischer Lizenzen werden kritisch betrachtet und der weitere Projektverlauf wird vorgestellt.
Arlette Piguet
Geschäftsstelle Konsortium der Schweizer Hochschulbibliotheken
ETH-Bibliothek
Raemistrasse 101
CH-8092 Zürich
Tel.: +41-(0)-1-632-2179
Fax: +41-(0)-1-632-1357
E-Mail: piguet@library.ethz.ch
http://lib.consortium.ch/
Dr. Eveline Pipp
(Universitätsbibliothek Innsbruck)
"Volltextdatenbanken im Vergleich"
Die Universitätsbibliothek Innsbruck bietet derzeit den Universitätsangehörigen
Zugang zu 12 Referenzdatenbanken, die für einen Teil der Zitate direkten Zugriff auf den jeweiligen
Originalartikel in elektronischer Form erlauben. Anhand von Beispielrecherchen und anhand der
Zeitschriftenlisten der Datenbankanbieter soll der Überschneidungsgrad der von fachverwandten
Datenbanken erfaßten Zeitschriften analysiert werden.
Besonderes Augenmerk wird auf die Frage gelegt, ob die nur über bestimmte Datenbanken
erhältlichen Volltextzugriffe kostenlos im Web verfügbar wären oder ob sie - wenn keine Subskription für die jeweilige Datenbank bestünde - durch Verträge mit den jeweiligen Verlagen zugekauft werden müßten. Weiters wird eine Bewertung des durch bestimmte Datenbanken gegebenen kostenpflichtigen Volltextangebotes versucht (Peer-reviewing, BenutzerInnenwunschlisten, Impaktfaktoren).
Anhand der Nutzungsstatistiken dieser Datenbanken bzw. der EZB im Jahr 2000 soll aufgezeigt werden, inwieweit die BenutzerInnen bestimmter Fachbereiche über die verschiedenen Möglichkeiten des Volltextzugriffs informiert sind, und, ob bevorzugt nach Webzugängen zu bekannten Zeitschriften (in der EZB oder durch Suche nach Zeitschriftentiteln in Volltextdatenbanken) oder eher nach bestimmten Themen gesucht wird.
Vergleichende Kommentare zur Suchoberfläche der einzelnen Anbieter betreffen vor allem die Gestaltung der Volltextzugänge und Suchmöglichkeiten, die bei den meist vereinfachten Web-Suchoberflächen im Vergleich zur CD-ROM verloren gegangen sind.
Dr. Eveline Pipp
Universitätsbibliothek Innsbruck
Informationsvermittlungsstelle
Innrain 50
A-6010 Innsbruck
Tel.: ++43-512-507-2405
Fax: ++43-512-507-2864
E-Mail: eveline.pipp@uibk.ac.at
Eva Ramminger
(UB Innsbruck):
"Das Projekt "Dissertationen und Diplomarbeiten online" an der Universitätsbibliothek Innsbruck"
Das Projekt befindet sich nun in einer Testphase und soll auf der ODOK 2001 vorgestellt werden.
"Dissertationen und Diplomarbeiten online" sieht vor, an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
approbierte Hochschulschriften im Volltext zur Verfügung zu stellen. Damit wird dem internationalen
Trend nach online verfügbaren Texten Rechnung getragen. Im Gegensatz zu manchen ausländischen Initiativen
wird in Innsbruck jedoch das Angebot durch einen Book-on-demand-Service ergänzt. In der Präsentation
werden die Projekt- und Umsetzungsschritte demonstriert, wie auch Perspektiven für andere österreichische
Universitäten gezeigt.
Mag. Eva Ramminger
Universitätsbibliothek Innsbruck
http://ub.uibk.ac.at
Innrain 50 - A-6010 Innsbruck
Tel.: +43 (0) 512 507 2457
Fax: +43 (0) 512 507 2893
Das Referat hielt Dr. Alexander Nevyjel, Seibersorf.
(Blackwell Science & Blackwell Publishers, Oxford/Berlin):
"Die Bildung von Konsortien aus der Sicht eines Verlegers - das NESLI-Projekt in Großbritannien"
Seit geraumer Zeit machen sich Bibliotheken im akademischen als auch im Industriebereich Gedanken über
den Nutzen von Konsortialabschlüssen mit Verlagen über die Nutzung elektronischer
Zeitschriften und über die Gründung neuer, auch offener oder sogar landesweiter Konsortien.
Vor- und Nachteile, auch und vor allen Dingen im Vergleich zu bilateralen Individualverträgen,
werden genau gegeneinander abgewogen.
Von konditionellen Vorteilen für die Konsortien und geringeren administrativen Aufwänden für
die Verlage ist zumeist die Rede, jedoch steckt der Teufel auch bei Konsortialverträgen im Detail.
In Zeiten fortschreitender Migration von print hin zu online existieren unzählig
viele und unterschiedliche Konsortialpreis- und Lizenzmodelle verschiedener Verlage, die zumeist an
bestimmte Bedingungen gekoppelt sind und daher die Entscheidungsprozesse der Konsortien bzw.deren
Teilnehmer erschweren und somit verlangsamen. Begriffe wie "Collection, Choice, Subject Bundles oder
Document Delivery" fallen in diesem Zusammenhang immer häufiger. Am Beispiel
der "National Electronic Site License Initiative, NESLI" in Großbritannien beleuchtet
dieser Beitrag den Weg, den der Blackwell Verlag in Bezug auf Konsortiallösungen, Preis- und
Lizenzmodellen von Beginn an gegangen ist und auch weiterhin verfolgen wird.
Reinhard Schülke
Journal Sales Manager
Online Sales & Licensing Manager/Synergy
Blackwell Science & Blackwell Publishers
Blackwell Wissenschafts-Verlag
Kurfürstendamm 57
10707 Berlin
Tel.: +49-(0)30-32790624
Fax: +49-(0)30-32790610
E-Mail: rschuelke@blackwis.de
Erich Schweighofer
(Universität Wien):
"E-Europadokumentation an der Universität Wien - Die vergebene Chance"
Die Europadokumentation ist ein hervorragendes Beispiel von Problemen als auch zweckmäßigen Lösungsansätzen der Wissensorganisation. Bestand in den 80er und frühen 90er Jahren das Hauptproblem in der physikalischen Organisation des Papiers sowie der Indexierung, so ist heute die wichtigste Frage die Nutzung verfügbarer Online-Informationen, insbes des Europa-Servers. Eine Unterstützung besteht vornehmlich im Beherrschungswissens des E-Hyperspace und der sprachlichen Beherrschung der Terminologie des Eurospeak. Ergänzend und unumgänglich ist nach wie vor die rasche und allgemein zugängliche Zugänglichkeit, dh Indexierung und Aufbewahrung, von ergänzenden Materialien in Papier, Mikrofiche oder CD-ROM.
An der Universität Wien hat man viel zu spät - erst 10 Jahre nach den Hauptanforderungen der Beitrittsvorbereitungen - dem EDZ zweckmäßige Räumlichkeiten bzw auch Dienstposten zugesprochen. Das dies in Zeiten des Sparpakets geschieht, ist sehr erfreulich als Zeichen der Wertschätzung von Dokumentationsarbeit. Leider werden die Ressourcen nur für die Anforderungen der 80er und frühen 90er Jahre genutzt. Von einer Indexierung der Dokumente im OPAC-Verbundsystem der wissenschaftlichen Bibliotheken oder Website mit wesentlicher Unterstützung der elektronischen Benutzer ist nicht die Rede. Ein wesentlicher Nachteil ist die fehlende Einbindung in eine größere Bibliothek, um ausreichende Öffnungszeiten bzw Vertretungen sicherzustellen.
Der "EDZ-Fall" in Wien ist ein Lehrbeispiel verfehlter Dokumentationspolitik. Großer persönlicher Einsatz der beteiligten Personen reicht nicht aus, wenn die politischen und finanziellen Rahmenbedingungen nicht gegeben sind. Mit der zunhemenden wissenschaftlichen Kompetenz des IuD-Sektors in Österreich können in Zukunft hoffentlich derartige Entwicklungen vermieden werden.
Univ.-Prof. Dr. Erich Schweighofer
Universität Wien
Institut für Völkerrecht und Internationale Beziehungen
Universitätsstraße 2
A-1090 Wien
Tel.: +43-(0)-1-4277-35305
Fax: +43-(0)-1-4277-3539
E-Mail: Erich.Schweighofer@univie.ac.at
http://www.univie.ac.at/RI/erich.htm
(VTI Bratislava):
"Libraries in Slovakia on the Internet"
Library management formulates and implements both the advanced and up-to-date purpose-oriented library policy
and co-operates in application of new methods concerning Electronic Information Services (as well).
European Telework Development of technical and technological instruments is evident also in some Libraries
in Slovak Republic. In my contribution I would like to present several Libraries that offer (enable)
on-line services based on web Server at Internet. Research and Academic Libraries are of the main importance.
(Fa. EBSCO Information Services GmbH / L & S Berlin):
"Elektronische Integration von Information - Maßgeschneiderte Modelle für Bibliotheken"
Wie ist die Situation in der Bibliotheksbranche und warum ist die elektronische Information eine wichtige
Ergänzung für diesen Bereich? Ausgehend von dieser Fragestellung werden verschiedene Arten
der Verknüpfung von elektronischer Information in der Bibliothek betrachtet.
Anhand spezieller Beispiele werden Sinn und Zweck der Elektronik in der Bibliothek aufgezeigt.
Weiterhin wird auf die einzelnen Elemente der Integration eingegangen, die sich bieten, z.B.
in der Fernleihe, der digitalen Katalogisierung, als Dokumentenlieferdienst sowie beim Alerting oder
in Recherche und Archivierung. Eine Betrachtung aktueller Projekte im deutschsprachigen Bibliothekswesen
- maßgeschneiderte Modelle für Bibliotheken - zeigt abschließend, daß die
elektronische Integration von Information marktfähig umgesetzt werden kann und Zukunft
für die Bibliotheken bietet.
Dagmar Stehle
Manager Sales & Marketing
EBSCO Information Services GmbH / L & S
Otto-Suhr-Allee 26-28
D-10585 Berlin
Tel.: +49-(0)-30-34005-240
Fax: +49-(0)-30-34005-151
E-Mail: dstehle@ebsco.com
Österreichisches Forschungszentrum Seibersdorf
Europäische Szenarien zur Informationsgesellschaft im Jahre 2010
In den vergangenen zwei Jahren sind von Seiten des Europäischen Kommission eine Reihe Szenarien zur Zukunft der Informationsgesellschaft entwickelt worden, u.a. im Rahmen des IPTS Futures Projekts und für die Information Society Advisory Group (ISTAG). Zielsetzung dieser Arbeiten war eine gemeinsame Grundlage für die Diskussion über weitere politische Initiativen zu entwickeln, um den Weg in eine sozial ausgewogene Informationsgesellschaft zu flankieren.
In diesen Szenarien werden durchaus konträre Visionen zur Informationsgesellschaft entworfen, die auch entsprechend konträre Schwerpunktsetzungen für die Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik nahelegen.
Im Rahmen des Vortrags werden die wesentlichen Ergebnisse dieser Studien vorgestellt, sowie die politischen Implikationen, die sich jeweils aus Ihnen ergeben würden.
Dr. Matthias Weber
Österreichisches Forschungszentrum Seibersdorf
A-2444 Seibersdorf
Tel.: +43-50550-3865
Fax: +43-50550-3888
E-Mail: matthias.weber@arcs.ac.at
Europäische Kommission Brüssel
"EU-Initiativen zur Ausdehnung von e-Europe auf die Beitrittskandidaten"
Trotz Absturz der neuen Märkte und vieler Dotcom-Pleiten:
Die Informations-und Kommunikationstechnologien (IKT) bleiben Wachstumsmotor Nr. 1 in Europa
und Messlatte für die Wettbewerbsfähigkeit der Volkswirtschaften. Und auch wenn so mancher digitaler Blütentraum nicht aufgeht, wäre es doch eine fataler Fehler, den Transformationsprozess zur Informations-gesellschaft nicht weiter entschlossen voranzutreiben.
Die EU hält daher konsequent an den Zielen fest, die sie im Jahr 2000 in ihrer E-Europe-Initiative
formuliert hat:
Mobilisierung zum "go digital" auf allen Ebenen, beim Mittelstand, in der öffentlichen Verwaltung
und natürlich vor allem im Bildungswesen mit Schwerpunkt auf "alle Schulen ans Netz". Auch an optimalen
politischen Rahmenbedingungen wird weiter gearbeitet, denn der Kampf um das Vertrauen der Verbraucher ist
noch längst nicht gewonnen und in manchen Bereichen sind die Tarife noch viel zu hoch. Es gilt, die
internationale Spitzenstellung im Mobilfunk zu sichern und die Rückstände gegenüber den USA in
anderen Bereichen auszugleichen. Alle Ziele der E-Europe-Initiative sollen bis spätestens Ende 2002
erreicht sein.
Zu den größten Herausforderungen der nächsten Jahre gehört die Erweiterung der Union
nach Osten. Das Erreichen ökonomischer Beitrittsreife ist eng verknüpft mit Fortschritten im
IKT-Sektor, denn die Anwendung der neuen Technologien erlaubt Entwicklungssprünge. Daher hat der
Europäische Gipfel von Stockholm im März 2001 die Vorschläge der Brüsseler Kommission
aufgegriffen und eine E-Europe+-Initiative (plus Mittel- und Osteuropa) beschlossen.
Ein "elektronisches Europa" soll also nicht nur die "alte" Union, sondern so bald wie möglich auch die
Beitrittsländer umfassen. Die Zeitpläne für die Staaten Mittel- und Osteuropas können
selbstverständlich nicht so ehrgeizig sein wie für die Mitglieder der Union. Aber doch so
anspruchsvoll, daß die gesunden inneren Druck erzeugen und "go digital" allerorten zu einer politischen
Priorität erhoben wird.
Jörg Wenzel
Selbst. Unternehmensberatung (vormals: Europäische Kommission Brüssel)
30, Brunswick Terrace
GB-Hove, BN3 IHJ
Tel.: +44-1273-731834
E-Mail: wenzel.eu.consult@gmx.net
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