EMPFEHLUNGEN FÜR DIE AUSARBEITUNG VON REFERATEN UND (PRO-)SEMINARARBEITEN

 

für die Studierenden am Institut für Philosophie zusammengestellt von Prof. Elmar Waibl

 

VORBEREITUNG

1. Mit der Vorbereitung (Bereitstellung der Arbeitsunterlagen) frühzeitig beginnen! Bedenken, dass erforderliche Literatur an Bibliotheken - wenn entlehnt- nicht immer auf Anhieb greifbar ist; mögliche Verzögerungen durch unvorhergesehene Zwischenfälle einkalkulieren! Referate sollten eine Woche vor Termin fertig sein, um im Bedarfsfall (bei Ausfall des eingeplanten Referenten) vorgezogen werden zu können.

2. Sich über die Forderung des Themas Klarheit verschaffen: Worum geht es eigentlich, was wird von mir erwartet? Im Fall von Unklarheit frühzeitig mit dem Leiter der LV Rücksprache führen!

3. Wenn möglich und wo sinnvoll, sich durch eine Kurzbiographie und Kurzdarstellung eine erste Vertrautheit mit dem Denker verschaffen, über den referiert werden soll (z.B. W. Weischedel "Die philosophische Hintertreppe"; rororo-Bildmonographien, etc.).

4. Zur allgemeinen Orientierung über das Thema eine kurze historische und/oder systematische Überblicksdarstellung lesen. Wenn z.B. über die Erkenntnistheorie eines bestimmten Denkers referiert werden soll, eine Geschichte der ET oder eine systematische Überblicksdarstellung zur ET lesen, um in Erfahrung zu bringen, welche unterschiedlichen Positionen zu einem speziellen Problem bezogen und welche Lösungen vorgeschlagen wurden. Große Handbücher und Lexika mit ausführlichen Artikeln konsultieren, bevor mit spezieller Literatur ins Detail gegangen wird! Sich wenigstens im groben Übersicht über das Thema zu verschaffen ist nötig, um (speziell in der schriftlichen Arbeit) den behandelten Gegenstand in seinen thematischen Rahmen einfügen zu können. NB: Die Besonderheit eines Standpunktes ist nur durch negative Abgrenzung greifbar zu machen, d.h. indem angedeutet wird, worin sich der Standpunkt von anderen unterscheidet bzw. gegen welche Positionen er gerichtet ist.

5. Recherche von Sekundärliteratur: Literaturangaben in Lexika und Handbüchern heranziehen, weiters Schlagwortkataloge der Bibliotheken (besonders der UB); weitere Quellen: Computerrecherche in Bibliotheken und Buchhandlungen. Wird Literatur vom Leiter der LV genannt, durch eigenständige Recherche erweitern!

6. Entlehnte Sekundärliteratur zunächst durch überschlagsartige Durchsicht (diagonales Lesen) auf Brauchbarkeit überprüfen! Vielversprechende Literatur dann genau studieren und auswerten (exzerpieren, Anlegen einer Kartei etc.). Bei Primärtexten ist es empfehlenswert, zu den wichtigsten Themen und Begriffen ein Seitenverzeichnis anzulegen; das Sammeln und Vergleichen aller einschlägigen Stellen erleichtert es, zu einer bestimmten Sache ein besseres Verständnis zu gewinnen.

7. Die geschilderte allgemeine Vorbereitung dient sowohl der Ausarbeitung des Referates als auch der nachfolgenden Ausarbeitung der schriftlichen (Pro)Seminararbeit. Ansonsten ist aber zu beachten, daß (mündliches) Referat und (schriftliche) Ausarbeitung hinsichtlich Anlage und Ausführung zwei unterschiedliche Paar Schuhe sind!

 

AUSARBEITUNG DES REFERATES

". . . und sag es klar und angenehm,
was erstens, zweitens, drittens käm"
(Wilhelm Busch)

"Alles, was man weiß, nicht bloß
rauschen und brausen gehört hat,
läßt sich in drei Worten sagen."
(Ludwig Wittgenstein)

"Die Arbeit an der Sprache ist Arbeit
am Gedanken." (F. Dürrenmatt)

1. Vor der Niederschrift über die Zielvorgabe Klarheit gewinnen: Worum geht es eigentlich? Was ist das gestellte Thema? Was wird von mir erwartet?

2. In ruhiger Überlegung mit sich zu Rate gehen und sich fragen, was man zum gestellten Thema alles weiß bzw. auf Grund der Lektüre parat hat; alles verfügbare Wissensmaterial stichwortartig festhalten; einen ersten vorläufigen Plan für die Ausarbeitung skizzieren (Abfolge der Gesichtspunkte, nach denen das Material gebündelt werden soll).

3. Das Konzept nicht sender-, sondern empfängerorientiert anlegen! Sich immer hypothetisch in den Standpunkt der Zuhörer hineinversetzen und sich fragen, ob man als Zuhörer, der sich nicht ein spezielles Wissen zu dem Gegenstand erarbeitet hat, dem Vortrag problemlos folgen könnte. Die Darstellung des Themas so einfach wie möglich (und nur so kompliziert wie unbedingt nötig) anlegen! Das eigene Wissen, das man sich als Referent erarbeitet hat, nicht auch beim Publikum voraussetzen; immer die Verständnisvoraussetzung der Adressaten vor Augen haben!

4. Darstellen heißt auswählen; wer ein Thema erschöpfend behandeln will, erschöpft bloß die Zuhörer. Sich deshalb immer fragen: was ist vordringlich wichtig? Es ist vorteilhaft, das zweitrangig Wichtige nicht in das Referat hineinzunehmen, sondern es in Reserve zu halten und es im Bedarfsfall in der Diskussion nachzutragen.

5. Soviel wie möglich gliedern! Komplexe Themen sind nur fassbar, wenn sie in einzelne Aspekte zerlegt werden, die zum Schluss wieder zu einem Mosaikbild zusammengefügt werden; wer alles gleichzeitig sagen will, sagt gar nichts! Die Gliederung so vornehmen, dass die einzelnen Punkte übersichtlich und schlüssig auseinander folgen! Auf die richtige Reihenfolge der Punkte achten! Den Fehler vermeiden, etwas zu früh zu sagen (nämlich wo die nötigen Verständnisvoraussetzungen noch nicht gegeben sind) oder etwas, was an den Anfang gehört hätte, erst am Schluss zu sagen! Der zweite Gedanke darf nicht vor dem ersten stehen; die einzelnen Punkte müssen so gereiht sein, dass sie auseinander folgen! Die Ordnung der Gedanken ist der Schlüssel zur Klarheit! Wer den Gedanken besser ausdrückt, hat auch den Gedanken verbessert!

6. Grobgliederung: Vorblick - Ausführung - Rückblick. Die einzelnen Komplexe in kleine Unterschritte zerlegen (erleichtert die Ausarbeitung und beim Zuhörer den Nachvollzug).

7. Klarheit ist oberstes Gebot! Immer versuchen, eine Sache auf den thematischen Punkt zu bringen (z.B. wenn möglich, einen Standpunkt mit einem treffenden Schlagwort umreißen). Sich fragen, welche die jeweilig Kernthese ist, die einem Standpunkt zugrundeliegt und diese Kernthese deutlich herausstellen!

Voraussetzung dafür ist freilich, dass man die fraglichen Zusammenhänge genau verstanden hat, denn: "Je mehr man weiß, desto stärker vereinfacht man." (E.Hubgard) Erst wenn man einen Sachverhalt wirklich begriffen und durchschaut hat, ist man in der Lage, ihn publikumsgerecht, d.h. vereinfachend darzustellen, ohne den Sachverhalt zu verfälschen!

"Es ist einfach, etwas zu verkomplizieren, aber es ist kompliziert, etwas zu vereinfachen."

8. Ein Referat sollte enthalten:

(a) Die erläuternde Sachverhaltsdarstellung: Was ist es, was uns der Autor sagen will? Worauf will er hinaus? Wie ist das, was er sagt, gemeint?

(b) Eine kritische Evaluation (Einschätzung und Bewertung): Was ist davon zu halten? Mit welchen Argumenten begründet der Autor seine Darlegung/Forderung? Sind die Denkschritte schlüssig? Welche ja, welche nein? Werden unausgewiesene Annahmen gemacht? Ist die Position in sich konsistent? Impliziert die Theorie ungewollte Konsequenzen?

Im Unterschied zu dieser internen (oder immanenten) Kritik misst die externe Kritik die Plausibilität einer Position/einer Theorie am Maßstab einer konkurrierenden Position oder Theorie. Die immanente Kritik ist didaktisch wertvoller, weil sie ein detailliertes Eingehen auf einen Standpunkt verlangt.

Bei (b) können/sollen sowohl fremde als auch eigene Einwände vorgebracht werden. Keine falsche Zurückhaltung mit kritischen Bedenken! Jede Kritik ist zulässig, sofern sie argumentativ, d.h. mit guten Gründen, vorgetragen wird. Philosophie ist wesentlich Kritik, d.h. das Hinterfragen von vorliegenden Antworten; Philosophie ist die Bastion gegen das vorschnelle Bescheidwissen!

Wenn man sich seiner Sache nicht ganz sicher ist, ist es empfehlenswert, kritische Überlegungen "auf Probe" anzustellen und sich mit Fragen (an sich selbst oder an das Auditorium/Lesepublikum) vortasten, z.B.:

 "Wenn man diese Sicht der Dinge konsequent zu Ende denkt, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass man dann..."/ "...ist, was x vorschwebt, überhaupt denkbar?" / "...stimmt die Analyse, derzufolge...?"/ "...inwieweit ist die Behauptung zustimmungswürdig (triftig, überzeugend, konsistent), dass...?" / "...gibt es für die Meinung...ein geschichtliches Beispiel (empirische Belege)?" / "...ist die Kategorie...zur Aufschlüsselung dieses Sachverhalts überhaupt geeignet?" / "...liegt nicht eine willkürliche Begriffsüberdehnung vor, wenn...?"/ "...hat x nicht bloß Schwierigkeiten mit..., wenn er...?", usw., usf.

Kritik nicht pauschalieren, sondern differenzieren! Zu ergründen versuchen, was x zu einer bestimmten Annahme gebracht hat (verstehender Nachvollzug).

"Lernen gegen Widerstand": Auch wenn einem ein bestimmter Standpunkt nicht auf Anhieb einleuchtet oder man damit nicht sympathisieren will, sollte man sich fragen, was ihm dennoch abgewonnen werden kann! Argumente entweder zur Gänze zu akzeptieren oder zu verwerfen ist meist die falsche Alternative; auch Teilaspekte von Argumenten, die als ganze nicht plausibel erscheinen, können wertvoll und berücksichtigungswürdig sein!

Mit der Zurückweisung gegnerischer Argumente nicht voreilig sein! Es sich mit gegnerischen Argumenten nicht zu leicht machen! Den Unterschied zwischen Ideologie und Philosophie beachten! Ideologie ist das Bestreben, sich in einer vorgefassten Position einzuzementieren und Wasser auf die eigenen Mühlen zu kehren; Philosophie hingegen ist Erkenntnisanspruch unter zunehmend verschärften Bedingungen und bedeutet damit zwangsläufig, es sich nicht leicht, sondern im Gegenteil schwer zu machen. Philosophie ist systematisch betriebene Selbstverunsicherung; "Philosophieren heißt sein eigener Gegner sein" (L.Feuerbach)

 

VORTRAG

"Ob sich Redner darüber klar sind, daß es sich bei 90% des Beifalls,
den sie beim Zusammenfalten ihres Manuskriptes entgegennehmen,
um einen Ausdruck der Erleichterung handelt?" (Robert Lembke)

1. Die Zuhörer zunächst in das Thema einstimmen: Worum geht es überhaupt? Was werde ich bringen? (Orientierender Vorausblick: "Zunächst..., dann..., in einem 3. Schritt, und schließlich...") Dem Zuhörer vorweg den roten Faden in die Hand geben!

2. Bei Referaten dieser Art ist es günstig, die einzelnen Punkte durch knappe Zwischenbilanzen zusammenzufassen und abzuschließen ("...wir haben jetzt gehört, dass ...; als nächstes...")

3. Am Ende der Ausführungen sollte ein resümierender Rückblick stehen, in dem das Wichtigste thesenartig zusammengefasst und festgehalten wird.

4. Es ist günstig, die Grobgliederung des Referates durch ein Thesenpapier, eine Folie (Tageslichtprojektor) oder mittels Tafelanschrift zu veranschaulichen. Visualisierung erleichtert das Verständnis und erhöht den Erinnerungswert. Visuelle Hilfsmittel sollen in ihrer Wirkung möglichst plakativ sein.

5. Unprätentiös sprechen! (Man redet, um verstanden zu werden!) Sich vor dem - gerade in der Philosophie - verbreiteten Missverständnis hüten, dass sprachlicher Unsinn Tiefsinn wäre!

6. In kurzen Sätzen sprechen! Komplizierte und unübersichtliche Satzkonstruktionen ("Schlinggewächse") strikt vermeiden! Nicht viele Gedanken oder Aussagen in einen Stopfsatz hineinzwängen, sondern in einfachen Sätzen - Schritt für Schritt - einen Gedanken nach dem andern entwickeln. (Gilt für das gesprochene wie für das geschriebene Wort gleichermaßen!)

"Tief steckt in den meisten von uns ein Freund des Omelettes; und so wenig sich kulinarisch etwas dagegen sagen lässt: Wer Sätze zubereitet, sollte sich nicht des Schneebesens, sondern des Lineals bedienen. Was wird da alles ineinandergerührt an Haupt- und Nebensachen, Vorgriffen und Rückgriffen, Zuschreibungen und Abschweifungen..." (Wolf Schneider).

7. Es dem Zuhörer so leicht wie möglich machen! Nicht der Zuhörer soll sich Mühe geben müssen, zu verstehen, sondern der Redner soll sich Mühe geben, verstanden zu werden!

8. Möglichst frei und lebendig sprechen, in freier, gelöster Haltung, mit direkter Ansprache der Zuhörer und Blickkontakt nach allen (!) Seiten!

9. Merke: Ein gutes, treffendes Beispiel sagt mehr als tausend Worte!

10. Rhetorische Fragen würzen den Vortrag, bringen Dramatik in die Rede und sind ein guter Trick, nach dem Vortrag eine Diskussion in Gang zu bringen!

11. Bei Zeitdruck nicht das Tempo erhöhen, sondern Unwesentliches weglassen!

12. Große Räume bzw. Räume mit schlechter Akustik verlangen ein langsameres Sprechen!

13. Bei Aufgeregtheit vor allem zu Beginn langsam sprechen! (Hat beruhigende Wirkung.)

14. Keine Angst vor Pausen! Kunstpausen sind ein wichtiges rhetorisches Mittel, um eine wichtige Aussage zu unterstreichen und hervorzuheben. Bedeutungssignale einsetzen, um die Wichtigkeit bestimmter Gedanken zu markieren, z.B. indem man sagt "passen Sie jetzt gut auf", "lassen Sie es mich vielleicht so formulieren" oder ähnlich. Durch derartige künstliche Verzögerungen wird beim Zuhörer eine gesteigerte Erwartungshaltung erzeugt.

Stockt man an einer Stelle im Vortrag, so ist dies kein Grund zur Panik. Eine Pause von drei Sekunden macht den Redner meist schon nervös; vom Zuhörer wird sie noch gar nicht als Unterbrechung registriert!

15. Stimme macht Stimmung! Dynamisch reden (d.h. sowohl Tonhöhe als auch Lautstärke variieren)! Die Stimme des Vortragenden bewegt sich meist innerhalb eines zu engen Tonintervalls (d.h. zu wenig Auf- und Abbewegung)!

 

DISKUSSION

1. Gestellte Fragen rekonstruieren ("...wenn ich recht verstehe, meinen Sie..."); dies hilft Missverständnisse vermeiden und gibt Zeit, sich eine Antwort zurechtzulegen!

(In der dialogischen Gesprächsführung der Scholastik war es üblich, dass der Befragte vor der Antwort immer die gestellte Frage rekonstruieren musste; dadurch sollte verhindert werden, dass die Dialogpartner aneinander vorbeireden.)

2. Aggressiven Fragern durch Liebenswürdigkeit den Wind aus den Segeln nehmen!

3. Das Anerkennungsbedürfnis der Fragenden befriedigen! (Also nicht: "...so blöd hat noch niemand gefragt...", sondern: "Das ist eine berechtigte Frage, die ich mir auch schon einmal gestellt habe..."; dadurch lässt sich ein verbindender Brückenschlag herstellen.)

4. Im Bedarfsfall die Diskussion provozieren, indem man absichtlich Angriffsflächen bietet oder Dinge überspitzt; eventuell auch in die Rolle des "advocatus diaboli" schlüpfen.

Oder die Diskussion durch selbstgestellte Fragen in Gang bringen oder in Gang halten ("...eine Frage, die in diesem Zusammenhang immer wieder gestellt wird...";" ...einmal wurde ich in diesem Zusammenhang gefragt...", etc.)

5. Eine gute Schwäche ist besser als eine schlechte Stärke!. Wenn man keine überzeugende Antwort parat hat, ist es besser, dies einzugestehen, - eventuell mit dem (dankenden) Zusatz, dass man die Frage als interessante Anregung empfindet und darüber nachdenken will.

6. Auch von sich aus Fragen an die Zuhörer richten, um sie aus der Reserve zu locken!

7. Bei gemischtgeschlechtlichen Diskussionen auf unbewusste (auch nonverbale) Diskriminierungen achten! Frauen werden häufiger überhört und übergangen, werden häufiger unterbrochen und in ihren Meinungen weniger unterstützt als Männer.

 

SCHRIFTLICHE AUSARBEITUNG DES REFERATS

"Es genügt nicht, keine Gedanken zu
haben; man muß auch unfähig sein,
sie auszudrücken." (Karl Kraus)

"Die Probe der Güte ist, daß der
Leser nicht zurückzulesen hat."
(Jean Paul)

1. Die schriftliche Fassung des Referats sollte eingehender und ausführlicher sein.

2. Die Gebote der Klarheit und Übersichtlichkeit, der schlüssigen Auseinanderfolge der Darstellungsschritte, der Gliederung etc. gelten für die schriftliche Ausarbeitung ebenso wie für das mündliche Referat!

3. Die Arbeit in Umrissen in einen größeren thematischen Rahmen stellen! (z.B. einen kurzen ideengeschichtlichen Abriss geben, um die Besonderheit der behandelten Position deutlicher herauszustellen).

4. Zusätzliche Gesichtspunkte berücksichtigen, die sich aus der Diskussion des Referates und aus sonstigen Anregungen ergeben haben. Günstig ist es auch, nach dem Referat ein Gedächtnisprotokoll über Verlauf der Diskussion anzufertigen, um Anregungen in Evidenz zu halten.

 


 

Es versteht sich von selbst, dass jedes Thema besondere Anforderungen stellt, weshalb Ratschläge zur Ausarbeitung von Referaten und schriftlichen Arbeiten nur allgemein gehalten sein können. Es ist obendrein Ermessenssache, wie weit man im konkreten Fall den hier gegebenen Empfehlungen folgen will. Vorschläge sind keine Muss-Bestimmungen!

 

*************

 

Lehrveranstaltungs-Leiter evaluieren Präsentationen in etwa nach den folgenden Kriterien. Berücksichtigen Sie diese Kriterien bei Ihrer Vorbereitung!



A) Inhalt (Konzept, Auswahl, Anordnung)
 
Thema klar vorangestellt? Inhaltsreich? Gut gegliedert? Gespür für Gewichtung von Wichtigem und Unwichtigem? Fähigkeit, einen Sachverhalt verständlich fassbar zu machen und konzis auf den Punkt zu bringen? Wurde der Sachverhalt zunächst in seinen thematischen Rahmen eingeordnet? Wurde die Besonderheit eines Sachverhalts oder Standpunkts durch negative Abgrenzung von abweichenden und konkurrierenden Positionen verdeutlicht? Zeitmanagement (rechtes Maß an ausgewähltem Inhalt für die verfügbare Zeit)?


B) Vorstellung (mündlicher Vortrag)

Motivation der Zuhörer: Ansprechend? Lebendig? Anregend? Konfus? Langweilig? Lähmend? Wurde veranschaulichendes Material geboten, und wie
gut und hilfreich war dieses?


C) Sprechweise und Verhalten

Deutliche, flüssige, im Tempo angemessene, in der Stimmlage abwechslungsreiche Sprechweise? Gewinnendes Verhalten (mit Blickkontakt zu allen Zuhörern)? Sicheres Auftreten? Freie Haltung?


D) Thesenblatt

Gehaltvoll und informativ? Einprägsam? Gut strukturiert? Graphisch ansprechend? Überfrachtet? Redundant? Unbemüht?