Geschichte

 

isbn_978-3-902936-49-3

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Hermann Hallwich (1838-1913)

Historiker und Sammler, Funktionär und Politiker

Robert Rebitsch, Jan Kilián, Milan Svoboda (Hg.)

ISBN 978-3-902936-49-3
168 Seiten
2014, innsbruck university press • iup
Preis: 19,90 Euro

Hermann Hallwich (1838-1913) wurde in Europa vor allem durch seine umfassenden Wallensteinforschungen einem größeren Publikum bekannt. Doch Hallwich war auch ein herausragender Forscher zur Regionalgeschichte Nordböhmens und Pionier der Industriegeschichte, zudem ein bedeutender Politiker des Habsburgerreiches. Aus Anlass zur 175. Wiederkehr seines Geburtstages und zur 100. Wiederkehr seines Todestages veranstaltete das Regionalmuseum in Teplitz/Teplice unter der wissenschaftlichen Leitung von Jan Kilián, Westböhmische Universität Pilsen/Plzen und Milan Svoboda, Technische Universität Reichenberg/Liberec, am 13. November 2013 eine Tagung mit tschechischen und österreichischen HistorikerInnen. Robert Rebitsch, Universität Innsbruck, übernahm die Publikation der deutschsprachigen Ausgabe des Tagungsbandes. Mit den hier publizierten Beiträgen wird die Person Hallwich und seine mannigfaltige Tätigkeit als Historiker, politischer Funktionär, Politiker, Volkswirt und Sammler von historischen Gegenständen und Kunstwerken das erste Mal ausführlich wissenschaftlich gewürdigt.


isbn-978-3-902936-47-9

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ARBEIT UND TABAK IN TIROL IM FIN DE SIÈCLE
Die Tabakfabriken Schwaz und Sacco 1900-1913

Angelika Willis

ISBN 978-3-902936-47-9
188 Seiten
2014, innsbruck university press • iup
Preis: 19,90 Euro

Dieses Buch beschäftigt sich mit den Arbeits- und Lebensbedingungen der Tabakarbeiterschaft Tirols im Fin de Siècle. Steigende Nachfrage nach Schnupf- und Pfeifentabak und später nach Zigarren und Zigaretten hatte die Entstehung von Tabakfabriken begünstigt. Ein neuer Berufszweig, die Tabakarbeiterschaft, war entstanden. Die beiden staatlichen Tabakfabriken Schwaz im Unterinntal und Sacco im Trentino – zwei der größten Betriebe Tirols um 1900 – boten vielen Arbeitern und insbesondere Arbeiterinnen willkommene Arbeitsgelegenheit außerhalb der Land- und Forstwirtschaft in diesem speziellen, relativ jungen Zweig der Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Analysiert wird, wie sich die Lebens-, vor allem aber die Arbeitsrealität von Frauen darstellte und welchen Arbeitsbedingungen sie unterworfen waren. Verbesserten oder verschlechterten sich diese im Beobachtungszeitraum? Warum avancierte die Produktion von Tabakwaren überhaupt zur Domäne von Frauen? Welche Handlungs- und Gestaltungsspielräume hatte das weibliche Geschlecht und wodurch wurden sie begrenzt, wodurch eventuell erweitert?


isbn_978-3-902936-35-6

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1914: Austria-Hungary, the Origins, and the First Year of World War I

Günter Bischof, Ferdinand Karlhofer, Samuel R. Williamson, Jr. (Hg.)

Contemporary Austrian Studies, Vol. 23
ISBN 978-3-902936-35-6
400 Seiten, engl.
2014, innsbruck university press • iup
Preis: 34,90 Euro

In den vergangenen 100 Jahren haben bekannte Historiker und Politikwissenschaftler immer wieder die Ereignisse des Juli und August 1914 analysiert und interpretiert. Die vier Jahre andauernden Kämpfe des 1. Weltkrieges haben das internationale System, das am Wiener Kongress 1814/15 seinen Anfang nahm, zerstört und zum Zerfall großer Reiche (Österreich-Ungarn, Russland, Osmanisches Reich) geführt. Der 100. Jahrestag der Ermordung des österreichischen Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand und seiner Frau Sophie in Sarajevo ist nun Anlass, in Form von Gedenkveranstaltungen und Publikationen jener Ereignisse zu gedenken, die den zündenden Funken ins Pulverfass geworfen haben. Band 23 der Contemporary Austrian Studies versucht dazu einen Beitrag zu leisten, indem die entscheidende Rolle der Doppelmonarchie zum Ausbruch des 1. Weltkrieges, die militärischen Erfahrungen in den Schützengräben und das Chaos an der Heimatfront beleuchtet werden.

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isbn_978-3-902936-16-5

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Tiere im Leben der alten Kulturen

Schriftlose Kulturen, Alter Orient, Ägypten, Griechenland und Rom

Günther Lorenz

ISBN 978-3-902936-16-5
414 Seiten
2013, innsbruck university press • iup
Preis: 29,90 Euro

Vorstellungen vom Leben und Wesen der Tiere, emotionale Beziehungen zum Tier, aber auch die Tiernutzung werden in diesem Buch im Rahmen jenes Kulturzusammenhangs, der aus der Vorgeschichte über die frühen Kulturen des Alten Orients und Ägyptens bis zur griechisch-römischen Antike reicht, diachron und vergleichend dargestellt. Aus der komparatistischen, sozial- und religionsgeschichtlichen Perspektive fällt neues Licht auf so unterschiedliche Phänomene wie Jagd und Initiation in Griechenland, Tierstrafen und Speisetabus in Israel, Ägypten und Hellas, Maultierrennen in Olympia, die Tierversuche Galens oder die Tatsache, dass das antike Christentum die Instinktlehre und die ethische Distanz zum Tier von den Stoikern übernommen hat.


isbn-978-3-902811-71-4

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Doch der Hund will nicht krepieren
Tagebuchnotizen aus Auschwitz

Reinhold Gärtner, Fritz Kleinmann (Hg.)

ISBN 978-3-902811-71-4
brosch., 214 S.,
2012, innsbruck university press • iup

Preis: 14,90 Euro

 

Zwischen 1938 und 1945 wurden Millionen von Juden und Jüdinnen Opfer der Nationalsozialisten. In diesem Buch berichten Betroffene von ihrem Schicksal. Als Häftling der Konzentrationslager Buchenwald, Auschwitz und Bergen-Belsen schrieb Gustav Kleinmann (1891–1976) unter Lebensgefahr ein Tagebuch, das die Lebenswelt der Familie Kleinmann und den Völkermord an den Juden dokumentiert. Seine persönliche Geschichte vermag eine Betroffenheit zu erzeugen, die Zahlen allein nicht auszudrücken vermögen: Der Tapezierer Gustav Kleinmann wurde zusammen mit seinem 16 Jahre alten Sohn Fritz Kleinmann 1939 in Wien verhaftet. Ihr Leidensweg führte sie in die Konzentrationslager Buchenwald, Auschwitz, Bergen Belsen und Mauthausen. Die unter großer Gefahr beschriebenen Seiten sind durch einen "eignen, makaber nüchternen, subtilen und ehrlichen Begleitton" - so einer der Herausgeber, Reinhold Gärtner, - bestimmt. Den Hauptteil des Buches bilden die Schilderungen von Fritz Kleinmann. In kurzen Abschnitten wird ein eindringliches Bild des Lagerlebens gezeichnet. Den Band beschließen Anmerkungen zur Biographie Gustav und Fritz Kleinmanns, ein Abriss des Antisemitismus und Anmerkungen zum Tagebuch Gustavs Kleinmanns.

"Es ist eine Geschichte über viele Todesopfer. Und über das unbarmherzige, fast groteske System der Nazis. Da der Vater ein fleißiger Arbeiter war, wurde er kurzerhand „arisiert“. Die Lagerleitung machte­ Juden zu Nicht-Juden, weil diese als Vorarbeiter eingesetzt werden durften. Sie erfanden Nicht-Juden, einfach weil es für sie praktisch war. Es ist eine Geschichte­ über Glück. Über Mut. Der damals noch 16- oder 17-jährige Fritz rafft seinen verhungerten Körper auf, ignoriert die Warnungen der Mithäftlinge und geht zu einem Obersturmführer. Mit weinender Stimme verlangt er nach Essen. „Am Tag danach bekam das ganze Lager wieder volle Verpflegung“, erinnert sich Fritz Kleinmann. Das Buch ist vor allem eine Geschichte über einen Vater und seinen Sohn, zwei, die sich brauchten, zwei, die gemeinsam überlebten. 'Der Junge ist meine größte Freude, einer stützt den anderen. Wir sind die Unzertrennlichen.'"

Tiroler Tageszeitung

 

isbn-978-3-902811-83-7

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Die Höttinger Brekzie – ein Tiroler Werkstein 

Entstehung, Abbauorte, Geschichte, Verwendung, Erhaltung

Gerhard Siegl, Michael Unterwurzacher (Hg.) 

ISBN 978-3-902719-83-7
brosch., 86 Seiten, Farbabb.
2012, innsbruck university press • iup
Preis: € 17,90


Die optisch sichtbaren Bauelemente der beeindruckenden Altstädte von Hall in Tirol und Innsbruck sind meist aus dem charakteristischen Werkstein des Tiroler Zentralraumes gefertigt: der Höttinger Brekzie. Der graubraune bis rötlichbraune, grob wirkende und poröse Werkstein ist omnipräsent, wird aber wohl wegen seiner Alltäglichkeit und Trivialität vielfach kaum wahrgenommen. Dieses Buch stellt die Höttinger Brekzie in den Mittelpunkt, jenen Stein, der vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert in vielen Steinbrüchen nördlich von Innsbruck abgebaut wurde. Vier Disziplinen beschäftigen sich ausschließlich mit der Brekzie, um Fragen nach ihrer Entstehung, Verwendung, ihrer Kulturgeschichte und den Restaurierungsmöglichkeiten nachzugehen. Zur Illustration dienen aktuelle Fotografien, aber auch alte Aufnahmen aus dem 19. Jahrhundert, die zum Teil noch nie gezeigt wurden. Die Fotos und die Texte belegen eindrucksvoll die große Bedeutung der Höttinger Brekzie für das Stadtbild von Hall und Innsbruck in Vergangenheit und Gegenwart. 

"Einem kleinen, interdisziplinären Team Innsbrucker Wissenschaftler rund um die Herausgeber Gerhard Siegl (Historiker) und Michael Unterwurzacher (Geologe) ist es nun zu verdanken, dass der Band „Die Höttinger Brekzie – ein Tiroler Werkstein“ ein klein wenig Licht in dieses Kapitel Innsbrucker Lokalgeschichte bringt. Über die Geologie dieses Sedimentgesteins, das aus eckigen Bruchstücken besteht, eingebettet in feines Sediment. Über Historie und Geografie des Abbaus, der am augenscheinlichsten im Höttinger Klettergarten zu betrachten ist. Über Verwendung und Renovierung des harten Gesteins, das die statische Basis der Innsbrucker und Haller Altstadt, aber auch vieler anderer Häuser ist. Über die Brekzie als Bestandteil lokaler Identitätsbildung."

Andreas Hauser, Echo

"Der vorliegende Band ist eine wertvolle und hervorragende Dokumentation zum Bauen mit einem außergewöhnlichen Naturstein, der den Altstädten und Hall unübersehbar seinen Stempel aufgedrückt hat!"

Bücherrundschau

Inhalt

 

ISBN: 978-3-902811-11-0

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Österreichs Diplomaten in Palästina und Israel
1927 – 1976

Rolf Steininger

ISBN 978-3-902811-49-3
brosch., 182 S., zahlr. Abbildungen
2012, innsbruck university press • iup

Preis: 27,90 Euro

 

Im Jahre 2004 hat Rolf Steininger die Aktenedition „Berichte aus Israel“ herausgegeben, elf Bände, davon zwei gemeinsam mit Rudolf Agstner, und zwei Ergänzungsbände. Es waren dies die Berichte der diplomatischen Vertreter Österreichs in Palästina 1927 bis 1938 und Israel 1948 bis 1972: 1599 Dokumente mit 547 Bildern, 127 Faksimiles: insgesamt 4740 Seiten. 2006 kam ein weiterer Band hinzu, der die Jahre 1972– 1976 umfasst. Die Edition wurde sehr positiv aufgenommen und war schon bald vergriffen. Daher entstand am Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck nach der Emeritierung von Rolf Steininger im Jahre 2010 die Idee, doch zumindest die Kurzbiografien der jeweiligen diplomatischen Vertreter separat – ohne Anmerkungsapparat – zu veröffentlichen. Das Ergebnis wird hiermit vorgelegt. Zu jedem Diplomaten werden ergänzend ein bis vier der nach Wien geschickten Schlüsseldokumente veröffentlicht. Das ist zwar kein Ersatz für die Gesamtedition, aber so erhält man zumindest einen kleinen Einblick in das damalige Geschehen aus der Sicht der österreichischen Diplomaten in Jerusalem bzw. Tel Aviv. 15 Bilder runden den Band ab.

 

ISBN: 978-3-902811-51-6

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Sumerer, Hethiter und Trojaner – Urahnen der anatolischen Türken?

Eine rezeptionsgeschichtliche Betrachtung der Rolle antiker Kulturen in den Identitätskonzeptionen der Atatürk’schen Reformpolitik

Serpil Akkaya

ISBN 978-3-902811-51-6
brosch., 256 Seiten
2012, innsbruck university press • iup

Preis: 29,90 Euro

Sind die Sumerer, die die erste Zivilisation der Menschheit in Mesopotamien aufbauten, die Hethiter, die das erste anatolische Reich gegründet haben, und die Trojaner, die Helden Ioniens, die Urahnen der anatolischen Türken? Als Atatürk diese These in den 1930er Jahren überzeugt der Öffentlichkeit präsentierte, war diese Identitätssuche den Historikern schon lange bekannt. Seit vielen Jahrtausenden wollen Asien und Europa, Orient und Okzident, Islam und Christentum die Identität dieser Völker für ihre Geschichte beanspruchen. Dieser Konflikt ist Inhalt der vorliegenden Arbeit, wobei der Versuch sowohl der westlichen, als auch der östlichen Nationen, sich genealogisch auf diese drei Gesellschaften zurückzuführen, im Mittelpunkt der Ausarbeitung steht.

 

 

ISBN: 978-3-902811-11-0

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Psychiatrische Landschaften

Die Psychiatrie und ihre Patientinnen und Patienten im historischen Raum Tirol seit 1830

E. Dietrich-Daum, H. J. W. Kuprian, S. Clementi, M. Heidegger, M. Ralser (Hg.)

ISBN 978-3-902811-11-0
brosch., 336 Seiten, zahlr. Farbabbildungen
2011, innsbruck university press • iup
Preis: 16,90 Euro

Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen sehen sich mit vielen Vorurteilen konfrontiert. Einige dieser Vorurteile hängen damit zusammen, dass die frühen Orte ihrer Behandlung, die psychiatrischen Anstalten, wo immer sie eingerichtet wurden, stets die Funktion zu erfüllen hatten, nicht nur Herberge für die ‚Kranken’, sondern auch Mahnung für die ‚Gesunden’ zu sein. Das gilt auch für den geografischen Raum des historischen Tirol (Bundesland Tirol, Autonome Provinzen Bozen-Südtirol und Trient-Trentino). Drohungen wie „Du kommst nach Hall“ oder „nach Pergine“ waren und sind Teil des sprachlichen Standardrepertoires. Trotz dieser alltagsweltlichen Verankerung ist das Wissen um Geschichte und Gegenwart der Psychiatrie und ihrer Patienten und Patientinnen vergleichsweise gering. Die wechselvolle und vielfach auch im Feld der psychiatrischen Versorgung miteinander verwobene Geschichte der drei historischen Landesteile beginnt im Gründungsjahr der k. k. Irrenanstalt Hall in Tirol (1830), setzte sich fort in der Eröffnung der Anstalt in Pergine/Trentino (1882) sowie der Neurologisch-Psychiatrischen Klinik in Innsbruck (1891) und findet in der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs ihren tragischen Höhepunkt. Nach Jahren des Verdrängens und Vergessens sind es die italienische Reformpsychiatrie der späten 1970er Jahre (‚Basaglia’-Gesetz) und die österreichischen Psychiatriereform der frühen 1990er Jahre, welche die psychiatrische Landschaft dieses Raumes entscheidend verändern. In 32 kurzen Beiträgen werden verschiedene Aspekte der gemeinsamen und unterschiedlichen Wege der psychiatrischen Versorgung im historischen Raum Tirol und ihre Transformationen vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart für ein allgemein interessiertes Leserpublikum aufgezeigt.

Inhalt

http://www.psychiatrische-landschaften.net/

http://arbeit.psychiatrische-landschaften.net/

 

ISBN: 978-3-902719-99-7

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Streiflichter des 20. Jahrhunderts

Zeitungsartikel von 1986 bis 2011

Rolf Steininger

ISBN 978-3-902719-99-7
brosch., 288 Seiten, zahlr. Abbildungen teilweise in Farbe
2011, innsbruck university press • iup
Preis: 29,90 Euro

Hans Rothfels hat Anfang der fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts die Zeitgeschichte als Epoche der Mitlebenden definiert. Was damals für die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts galt, gilt auch für die zweite Hälfte. Zeitgeschichte ist Beschäftigung mit Vergangenheit und Gegenwart. Sie kann nicht im Verborgenen betrieben werden. Ein Zeithistoriker muss sich „einmischen“, Position beziehen, zum Tagesgeschehen und zu Gegenwartsproblemen Stellung nehmen. In der Regel kann nur er hier fundierte Hintergrundinformationen und Analysen liefern und Schlagzeilen erläutern. Nicht selten geht es dabei auch darum, vor allzu schnellen (Vor-)urteilen zu warnen.
Rolf Steininger hat Zeitgeschichte immer als einen Prozess verstanden, bei dem man aus der Geschichte lernt und dieses Wissen auch jungen Menschen weitervermittelt. Oft hat er sich in Büchern, Interviews, Hörfunk-, Fernsehdokumentationen und in Zeitungsartikeln zu Wort gemeldet. Ähnlich wie Rezensionen haben Zeitungsartikel aber nur einen geringen „Halbzeitwert“: eine Zeitung von gestern ist in der Regel heute nicht mehr aktuell. Die nun aus Anlass seiner Emeritierung herausgegebene Sammlung von Zeitungsartikeln beleuchtet wichtige historische Stationen des 20. Jahrhunderts, „Streiflichter“ eines aufregenden Jahrhunderts aus Deutschland, Israel/Nahostkonflikt, Österreich, Südtirol, USA/Kalter Krieg.

 

ISBN: 978-3-902719-78-2

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Faszinierende Lektüre

Rezensionen 1977 – 2010

Rolf Steininger

ISBN 978-3-902719-78-2
brosch., 400 Seiten
2010, innsbruck university press • iup
Preis: 29,90 Euro

 


Anlässlich seiner Emeritierung gibt der Zeithistoriker Rolf Steininger einen Band seiner im letzten Vierteljahrhundert verfassten Rezensionen heraus und schreibt damit ein Stück Zeitgeschichte: Die von 1977 bis 2010 in renommierten Zeitungen und Zeitschriften erschienenen Buchempfehlungen sind ein wichtiger Teil wissenschaftlicher Arbeit. Sie haben ihre eigenen Gesetze. Hohe Sachkenntnis, Souveränität, faires Urteil und „gute Schreibe“ zeichnen einen Rezensenten aus. Der vor­liegende Band versammelt eine Auswahl von 157 Rezensionen aus 33 Jahren, mit aufsteigender Tendenz für die vergangenen 10 Jahre – davon allein 50 Rezensionen in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.



isbn-978-3-902866-61-5

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Austrian Lives

Günter Bischof, Fritz Plasser, Eva Maltschnig (Hg.)

Contemporary Austrian Studies, Volume 21
ISBN 978-3-902811-61-5

brosch., 490 Seiten, engl.
2012, innsbruck university press • iup
Preis: 35,90


Das Verfassen von Biographien war lange Zeit eine Domäne der Männer. Von den antiken Biographien des Plutarch oder Sueton, über die mittelalterlichen Lebensbeschreibungen von heiligen und die französischen Enzyklopädisten hat sich das biographische Schreiben zusehends verfeinert. Im 20. Jahrhundert werden vermehrt Frauen, Minderheiten und einfache Menschen Inhalt von Biographien. Dieser Band der Contemporary Austrian Studies bietet einen Querschnitt österreichischer Vitae der Zeitgeschichte. Neben traditionellen Biographien von hochrangigen PolitikerInnen wie Ignaz Seipel, Bruno Kreisky oder Alois Mock und DenkerInnen wie Viktor Frankl und Eugenie Schwarzwald oder Künstlern wie Günther Anders beschreiben gewöhnliche Lebensläufe von Soldaten, Kriegsgefangenen und Bauern Österreich im 20. Jahrhundert.

 

ISBN: 978-3-902811-20-2

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Global Austria

Austria’s Place in Europe and the World

Günter Bischof, Fritz Plasser, Anton Pelinka, Alexander Smith (Hg.)

Contemporary Austrian Studies, Volume 20
ISBN 978-3-902811-20-2
brosch., 352 Seiten, engl.
2011, innsbruck university press • iup
Preis: 29,90 Euro

Der Zerfall der Österreichisch-Ungarischen Monarchie hatte zur Folge, dass die einstige Großmacht der Habsburger zu einem Kleinstaat im Herzen Europa wurde. Der enorme Verlust an Territorium und die Verringerung der Bevölkerung hinterließ allerdings keineswegs ein politisches, wirtschaftliches, kulturelles oder intellektuelles Vakuum. Die Aufsätze des 20. Jubiläumsbandes der Contemporary Austrian Studies zeigen vielmehr, dass die Republik Österreich ihren Platz in Europa und der Welt halten konnte: Sei es die Psychoanalyse von Freud, das Wien des fin-de-siècle oder der Austro-Marxismus, österreichische Ideen fanden weltweit Anklang. Auch in der internationalen Geschäfts- und Finanzwelt konnte sich Wien als Hauptstadt behaupten. Heute bestimmen der EU-Beitritt, der europäische Integrationsprozess sowie die Globalisierung das wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Leben Österreichs.

Contemporary Austrian Studies marks almost two decades of important scholarship with a study of the turbulent era in which Austro-Germans had to rebuild their identity as a Republic in the face of daunting political divisions and economic adversity."

Charles S. Maier, Leverett Saltonstall Professor of History, Harvard University

“CAS shows contemporary scholarship at its best -- honest and skeptical as it strives to redress imbalances inherited from contested pasts. To anyone who may ask what roles Austria can and should play in future, the best answer for some years to come will be to hand them a copy of CAS's volume XX.”

William Johnston, Professor of History Emeritus, University of Massachusetts, Amherst

"Der zwanzigste Band der Reihe Contemporary Austrian Studies handelt in zwei Dutzend Beiträgen von der Rolle Österreichs in wirtschaftlichen, politischen und kulturellen  Belangen, historisch und auf die Gegenwart bezogen. Die Bilanz ist durchaus  selbstkritisch und dadurch brauchbarer als eine affirmative Jubiläumsschrift."

Michael Freund, Der Standard

Inhaltsverzeichnis

 

ISBN: 978-3-902719-76-8

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From Empire to Republic: Post-World War I Austria

Peter Berger, Günter Bischof, Fritz Plasser (Hg.)


Contemporary Austrian Studies, Volume 19
ISBN 978-3-902719-76-8
brosch., 448 Seiten, engl.
2010, innsbruck university press • iup
Preis: 30,90 Euro

Der von Peter Berger, Günter Bischof und Fritz Plasser herausgegebene Band 19 der Reihe "Contemporary Austrian Studies" trägt den Titel "From Empire to Republic: Post-World War I Austria". Das Ende der Habsburgischen Doppelmonarchie markiert einen Wendepunkt in der österreichischen Geschichte. Die 18 hier versammelten Aufsätze beschäftigen sich entgegen dem derzeitigen Trend weniger mit dem Aufstieg der Habsburgerdynastie als vielmehr mit der Frage des Zusammenbruchs dieser Epoche und zeigen die Herausforderungen, mit denen die junge Republik Österreich 1919 konfrontiert wurde.

Praise for Contemporary Austrian Studies:
"An important and coherent collection of studies about a neglected period in the history of Austria"
— Dr. Gerhard Weinberg
William Rand Kenan, Jr. Professor Emeritus
of History, University of North Carolina
at Chapel Hill

Inhalt

ISBN: 978-3-902719-53-9

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Amerikanischer Nordwesten und Kalifornien

Historische Spurensuche jenseits der Mythen

Arno Heller

ISBN: 978-3-902719-53-9
brosch., 316 Seiten, zahlr. Farbfotos
2010, innsbruck university press • iup
Preis: 28,90 Euro

Die dramatische Geschichte der Eroberung und Erschließung des amerikanischen Nordwestens und Kaliforniens vom 16. Jahrhundert bis ca. 1900 steht im Mittelpunkt dieses Buches. Es hinterfragt die glorifizierenden Mythisierungen und Klischees der populären Massenkultur und bemüht sich um eine faktennahe, realistische, auch ethnische Randgruppen berücksichtigende Gesamtdarstellung. Die Verbindung von geschichtlichen und kulturellen Nahaufnahmen, reichem Bild- und Kartenmaterial und persönlichen Erfahrungen vor Ort möchte nicht nur Spezialisten ansprechen, sondern alle allgemein an den USA Interessierten. Routenvorschläge und Ortsbeschreibungen geben Westreisenden Anregungen, sich selbst auf historische Spurensuche abseits der touristischen Trampelpfade zu begeben.

Rezension "Bücherrundschau", Herbert Pardatscher-Bestle, Journalist

ISBN: 978-3-901249-91-4


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Amerikanischer Südwesten

Geschichte, Kultur, Mythos

Arno Heller

ISBN: 978-3-901249-91-4
brosch., 272 Seiten, Farbbilder, s/w-Abbildungen
2006, innsbruck university press • iup
Preis: 24 Euro

"Land of Enchantment“ nennen die Bewohner New Mexicos ihr Land und meinen damit die besondere Aura des amerikanischen Südwestens insgesamt: neben New Mexico auch Arizona und die südlichen Abschnitte von Utah und Colorado. Es ist eine Region der USA, die wegen ihrer spektakulären Wüsten- und Canyonlandschaften auf Europäer schon immer größte Faszination ausgeübt hat. Dieses Buch legt jedoch den Schwerpunkt auf geschichtlich und kulturell herausragende und interessante Ereignisse, Orte und Menschen. Der thematische Bogen spannt sich von den frühgeschichtlichen Indianerkulturen bis zu den Reservationen von heute, von den spanischen Eroberern, Missionaren und Kolonisatoren über die Trapper, Goldsucher und Abenteurer des „wilden“ Südwestens bis zum urbanisierten und industrialisierten Sunbelt der Gegenwart. Die Spuren dieser vielschichtigen, multiethnischen Vergangenheit, die Klippenhäuser der Anasazi, die Indianer-Pueblos, die spanischen Haziendas und Missionskirchen, der Santa Fe Trail, alte Trading Posts, verfallene Militärforts und Ghosttowns sowie die populäre Route 66 stehen im Mittelpunkt. Hinzu treten „Geschichten“ von großen historischen Persönlichkeiten: der spanische Conquistador Francisco de Coronado, der Welschtiroler Jesuitenmissionar Pater Eusebio Kino, der legendäre Frontiersmann Kit Carson, der Apachenrebell Geronimo oder Ikonen der populären Kultur wie Billy the Kid und Wyatt Earp. Eine Darstellung der einflussreichen Künstlerkolonie von Taos in den 1920er Jahren – etwa Willa Cather, Mary Austin, D.H. Lawrence oder Georgia O'Keeffe – mit ihrem Bemühen um die Herausbildung eines Südwestmythos sowie ein Aufriss der neueren Literatur- und Filmgeschichte der Region runden das Buch ab.

Rezension vom 01. September 2007 auf derstandard.at

ISBN: 978-3-902571-00-7

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Menschen - Regionen - Unternehmen

Festschrift für Franz Mathis zum 60. Geburtstag

Helmut Alexander, Elisabeth Dietrich-Daum, Wolfgang Meixner (Hg.)

ISBN: 978-3-902571-00-7
42 s/w Graphiken und Tabellen, 296 Seiten
2006, innsbruck university press • iup
Preis: 19,50 Euro

Diese Festgabe zum 60. Geburtstag von Franz Mathis beinhaltet Beiträge von 13 jüngeren Vertreterinnen und Vertreter des Faches Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie Personen, die seinen Lehrstuhl in Innsbruck vertreten haben.

Der inhaltliche Bogen spannt sich dabei von der Genese der historischen Frauenforschung in Österreich (Gabriella Hauch), zur Kultur der Gastlichkeit in den südlichen Alpen (Andrea Leonardi), den Inhaberinnen von Erfindungspatenten in der Habsburgermonarchie (Juliane Mikoletzky), zu den Sklaven und Sklavenpreisen (Josef Nussbaumer), zum Risiko Unehelichkeit in Cisleithanien (Michael Pammer), zu Fragen der Bevölkerungsbewegung in Österreich im 19. Jahrhundert (Peter Treibacher) sowie des Marshall-Plans und der Westintegration (Günter Bischof), einer maritimen Globalisierungsgeschichte des 15. Jahrhunderts (Andreas Exenberger), einer Geschichte der Berge anhand der Alpen und Anden (Jon Mathieu), zu Geschäft und Geschlecht (Irene Brandhauer-Schöffmann), des Vergleichs von Sparkassensystemen in Europa (Christian Diringer), des Aufstiegs und Falls einer innerösterreichischen Unternehmerdynastie im 19. Jahrhundert (Werner Drobesch), bis hin zum Aufstieg und Niedergang des Vöslauer Textilkonzerns (Andreas Resch) und steckt damit, wie im Titel des Bandes "Menschen-Regionen-Unternehmen" angedeutet, die Interessens- und Forschungsgebiete des Jubilars ab.

 

Cover Fritz
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Antike öffentliche Bibliotheken und ihre bildungspolitische sowie kulturelle Bedeutung


Manuela Fritz

ISBN: 978-3-902571-12-0
brosch., 108 Seiten, 12 sw- und 5 Farbabbildungen
2007, innsbruck university press • iup
Preis: 12 Euro


Die Geschichte der Bibliotheken, der heute als selbstverständlich geltenden Einrichtungen zum Sammeln und Benutzen unterschiedlichster literarischer Werke, reicht weit in die vorchristliche Zeit zurück. In der vorliegenden Arbeit wurden sämtliche erhaltene literarische und epigraphische Quellen sowie archäologische Überreste gesammelt und beschrieben, anhand derer heute noch frühere Bibliotheken im Raume der Westküste der antiken Provinz Asia nachgewiesen werden können. Im weiteren Verlauf lassen eben diese Quellen, Überreste und Informationen Überlegungen und auch Anhaltspunkte zu, die das Wesen antiker Bibliotheken zu ergründen helfen; so können auf Fragen nach Zusammenhängen zwischen Bibliotheken und Bildungseinrichtungen, nach dem Interesse der Herrscher und auch privater Personen an Bildung, nach dem öffentlichen Zugang zu Bibliotheken sowie ihren Beständen und Benutzern und letztlich nach ihrer tatsächlich bestandenen hohen Prestigeträchtigkeit Antworten gegeben werden.

ISBN: 978-3-901249-90-7
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Der Mann im Eis – Die Fundgeschichte

Die Interpretation der Quellen als Grundlage für die Rekonstruktion des archäologischen Befunds

Elisabeth Rastbichler Zissernig

ISBN: 978-3-901249-90-7
Hardcover, 292 Seiten, 150 Farbabbildungen
2006, innsbruck university press • iup
Preis: 40 Euro

Wohl kaum ein archäologisches Ereignis der letzten Jahre hat die Menschen so berührt, wie die Auffindung der 5300 Jahre alten Mumie samt Kleidung und Ausrüstung im Gletschereis auf 3210 m Seehöhe. Die wissenschaftliche Auswertung des Fundes hat an der Universität Innsbruck vielfältige Innovationen ausgelöst und der interdisziplinären Zusammenarbeit wichtige Impulse verliehen. An keinem Projekt zuvor waren so viele Wissenschaftler verschiedener Disziplinen beteiligt. Weltweit haben 64 Forschungsgruppen an dem "Mann aus dem Eis" gearbeitet. Das Nürnberger Ehepaar Erika und Helmut Simon entdeckte am 19. September 1991 die Gletschermumie, im Volksmund 'Ötzi' genannt, unterhalb des Hauslabjochs. Die offizielle Bergung wurde am 23. September 1991 durch den damaligen Vorstand des Instituts für Gerichtsmedizin der Universität Innsbruck, Prof. Rainer Henn, durchgeführt. Sechs Jahre lang befand sich der Leichnam unter gletscherähnlichen Bedingungen am Institut für Anatomie der Universität Innsbruck, wo er eingehend untersucht und konserviert wurde. Im Januar 1998 wurde die Mumie vom Similaun dann in das speziell adaptierte Archäologiemuseum in Bozen überstellt, wo er heute einer breiten Öffentlichkeit zugänglich ist.

Verbrannte Visionen
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Verbrannte Visionen? Erinnerungsorte der Täufer in Tirol

Astrid von Schlachta, Ellinor Forster, Giovanni Merola (Hg.)

Mit Beiträgen von  Ulrike Assner, Ellinor Forster, Anny Franzelin, Daniela Jänsch, Thomas Kuster, Helmut Meier, Juliane Pattis, Eva Reinecker, Margit Roy, Astrid von Schlachta, Romedio Schmitz-Esser, Daniela Senfter, Renate Waldhof, Kathrin Waldner, Julia Walleczek, Gertraud Wilfling

Band 1
ISBN: 978-3-902571-10-6
broschiert, 204 Seiten, zahlreiche Farbabbildungen
2007, innsbruck university press • iup
Preis: 14 Euro

Der Band thematisiert die Spannungsfelder zwischen verschiedenen sozialen Gruppen der Gesellschaft und ihren Ideen. Dabei lag es jeweils in der Definition der Gruppen, was Norm war und wer die „Anderen“ waren. Im 16. Jahrhundert wurden im gesamten Heiligen Römischen Reich Täufer als die „Anderen“ etikettiert – das konfrontierte sie mit Verfolgung, Vertreibung und Tod. Der erschienene Begleiter zu Erinnerungsorten der Täufer und Täuferinnen in Tirol beschäftigt sich mit jenen Orten, die sich zwar im Gedächtnis der nordamerikanischen Hutterer bis heute erhalten haben, für die heutigen TirolerInnen jedoch vielfach in Vergessenheit geraten sind. Mit den „Erinnerungsorten“ in der Hand können sich LeserInnen auf die Spuren der Täuferinnen und Täufer im historischen Tirol begeben und das Land von einer vielleicht noch etwas weniger bekannten Seite entdecken. Vor diesem Hintergrund stellen sich aus der Geschichte auch Fragen für das Heute: Wie gehen wir mit Andersdenkenden um? Wie offen können wir für neue Ideen sein?

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