Lehramtsstudium Deutsch als Unterrichtsfach
Das Lehramtsstudium "Deutsch als Unterrichtsfach" verbindet eine
fachwissenschaftliche, eine fachdidaktische und eine pädagogische
Ausbildung, um die Absolventinnen und Absolventen auf das Unterrichten
an höheren Schulen vorzubereiten. Dabei erwerben sie
aber auch Kompetenzen und Fertigkeiten, die über das Berufsfeld der
Schule hinaus, beispielsweise für den Bereich der Erwachsenenbildung,
von großer Bedeutung sind. Derzeit ist das Lehramtsstudium noch nicht
vom Bologna-Prozess (Umstellung auf Bachelor/Master) betroffen.
Kerninformationen

- Dauer: 9 Semester
- Akademischer Abschluss: Mag. phil. (Magister/Magistra philosophiae)
- Informationsmaterial und Formulare: Wir haben auf einer eigenen Seite die wichtigsten Unterlagen für das Studium zusammengestellt. Dort finden Sie den Studienplan, den empfohlenen Ablauf des Studiums, die Anrechnungsliste für Lehrveranstaltungen Diplom/Bachelor, Literaturhinweise, diverse Formulare sowie den Studienleitfaden für das aktuelle Semester. Mehr dazu
- Aktuelles Vorlesungsverzeichnis: Klicken Sie auf Online-Vorlesungsverzeichnis → Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät → Unterrichtsfach Deutsch (Lehramt)
Zielsetzung

Die Ausbildung des Lehramtsstudiums "Unterrichtsfach Deutsch" umfasst im Fachstudium den Erwerb von fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Kenntnissen und Kompetenzen.
Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der deutschen Sprache und Literatur in Geschichte und Gegenwart sowie mit den damit zusammenhängenden soziokulturellen und gesellschaftlichen Prozessen
soll die Absolventen und Absolventinnen befähigen, auf der Basis einer
soliden Fachkompetenz den Bildungs- und Lehraufgaben sowie den
didaktischen Anforderungen so gerecht zu werden, dass der Unterricht
sowohl den altersspezifischen Voraussetzungen der Schülerinnen und
Schüler und der Lebenswelt der Jugendlichen als auch den
unterschiedlichen spezifischen Ausbildungszielen der verschiedenen
Schultypen entspricht.
Prinzipiell werden in der Ausbildung auch die
sozialen, politischen und interkulturellen Möglichkeiten und
Perspektiven der Beschäftigung mit Sprache und Literatur berücksichtigt,
damit kulturelle Vielfalt und Mobilität als Chance und Aufgabe wahrgenommen werden können.
Berufsqualifikation

Das
Lehramtsstudium dient primär der wissenschaftlichen Berufsvorbereitung
für die höheren Schulen, aber es qualifiziert auch (wie das
Diplomstudium) zu beruflichen Tätigkeiten in allen Bereichen des
kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Lebens. Vor allem in
solchen, in denen Sprache, Kommunikation und/oder Literatur und Kunst im
Mittelpunkt stehen.
Praktische Fragen

Was ist die STEOP?
Wir haben eine eigene Seite mit Informationen zur STEOP zusammengestellt. Mehr dazu
Wie viele und welche pädagogischen Pflichtstunden muss ich machen?
Das Lehramtsstudium setzt sich aus einem allgemein-pädagogischen Teil
und zwei fachspezifischen Teilen zusammen. Bei der Inskription müssen
Sie zwei Unterrichtsfächer bekannt geben, und zwar aus folgenden
Wahlmöglichkeiten: Deutsch, Englisch, Französisch,
Geschichte-Sozialkunde-Politische Bildung, Griechisch, Italienisch,
Latein, Leibeserziehung, Psychologie und Philosophie (derzeit
ausgesetzt), Russisch, Spanisch.
Der allgemein-pädagogische Teil des
Lehramtsstudiums besteht aus der pädagogischen und schulpraktischen
Ausbildung und ist für alle Kombinationen von Unterrichtsfächern gleich.
Die pädagogische Ausbildung im Lehramtsstudium umfasst pro
Unterrichtsfach 8 Semesterstunden, daher insgesamt 16 Semesterstunden.
Dazu kommt noch die schulpraktische Ausbildung im Ausmaß von 12 Wochen
mit 120 Stunden (= 8 Semesterstunden) pro Unterrichtsfach, daher
insgesamt mit 240 Stunden (= 16 Semesterstunden).
Schließlich müssen
Sie noch die fachspezifischen Teile absolvieren. Sie bestehen aus der
fachdidaktischen und fachwissenschaftlichen Ausbildung in den gewählten
Unterrichtsfächern. Details entnehmen Sie bitte dem Studienplan und der
Homepage des ILS, das für die Abwicklung der pädagogischen Ausbildung im
Lehramtsstudium verantwortlich zeichnet.
Zur Homepage des ILS
Was ist das ILS?
ILS bedeutet Institut für LehrerInnenbildung und Schulforschung. Es
ist für den pädagogischen Teil des Lehramtsstudiums zuständig. Wenn Sie
das Lehramtsstudium "Unterrichtsfach Deutsch" inskribiert haben, werden
Sie daher viele Lehrveranstaltungen des ILS besuchen. Weitere Informationen direkt beim ILS
Wo finde ich das ILS?
Das ILS ist derzeit im 5. Stock des Geiwi-Turms angesiedelt. Sie erreichen es über den
Haupteingang und das Stiegenhaus des Geiwi-Turms, also desselben
Gebäudes, in dem sich auch das Institut für Germanistik befindet
(Innrain 52).
Kann ich, wenn ich das Diplomstudium absolviere, im Nachhinein die Didaktik nachholen, um später zu unterrichten?
Um an einer AHS (Allgemeinbildenden Höheren Schule) oder BHS
(Berufsbildenden Höheren Schule) unterrichten zu können, müssen Sie das
Lehramtsstudium absolviert haben. Für das Lehramtsstudium benötigen Sie
zwei Unterrichtsfächer (Auswahl: siehe oben). Wenn Sie vom Diplomstudium
in das Lehramtsstudium wechseln oder im Anschluss an das Diplomstudium
das Lehramtsstudium nachholen wollen, werden Ihnen Leistungen des
Diplomstudiums für das Lehramtsstudium angerechnet. Die so genannte
Äquivalenzliste und allfällige Beratung erhalten Sie bei Ao. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Hackl.
Nachzuholen sind die allgemein-pädagogische, die fachdidaktische und
praktische Ausbildung. Die Diplomarbeit muss einen deutlich erkennbaren
Schulbezug aufweisen.
Wie finde ich ein Thema für die Diplomarbeit?
Mit der Diplomarbeit sollen Sie nachweisen, dass Sie dazu imstande
sind, wissenschaftliche Themen selbständig sowohl inhaltlich wie auch
methodisch vertretbar zu bearbeiten. Die Voraussetzung für die Übernahme
eines Diplomarbeitsthemas ist der Abschluss des 1. Studienabschnitts.
Das
Wichtigste bei der Wahl eines Themas ist natürlich, dass es Sie
interessiert und motiviert, denn Sie beschäftigen sich schließlich über
einen längeren Zeitraum mit der Diplomarbeit. Ein weiteres Kriterium
kann Ihre Absicht sein, in einem bestimmten Beruf Fuß zu fassen, wobei
eine thematisch verwandte Diplomarbeit Ihnen sicher nicht hinderlich
sein wird.
Das Thema der Diplomarbeit müssen Sie aus einem der im
Studienplan festgelegten Prüfungsfächer Ihres Studienschwerpunktes oder
des Wahlpflichtfaches wählen. Dabei dürfen Sie das Thema Ihrem Betreuer
bzw. Ihrer Betreuerin selbst vorschlagen, er oder sie muss damit jedoch
einverstanden sein. Sie können aber auch aus Themenvorschlägen Ihres
Betreuers/Ihrer Betreuerin auswählen. Wichtig ist, dass die Diplomarbeit
im Lehramtsstudium einen Schulbezug aufweisen muss. Die
Aufgabenstellung der Diplomarbeit ist jedenfalls so zu wählen, dass Sie
das Thema grundsätzlich innerhalb von sechs Monaten bearbeiten können.
Titel
und BetreuerIn der Diplomarbeit müss übrigens mindestens ein Semester
vor Abgabe der Diplomarbeit im Prüfungsreferat bekannt gegeben werden
(Formular im Prüfungsreferat).
Wie finde ich eine/n BetreuerIn für meine Diplomarbeit?
Diese Frage hängt mit der vorhergehenden nach dem Thema der
Diplomarbeit untrennbar zusammen. Grundsätzlich gibt es zwei
Herangehensweisen:
- Sie haben konkrete Vorstellungen, in welchem Prüfungsfach oder sogar zu welchem Thema Sie Ihre Diplomarbeit verfassen wollen (z.B. Neuere deutsche Literaturwissenschaft oder Germanistische Linguistik). Davon ausgehend suchen Sie im jeweiligen Fachbereich eine/n habilitierte/n MitarbeiterIn. Je konkreter Ihre Themenvorstellung ist, desto eher wird sich eine bestimmte Person anbieten, die in dem Bereich bereits forscht.
- Sie wissen, dass Sie bei einem bestimmten Betreuer, einer bestimmten Betreuerin Ihre Diplomarbeit schreiben möchten. Dann richtet sich Ihre Themensuche nach den Forschungsgebieten der betreffenden Person. Es ist allerdings nicht sinnvoll, eine/n BetreuerIn rein nach Sympathie auszusuchen. Ihr fachliches Interesse sollte im Vordergrund stehen. (Im Idealfall ergänzen persönliche und fachliche Vorlieben einander.)
Wo und wie reiche ich meine Diplomarbeit ein?
Vergessen Sie nicht, dass Sie die Diplomarbeit 6 Monate vor der
Abgabe im Prüfungsreferat anmelden müssen (siehe oben). Sie reichen die
fertige Diplomarbeit in 3-facher Ausfertigung beim Prüfungsreferat ein,
und zwar mindestens 2 Monate vor der geplanten kommissionellen Prüfung
(letzter Teil der 2. Diplomprüfung). Sprechen Sie sich auf jeden Fall
auch mit Ihrer Betreuerin bzw. Ihrem Betreuer ab, ob dieser Zeitraum
ausreichend für eine Begutachtung ist, denn die Voraussetzung für die
Zulassung zum zweiten Teil der zweiten Diplomprüfung ist die positive
Beurteilung der Diplomarbeit. Im Prüfungsreferat erhalten Sie weitere
Beratung. Zur Homepage des Prüfungsreferats
Wie läuft die Diplomprüfung ab?
Die erste Diplomprüfung besteht aus einer Sammlung der laut Studienplan erforderlichen Zeugnisse über die Pflichtfächer.
Die zweite Diplomprüfung besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil
umfasst in der Regel die erfolgreiche Teilnahme an den vorgeschriebenen
Lehrveranstaltungen (Pflicht- und Wahlfächer) oder in Ausnahmefällen
eine Fachprüfung (siehe Studienplan).
Voraussetzungen für die
Zulassung zum zweiten Teil der zweiten Diplomprüfung sind die positive
Beurteilung der Diplomarbeit und der Nachweis über die Absolvierung der
erforderlichen Lehrveranstaltungen. Dieser zweite Teil der Diplomprüfung
ist eine kommissionelle Gesamtprüfung. Es handelt sich dabei um eine
einstündige mündliche Prüfung mit zwei Prüferinnen bzw. Prüfern und
einem bzw. einer Vorsitzenden. Die Prüfung besteht wiederum aus zwei
Teilen:
- einer Prüfung aus dem Prüfungsfach, dem der Gegenstand der Diplomarbeit zuzuordnen ist und
- einer Prüfung aus einem weiteren Prüfungsfach im 2. Abschnitt laut Studienplan.
Stoff und Lektüreliste dieser beiden Teilprüfungen sind mit dem/der jeweiligen Prüfer/in abzusprechen. Die Diplomprüfung muss im Prüfungsreferat angemeldet und im Sekretariat der Germanistik bekanntgegeben werden.
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