Drittmittelprojekte
Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über laufende Drittmittelprojekte am Institut für Germanistik.
Zu den abgeschlossenen Projekten
Autorenhomepages. Ein Projekt zur Erfassung, Analyse und Langzeitarchivierung
Der Begriff "Autorenhomepage" meint eine Form der Selbstdarstellung von AutorInnen im Internet. Üblicherweise wird damit eine Internetpräsenz verbunden, die noch vor der Popularisierung interaktiver Anwendungsformen ("Web 2.0") entstanden ist, also eine auf dem Sender-Empfänger-Modell basierte Publikationsform, die AutorInnen selbstbestimmt nutzen, um sich und ihr literarisches Schaffen in der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Der Schwerpunkt des Forschungsvorhabens liegt auf der Archivierung, Dokumentation und Analyse von ausgewählten Autorenhomepages im deutschsprachigen Raum. Die Ergebnisse werden über eine Datenbank und ein digitales Archiv öffentlich zur Verfügung gestellt.
Die Auswahl der Homepages soll in Kooperation bzw. Absprache mit einschlägigen Institutionen (Literaturarchive, Bibliotheken u. a.) erfolgen.
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Laufzeit: 01.05.2011-30.05.2014
Projektleitung: Stefan Neuhaus; Wissenschaftliche Durchführung: Elisabeth Sporer;
Koordination und Organisation: Renate Giacomuzzi
Förderer: Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF)
Namenökologie - Flurnamen und Landschaftsökologie im inneren Ötztal
Flurnamen wie Mahdstuhl, Windlehn, Am spitzigen Stein oder Grantenköfele
geben uns Auskunft über die Landnutzung für Besiedlung und
Landwirtschaft, Jagd und Wege. Sie benennen Landmarken zur besseren
Orientierung. Aus Flurnamen lassen sich auch oft Informationen über
Gefahrenpotentiale ableiten. Flurnamen sind der Seismograph für die
Wahrnehmung und Einschätzung von Naturressourcen und die Veränderung
der Kommunikationsstruktur.
Ziel des Projekts ist die Zusammenschau von Benennungsmotiven, Namenetymologie, historischen Quellen und Landschaftsökologie.
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Laufzeit: 01.09.2010-31.12.2011
Projektleitung: Lorelies Ortner, Rüdiger Kaufmann; Mitarbeiterinnen: Yvonne Kathrein, Johanna Pidner
Förderer: Kulturabteilung des Landes Tirol
Toponymy
Teilprojekt des interdisziplinären Projektes "Alpine Land Use at Obergurgl, Tyrol, Austria (ALPO)"
Ausgangspunkt
ist die These, dass Flurnamen Kristallisationspunkte für
namenkundliche, archäologische, ökologische und berglandwirtschaftliche
Informationen darstellen. Es werden verschiedene historische Quellen gesichtet, in denen Wissen über die mit den Flurnamen benannten Fluren und die damit verbundenen Alltagspraktiken in der Vergangenheit
enthalten ist. Erwartet werden Informationen über die Namen selbst
(Benennungsmotiv als Anhaltspunkt für historische Landnutzung und
Landnutzungsänderung, heute verschollene Namen, Namenänderungen), über
Gestalt und Fläche der mit den Namen benannten Grundstücke, über
Eigentumsgrenzen, über Liegenschaftsbewertungen mit Besitzerangabe und
Nutzungsrechten(z.B. Gemeindeweide, Wald des Landesfürsten), über
Wirtschaftsanlagen (Ställe, Almhütten), Wege, Brücken und Bäche sowie
über unterschiedliche Bodennutzung (z.B. Bergmähder, Weide, Alm, Wald,
Jagd).
Laufzeit: 01.07.2010-30.9.2011
Projektleitung: Lorelies Ortner, Rüdiger Kaufmann; Mitarbeiterin: Yvonne Kathrein
Förderer: Vizerektorat für Forschung
Kritische Ausgabe der Werke Ernst Tollers
Ernst Toller, geb. 1893, gilt als einer der wenigen international
bedeutenden Dramatiker deutscher Sprache. Er war zunächst, neben Bertolt
Brecht und Ödön von Horváth, der einflussreichste Dramatiker in der Zeit der Weimarer Republik, geriet dann aber nach seinem Selbstmord 1939 in Vergessenheit. Die neue kritische Ausgabe
seiner Werke strebt keine Selektion nach kanonisierten oder, aus
möglicherweise anzulegenden literarästhetischen Maßstäben, nicht
kanonisierbaren Werken an, im Gegenteil – der ganze Toller soll
präsentiert werden, so gründlich und umfassend, wie es der heutige Stand
der Toller-Forschung erlaubt. Mehr dazu
Laufzeit: 01.09.2009-31.08.2012
Projektleitung: Stefan Neuhaus; Mitarbeiter: Michael Pilz, Gerhard Scholz
Förderer: Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF)
Voll- und Nacherhebungen der Tiroler Ortsmundarten (Nord- und Osttirol)
Im Auftrag des Tiroler Dialektarchivs wird seit Jahren in den Gemeinden Tirols die Mundart erhoben. Ziel der Erhebungen ist es, die Tiroler Ortsdialekte möglichst flächendeckend zu dokumentieren. Dieses Ziel ist fast erreicht. Derzeit archiviert das Tiroler Dialektarchiv über 180 Mundart-Aufnahmen aus Nord-, Ost- und Südtirol. Im vorliegenden Projekt werden eine größere Zahl an Nacherhebungen und zwei vollständige Aufnahmen (Lienz und Schlaiten) durchgeführt. Die Nacherhebungen dienen dazu, die bisher gemachten Aufnahmen zu kontrollieren und zu ergänzen. Mit diesem Projekt soll die Erhebung der Tiroler Mundarten arrondiert werden und zum Abschluss kommen. Das Material ist dann für die weitere wissenschaftliche Bearbeitung bereitgestellt.
Laufzeit: 01.03.2010-20.05.2012
Projektleitung: Maria Pümpel-Mader; Mitarbeiter: Prof. Dr. Eugen Gabriel, Prof. Dr. Wilfried Schabus
Förderer: Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung Kultur
