Stadt- und Regionalforschung
Stadt- und Regionalforschung greift praxisrelevante Fragen der Regionalentwicklung auf und verknüpft sie mit Prozessen des globalen WandelsStadt- und Regionalforschung versteht sich als Prozessforschung, die die Chancen und Risiken des globalen Wandels für regionale Entwicklungsprozesse analysiert und Strategien nachhaltiger Regionalentwicklung konzipiert.
Regionen stehen im Rahmen zunehmender Globalisierungseinflüsse weltweit vor neuartigen Herausforderungen, denn globale Akteure greifen in regionale Prozesse ein und beschleunigen den räumlichen Strukturund Funktionswandel. Sowohl die theoriegeleitete Analyse dieser komplexen Zusammenhänge als auch Prognose, Evaluierung und Strategieentwicklung für die Planung stehen im Vordergrund des Interesses.
Basierend auf der Idee, dass Städte mit ihren Regionen eine Einheit bilden, werden integrative Ansätze verfolgt, in denen Stadtentwicklungsprozesse in ihrer Verflechtung mit dem ländlichen Raum, der seinerseits einen tiefgreifenden Funktionswandel durchläuft, untersucht und in Beziehung zu Fragen von Ressourcennutzung und -management gesetzt werden. Praxisorientierung einerseits und Nachhaltigkeitsaspekte andererseits gehören dabei zu den erkenntnisleitenden Aufgaben der Stadt- und Regionalforschung.
Die Counterurbanisierung und die Amenity-led Migration Forschung beschäftigen sich mit demographischen Entwicklungen und Vorgängen im Stadt-Land-Gefüge (Stadt-Land-Wanderung) und in weiterer Folge mit wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und raumplanerischen Fragestellungen. Ein besonderes Untersuchungsgebiet stellen in dieser Hinsicht ethnolinguistische Minderheitengebiete im Alpenraum dar.
Regional stehen neben Tirol und Österreich Gebirgsräume allgemein sowie dynamische Räume in Europa, dem tropischen Hochgebirge, Nord- und Lateinamerika im Zentrum der Innsbrucker Forschungen.
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