7. Juni 2011 09:00 – 17:00
Universität Innsbruck
Aula (1. OG Raum 1001)
Innrain 52
6020 Innsbruck
Lernen wird mobil - ob im Zug, im Flugzeug oder anderen Plätzen außerhalb des "normalen" Lernumfelds. Durch mobile Tools und mobile Geräte entstehen neue Möglichkeiten sich einerseits schnell zu informieren, andererseits längerfristig fortzubilden. Somit muss man der Frage nachgehen, ob, und wenn ja wie, Mobilität Lernen und Unterrichten verändert. Wird mit unserem Verhalten auch "das Lernen" beweglicher und flexibler?
Der E-Learning-Tag 2011 bietet die Gelegenheit, das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven (Forschung, Feldversuche, was gibt es bereits in Innsbruck zu dem Thema, usw.) zu betrachten. Die Themen des Tages werden in einer abschließenden Podiumsdiskussion zusammengefasst.
Das VR für Lehre und Studierende sowie die Abteilung Neue Medien und Lerntechnologien freuen sich, Sie am 07. Juni 2011 begrüßen zu können!
Theo Hug ist Professor für Erziehungswissenschaften mit Schwerpunkt Medienpädagogik und Kommunikationskultur sowie Sprecher des interfakultären Forums Innsbruck Media Studies an der Universität Innsbruck. Zu den jüngsten Publikationen zählen Media Communities (gemeinsam mit Brigitte Hipfl, Münster 2006), Didactics of Microlearning (Münster, 2007),Mediatic turn – Claims, Concepts and Cases / Mediale Wende – Ansprüche, Konzepte und Beispiele (Frankfurt a. M. u. a., 2009), Medien - Wissen - Bildung: Explorationen visualisierter und kollaborativer Wissensräume (gemeinsam mit Ronald Maier, Innsbruck 2010), Visuelle Kompetenz (gemeinsam mit Andreas Kriwak, Innsbruck 2011).
"Mobiles Lernen" ist seit einigen Jahren Thema in
bildungspolitischen, technologischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Diskursen
geworden. Das Spektrum an vertretenen Auffassungen sowie an Hoffnungen und
Befürchtungen ist denkbar breit. Das betrifft explizite oder implizite
Konzeptionen des Lernens und der Mobilität gleichermaßen. Der Beitrag gibt
einen Überblick über relevante Dimensionen und Aspekte der Thematik. Dabei
zeigt sich, dass ein Verständnis des Konzepts im Sinne von 'Lernen mit mobilen
Endgeräten und Softwareanwendungen' nur begrenzt brauchbar ist. Einerseits
werden im Beitrag Optionen der Weiterung einer pädagogischen Theorie des Lernens
aufgezeigt, andererseits werden anhand einiger Praxisbeispiele Möglichkeiten
und Grenzen des mobilen Lernens aufgezeigt.
Dr. Christian Glahn ist Assistenzprofessor
am Centre for Learning Sciences and Technologies der Open University of The
Netherlands. Dort ist er Mitglied der CELSTEC Laboratories und entwickelt dort
Lösungen für mobile Lernen und mobile didaktische Designs. Dr. Glahn hat
Erziehungswissenschaften und Informatik in Berlin, Medienpädagogik an der
Universität Innsbruck studiert und das Doktorat zu Lerntechnologien an der Open
University of The Netherlands absolviert.
Das iPhone haben den
mobilen Umgang mit Informationen und Cloud-Diensten Massentauglich gemacht und
in den Alltag gebracht. Im Bildungssektor sind digitale Lernumgebungen in den
meisten Institutionen im Einsatz. Durch mobile Breitbanddienste und günstige
Internet-taugliche Endgeräte werden nun auch mobile Lernangebote auf institutioneller
Ebene realisierbar. Dieser Wandel führt zu neuen Anforderungen zur Gestaltung
von Lernprozessen. Hierbei gilt es die veränderte Informationsnutzung und
Interaktionsstrategien zu berücksichtigen. Dieser Vortrag zeigt an Hand von
Projekten, wie sozial Software mit mobilen Technologien wie Ortsbezogene
Dienste und Smart Objects effektiv für die Lernunterstützung integriert werden
können.
Regine Heidorn ist seit 2006 selbständig mit der Bit-Boutique http://bit-boutique.de. Nach philologischen, ethnologischen und kulturwissenschaftlichen Studien in Hessen und Norddeutschland, Radkurierfahrerei in Bremen und einer Ausbildung im Multimedia-Bereich in Berlin machte Regine Heidorn an der Philipps-Universität Marburg Ethnologen mit dem Web 2.0 vertraut. Für das Projekt eVideo an der HTW Berlin konzipiert sie mobile Exkursionen rund um die Themen Identität, Design und Business 2.0 und schreibt für das dortige Projekt-Blog die Kolumne Mobile Bit-Boutique. Für das Exzellenzcluster Topoi beschäftigte sie sich mit der Informations-Architektur der virtuellen Forschungsumgebung.
Mobile Exkursionen - was man sich darunter vorstellen darf, welche Inhalte sie haben können und was dabei gelernt werden kann - darum wird es in ihrem Beitrag gehen. Kurz können mobile Exkursionen als eine Art Orientierungslauf in der Stadt gesehen werden. Das einzige Hilfsmittel zur Orientierung, Informationsgewinnung, Kommunikation und Aufgabenbewältigung ist dabei ein internetfähiges Handy oder Smartphone. 2011 wird bereits die 3. Exkursion stattfinden, wieder mit einem anderen Themenschwerpunkt und entsprechend angepasstem Ablauf: das Konzept läuft gut mit unterschiedlich großen Gruppen und unterschiedlicher Erfahrung der Teilnehmer im Umgang mit mobilen Endgeräten (dazu zählen auch Tablet-PCs oder Laptops). Wie das funktionieren soll? Dazu wird Ihnen Regine Heidorn Rede und Antwort stehen, nicht nur während ihres Beitrags, sondern auch in der Diskussionsrunde am Abend.
15:15 15:30 Pause
15:30 16:15 „SimLinz mobile - interaktives Stadt- und
Geoinformationssystem"
Kathrin
Meyer ist studierte Biologin und befasst sich seit 1997 inhaltlich und
konzeptionell mit Ausstellungen und Exponaten. Aufgrund ihrer bisherigen
Tätigkeiten und ihrer Erfahrungen insbesondere in der Projektentwicklung ist
sie seit 2009 Director Experience Design im Ars Electronica Futurelab.
SimLinz
ist als begehbare Datenbank über Linz konzipiert und nützt neue
Kommunikationsmittel, um komplexe, zusammenhängende Informationen intuitiv
erfahrbar zu machen. Ob Buch oder Stadtplan – alles wird zur interaktiven
Oberfläche. Analog und digital reagieren aufeinander: Stift und Papier
verbinden sich mit Computer und Projektion. Anhand exemplarischer Daten seit
den 1950ern bis heute lässt sich die Entwicklung von Linz im Laufe der Jahre
beobachten.