7. E-Learning Tag 

Lösungen und Konzepte für große Lehrveranstaltungen

17. Juni 2009

 









































 Zusammenfassung:

Links auf die Vorträge als Videos und Folien finden Sie unter http://streaming.uibk.ac.at/medien/c102/c1021067/eLearningTag_2009-06-17/index.html

 

Die Universität Innsbruck steht, wie andere Massenuniversitäten, vor der Schwierigkeit Lehrveranstaltungen für viele TeilnehmerInnen anbieten zu müssen. So sind aktuelle Themen und Probleme an unserer Universität die Hörsaalknappheit, zu kleine Hörsäle, didaktische Konzepte für Blended-Learning-Veranstaltungen, der Einsatz von TeletutorInnen, die optimale Betreuung der Studierenden und die steigenden Studierendenzahlen.
Im Rahmen der Tagung sollen diese Schwierigkeiten aufgegriffen und didaktisch-kreative Konzepte und Lösungen aufgezeigt werden.

 

Veranstaltungsort: Hörsaal 2, Universität Innsbruck, SoWi, Universitätsstraße 15b, 6020 Innsbruck

 

Zeit 
Vortrag 
09:00 - 09:15

Registrierung

09:15 - 09:30

Eröffnung

Dr. Dirk Draheim, Leiter des Zentralen Informatikdienstes, Universität Innsbruck

Dirk Draheim

 

09:30 - 10:15
(mit Diskussion)

Dr. Michael Beißwenger, MA, Technische Universität Dortmund - Institut für deutsche Sprache und Literatur

Blended Learning mit Bulletin Boards:
Erfahrungen mit einem Konzept für große Lehrveranstaltungen in der Germanistik

Abstract:

Der Vortrag beschreibt ein Blended-Learning-Konzept für große Veranstaltungen, das im Rahmen von vier Grundlagenvorlesungen mit insgesamt 464 Studierenden erprobt wurde, und berichtet über die dabei gesammelten Erfahrungen. Zentrale Komponenten des Konzepts waren eine wöchentlich stattfindende, zweistündige Präsenzvorlesung sowie eine Bulletin-Board-Plattform, auf welcher von den Studierenden einzeln oder in Teams Übungsaufgaben zu bearbeiten waren, die der Anwendung und Vertiefung von Methoden und Inhalten aus den Präsenzterminen dienten. Für die Realisierung der Bulletin-Board-Plattform wurde die deutsche Version der Open Source-Software phpBB (www.phpbb.de) verwendet, die sich durch eine einfache Administrierbarkeit und Handhabbarkeit auszeichnet, eine Organisation der Kommunikation in beliebige Rubriken und Einzelforen erlaubt sowie differenzierte Möglichkeiten zur Vergabe von Zugriffs-, Lese- und Schreibrechten bereitstellt. Die phpBB-Plattform diente im Rahmen des Veranstaltungskonzepts einerseits als Plattform für die Bereitstellung und Bearbeitung von Aufgaben und konnte andererseits für eine aufgabenbegleitende problembezogene Tutorierung genutzt werden. Die Präsenzvorlesung und die Online-Aufgaben waren wechselseitig aufeinander bezogen: Die Vorlesung vermittelte das fachliche und methodische Fundament für die Aufgabenbearbeitung, die Ergebnisse wurden wiederum in Folgevorlesungen thematisiert.

 

Zur Person:

BeisswengerDr. Michael Beißwenger, M.A., studierte Deutsche Philologie (Germanistik) und Mittlere und Neue Geschichte an der Universität Heidelberg. Nach Magisterabschluss (2000) und Tätigkeiten als Wissenschaftler und Dozent im Bereich der germanistischen Linguistik an den Universitäten Heidelberg, Koblenz und Dortmund sowie am Institut für deutsche Sprache (Mannheim) promovierte er Anfang 2007 mit einer Arbeit zur "Sprachhandlungskoordination in der Chat-Kommunikation" an der Technischen Universität Dortmund (erschienen 2007 als Monographie im Verlag Walter de Gruyter in der Reihe "Linguistik - Impulse & Tendenzen"). Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen u.a. die sprachlichen Besonderheiten internetbasierter Kommunikation, Hypertext, Texttechnologie, Online Publishing sowie der Einsatz netzgestützter Kommunikationswerkzeuge (speziell Wikis/Hypertexte, Foren/Bulletin Boards, Chat) in Lehr-/Lernkontexten. Seit 2002 ist Michael Beißwenger als wissenschaftlicher Beschäftigter und Dozent an der Fakultät Kulturwissenschaften (Institut für deutsche Sprache und Literatur) der Technischen Universität Dortmund beschäftigt. Eine Übersicht seiner Veröffentlichungen findet sich unter http://www.michael-beisswenger.de.

 

10:15 - 10:30
Pause
10:30 - 11:15
(mit Diskussion)

Mag. Dr. Andrea Payrhuber und Mag. Claudia Schallert, Universität Wien - Fakultät für Sozialwissenschaften

Angeleitetes Selbstlernen in Großvorlesungen

Herausforderungen und Erfahrungen der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Wien in der Konzeption und Umsetzung der gemeinsamen Studieneingangsphase (SOWI-STEP)

Abstract:

Die Konzeption und Umsetzung einer gemeinsamen sozialwissenschaftlichen Studieneingangsphase erfordert eine entsprechende inhaltliche Annäherung zwischen den Fächern und bedeutet eine didaktische und organisatorische Herausforderung. Aufgrund der neuen Formen der Lehr- und Lernorganisation müssen bestehende Strukturen adaptiert werden. Durch ein an die spezifischen Rahmenbedingungen angepasstes Blended Learning Modell, bestehend aus Präsenzvorlesungen, einem hypermedialen Content Pool und von Teaching Assistants betreuten Online-Übungen, soll eine fundierte Orientierung ermöglicht, kontinuierliche Lernprozesse gefördert und die Lernsituation in Großvorlesungen verbessert werden. An- und Herausforderungen des Projekts in didaktischer, struktureller und organisatorischer Hinsicht sowie Erfahrungswerte aus den ersten beiden Studienjahren werden im Vortrag dargestellt.

Zur Person:
payrhuberMag. Dr. Andrea Payrhuber:

Degrees:

“Magister" 1998: Department of Communication at the University of ViennaDegree Dissertation: „Der Einfluß von privat‐intimen Themen im Fernsehen auf die Wert‐ und Normvorstellung der Rezipienten im Zusammenhang mit der Kontrollerwartung““romotion" 2002: Faculty of Social Sciences ‐ Vienna University Dissertation: „edaktionelle Online‐Medien –neue Anforderungen und Möglichkeiten für den Rezipienten“

Employment:

1998 ‐ 1991: Triconsult; Market‐ and Opinion Research
1990 ‐ 1994: ProMagatechnik; Publicity Department
1994 ‐ 1998: COM‐Stratega; Direct Marketing
1998 ‐ 2002: domesticDATA; Online Research; Project Leader: Evolution of Methods
2002 –2008: Scientific Assistent at the Department of Communication (University of Vienna)
2008 –now: lecturer at the Department of Communication (University of Vienna)

Service Activities:

since 2004: eLearning‐Representative of Department of Communication
since 2005: eLearning‐Representative of the Faculty of Social Sciences
since 2005: Project Leader “ublizistik Online" http://www.univie.ac.at/publizistik-online/
since 2005: Project Leader “eSowi" ‐ Blended Learning at the Faculty of Social Sciences www.univie.ac.at/esowi/
2007 – 2008: Member of curricular commission for Non‐degree Programs "eTutorInnen und Knowledge Experts“
2007 –2008: Member of curricular commission "Master in Higher Education ‐ Excellence in Research Based Teaching" (University of Vienna)
since 2007: Delegate of the University of Vienna for “orum Neue Medien in der Lehre Austria” http://www.fnm-austria.at/.

Zur Person:

schallertMag. Claudia Schallert koordiniert das eLearning Projekt „eSOWI-STEP“ sowie die Qualitätsentwicklung der Lehre in der Studieneingangsphase an der Fakultät für Sozialwissenschaften und ist Lehrbeauftragte am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien. 2006 hat sie ways of wondering (www.waysofwondering.com), ein ExpertInnennetzwerk für innovative Vermittlungskonzepte, mitbegründet und interessiert sich u.a. für die Wissensvermittlung mit Neuen Medien und intrinsische Lernmotivation.

11:15 - 12:30
Postersession, Mittagsbreak
12:30 - 13:30
(mit Diskussion)

Prof. Mag. Dr. Ronald Maier, Universität Innsbruck, Institut für Wirtschaftsinformatik, Produktionswirtschaft und Logistik

Professor 2.0 oder: Wie lassen sich Großlehrveranstaltungen mit IT sinnvoll unterstützen

Abstract:

In diesem Vortrag wird ein Erfahrungsbericht aus der IT-gestützten Lehre in Großlehrveranstaltungen gegeben. Neben der Standardunterstützung durch Laptop und Beamer werden insbesondere die Vorzüge, aber auch die Herausforderungen der Übertragung von Lehrveranstaltungen in andere Hörsäle aus Sicht der Lehrenden reflektiert.

Zur Person:

maierRonald Maier studierte Wirtschaftsinformatik an der Johannes-Kepler-Universität Linz, Schwerpunkte Betriebsinformatik, Organisation, Marketing und Operations Research. Während seines Studiums war er 3 Jahre freiberuflich bei einem Linzer Softwarehaus mit der Erstellung von Anwendungssoftware sowie der Betreuung von Projekten zur Planung und Realisierung betrieblicher Informationssysteme beschäftigt. Nach dem Studium war Ronald Maier zunächst Universitätsassistent am Institut für Wirtschaftsinformatik der Johannes-Kepler-Universität Linz und von 1993 bis 1995 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik an der Wissenschaftlichen Hochschule für Unternehmensführung (WHU) in Koblenz. Er promovierte dort 1996 zum Thema "Qualität von Datenmodellen". Von 1995 bis 2002 war er als wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik III der Universität Regensburg beschäftigt. Von 1998 bis 1999 lehrte er als Visiting Assistant Professor am Terry College of Business an der University of Georgia in Athens, GA (USA). Er habilitierte sich 2001 an der Universität Regensburg mit dem Thema „Knowledge Management Systems. Information and Communication Technologies for Knowledge Management“. Von 2002 bis 2007 leitete er den Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, Betriebliches Informationsmanagement, an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Seit Februar 2007 leitet er als Universitätsprofessor den Bereich Wirtschaftsinformatik an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. Ronald Maier ist als Gutachter und Herausgeber wissenschaftlicher Fachzeitschriften, regelmäßig stattfindender internationaler Fachkonferenzen sowie als Experte für die Europäische Union tätig. Er ist Autor mehrerer Bücher und zahlreicher Artikel in Fachzeitschriften sowie von Beiträgen in Büchern und Konferenz-Proceedings. Seine Forschungsinteressen können mit dem Generalthema Information Systems Leadership umschrieben werden und konzentrieren sich auf Datenmanagement und Business Intelligence, flexible und adaptive Informationssysteme, Geschäftsprozessmanagement, Wissensmanagement und Wissensmanagementsysteme.

 

13:30 - 14:15
(mit Diskussion)

lic. phil. Tobias Zimmermann, Universität Zürich, Institut für Gymnasial- und Berufspädagogik

Lernen durch Online-Diskussionen

(LIVE! aus Zürich - der Vortrag findet via Videokonferenz statt)

Abstract:

Der Besuch klassischer Vorlesungen führt gewöhnlich zu geringen Lernerfolgen. Mangels Alternativen kommt bei schlechten Betreuungsverhältnissen der Massenfrontalunterricht im heutigen Hochschulalltag dennoch sehr häufig zur Anwendung.
Unser didaktischer Ansatz geht davon aus, dass der geringe Lernerfolg von klassischen Vorlesungen nicht primär durch den Frontalunterricht verschuldet ist – die Wirksamkeit von gutem Frontalunterricht ist empirisch belegt. Vielmehr regen die meisten Vorlesungen die Studierenden nicht genügend zur Eigentätigkeit an. Zumal es erwiesen ist, dass neues Wissen desto besser ins Vorwissen integriert wird, je intensiver man sich damit beschäftigt, setzt unser Szenario an diesem Punkt an: Wir versuchen die „time on task“ der Studierenden dadurch zu erhöhen, dass sie kurze Papers zu Themen der Vorlesung schreiben und diese online miteinander diskutieren. Im Dialog mit den Kommilitonen eröffnet sich für die Studierenden ein sozialer Raum, in dem die Lerngegenstände aus verschiedenen Perspektiven und in verschiedenen Kontexten betrachtet und unterschiedliche Problemlösungen erprobt werden können. Im Austausch mit Mitstudierenden, Tutoren und Dozierenden kann auch die lebensweltliche und gesellschaftliche Bedeutung der Vorlesungsthemen ausgelotet werden: Die Einbettung der Themen in solche Sinnzusammenhänge ist entscheidend für die Lernmotivation, und diese wiederum für den Lernerfolg.

Zur Person:

zimmermann

seit 01.03.2007 wissenschaftlicher Assistent und Doktorand von Prof. Dr. Urs Ruf am Institut für Gymnasial- und Berufspädagogik der Universität Zürich (Teilzeitanstellung)
seit 2005 Lehrbeauftragter der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich
seit 01.01.2005 E-Learning-Koordinator der Philosophischen Fakultät (Teilzeitanstellung)
2003-2007 wissenschaftlicher Assistent von Prof. Paul Michel am Deutschen Seminar der Universität Zürich (Teilzeitanstellung)
seit 2003 Tätigkeit als selbständiger Kursleiter in der Erwachsenenbildung, als Projektberater und als Buchautor in den Bereichen E-Learning und Computer im Unterricht
2001-2003 wissenschaftlicher Assistent im ICT-Projekt der Proff. Urs Ruf & Franz Eberle am Höheren Lehramt Mittelschulen der Universität Zürich (Teilzeitanstellung)
2000-2001 wissenschaftlicher Assistent von Prof. Urs Ruf am Höheren Lehramt Mittelschulen der Universität Zürich (Teilzeitanstellung)


Forschung

  • Hochschuldidaktische Dissertation zum Einsatz der Dialogischen Didaktik in der universitären Lehre
  • Forschung in den Bereichen Mediendidaktik und didaktisches Design elektronischer Lernumgebungen
  • Entwicklung von Blended-Learning-Szenarien für Veranstaltungen mit hohen Teilnehmerzahlen
  • Evaluation von Blended-Learning-Szenarien
  • Qualitative Analyse von asynchronen Online-Diskussionen
  • Enzyklopädien und Lexikographie
  • Umgang mit Informationen aus dem Internet - siehe Projekt "Schulen am Netz - und jetzt?" (zus. mit Prof. Paul Michel)

14:15 - 15:00

(Podiumsdiskussion)

Moderation: Dr. Dirk Draheim, Leiter des Zentralen Informationdienstes

ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Margret Friedrich, Vizerektorin für Lehre und Studierende, Universität Innsbruck

friedrich

 


Mag. Klaus Reich
, Büro d. Vizerektorats für Lehre und Studierende, Universität Innsbruck

Klaus Reich


Mag. Dr. Christoph Hauser
, Institut für Wirtschaftstheorie, -politik und -geschichte

hauser

 


Ao.Univ.-Prof. Dr. Erich Pummerer
, Institut für Rechnungswesen, Steuerlehre und Wirtschaftsprüfung

erichpummerer  

 


Dipl.-Ing. Werner Gächter
, Büro d. Vizerektors für Infrastruktur

gaechter 

 


DI (FH) Ortrun Gröblinger
, Leiterin Neue Medien und Lerntechnologien

groeblinger 

 


Dr. Dirk Draheim
, Leiter des Zentralen Informatikdienstes

draheim 

Inhalte:

  • Kurzvorstellung der AG Großgruppen-LV
  • ToDos: Vorstellung der ToDos aus den Treffen mit den einzelnen Fakultäten
  • Servicesleistungen, die wir bezüglich Großgruppen-LVs anbieten können
  • Podiumsdiskussion