Arbeitsgruppe Geobotanik
Die Arbeitsgruppe Geobotanik beschäftigt sich unter anderem mit den Auswirkungen der landwirtschaftlichen Nutzung auf Pflanzengesellschaften der montanen und subalpinen Stufe. Untersucht werden auch die Veränderungen der Vegetation infolge von Nutzungsauflassungen. Zahlreiche Diplomarbeiten wurden zu diesen Themen betreut.
Ziel des derzeit laufenden Projektes „Beweidungsausschluss in der subalpinen und alpinen Stufe im hinteren Ötztal (Obergurgl, Tirol)“ ist es, den Einfluss der Beweidung auf die Artenvielfalt zu untersuchen. Im Jahr 2000 wurden in Obergurgl und Hochgurgl entlang eines Höhengradienten von 1950 bis 2650 m Meereshöhe Versuchsflächen eingezäunt. In insgesamt 54 Dauerflächen (à 1 m²) innerhalb und außerhalb der Ausschlussflächen wurden jährlich Frequenzanalysen durchgeführt. 2005 wurde das Projekt ausgedehnt auf einen weiteren Standort in einem Niedermoor auf 2300 m Meereshöhe (ÖAW-Projekt). Betramplungseffekte durch Pferde und die Keimlingsdynamik stehen im Mittelpunkt eines Experimentes, das im Niedermoor und in einer Rasengesellschaft auf gleicher Meereshöhe durchgeführt wird.
Ein längerfristiges Ziel der Arbeitsgruppe Geobotanik ist der Aufbau einer Vegetationsdatenbank für Tirol und Südtirol, in der Vegetationsaufnahmen zu allen im Gebiet vorkommenden Vegetationstypen gesammelt werden. Darauf aufbauend sollen fundierte Analysen und Beschreibungen der Pflanzengesellschaften durchgeführt werden, welche eine wichtige Grundlage für verschiedene Forschungsdisziplinen sind.
Projekte
Beweidungsausschluss in der subalpinen und alpinen Stufe im hinteren Ötztal (Obergurgl, Tirol)
Etablierung von Keimlingen in beweideten Flächen des Biosphärenreservates Gurgler Kamm
Arbeitsgruppenleitung
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Brigitta Erschbamer
Institut für Botanik |
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Ao. Univ.-Prof. Rüdiger KaufmannInstitut für Botanik
Tel. +43 (0) 512 507 5953 |
Mitarbeiter
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Roland Mayer
Institut für Botanik |


