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Buchpräsentation "Gefährtinnen. Vom Umgang mit Prostitution in der griechischen Antike und heute" (29.3.2012)
Einladung
zur Präsentation des ersten Bandes der neuen Schrifteinreihe
Sehr
herzlich laden wir dann zu einem Umtrunk.
Verehrt und verachtet begegnet sie uns in der antiken Literatur. Die gegenwärtige Forschung sieht die Hetäre und mit ihr das Thema Prostitution in der griechischen Antike immer noch äußerst kontrovers. Waren Hetären die einzigen wahrhaft freien Frauen der griechischen Antike oder standen sie im realen Leben doch auf derselben Ebene wie die gemeine Dirne – am unteren Ende der sozialen Ordnung? Der erste Band der neuen Schriftenreihe SPECTANDA – Schriften das Archäologischen Museums Innsbruck präsentiert eine Reihe von Beiträgen, welche begleitend zur Sonderausstellung „Hetären.Blicke – Klischees und Widersprüche“ verfasst wurden. In diesen wird gezeigt, wodurch sich das Leben einer Prostituierten von dem einer ehrbaren Frau unterschied und mit welchen Problemen man konfrontiert ist, wenn man die Lebensumstände einer einfachen oder aber auch erfolgreichen Prostituierten verstehen möchte. Dass Prostitution früher wie heute ein geschlechterübergreifendes Thema ist, das keineswegs „nur“ Frauen betrifft kann ebenfalls vor Augen geführt werden. Auch den Kunden und ihren Stimmen wird Raum gegeben. Wahre Liebe, gehobene Unterhaltung, Gefälligkeiten, Sexualität, Spiel – wie darf man sich die Beziehungen dieser oft prominenten Männer zu Hetären vorstellen? Eine Besonderheit stellt die Hetäre Phryne dar, die Muse des Malers Apelles und des Bildhauers Praxiteles war und uns antiken Anekdoten zur Folge in zumindest einem Kunstwerk erhalten geblieben ist. Durch die Unterstützung der Organisation LEFÖ gelingt es abschließend, auch einen Blick in die Gegenwart zu werfen und die momentane Situation von Sexarbeiterinnen zu beleuchten.
Tiroler Nacht der Forschung, Bildung und Innvation (28.4.2012)
Das Angebot ist
für die ganze Familie geeignet und reicht dabei von der Grundlagenforschung über
die konkrete Anwendung von wissenschaftlichen Erkenntnissen, bis hin zur die
Besichtigung von spannenden Forschungsstätten und Museen, welche Einblicke in
Ihre Kompetenzen und Tätigkeitsfelder geben.
Auch das Archäologische Museum Innsbruck - Sammlung von Abgüssen und Originalen der Universität beteiligt sich an seine beiden Standorten im ATRIUM – Zentrum für Alte Kulturen sowie der Hauptuniversität mit einem umfangreichen Programm von Führungen, Vorträgen, Workshops usw. an der Langen Nacht der Forschung:
PROGRAMM (als pdf) oder Homepage (Online)
Der Eintritt
ist auch 2012 wieder frei.
In Innsbruck bringen Shuttlebusse der IVB die BesucherInnen kostenlos an die
verschiedenen Standorte.
Gastvortrag:
Lehmann: Über Authentizität und Fälschung antiker Bronzebildnisse (10.5.)
Im Rahmenprogramm der Sonderausstellung "Hetären.Blicke - Klischees und Widersprüche" – Prostitution vom Altertum bis in die Gegenwart kamen, am Donnerstag den 5. Mai 2001 25 Interessierte zum Gastvortrag ins Archäologische Museum:
Prof. Dr. Stefan Lehmann (Kustos des Archäologischen Museums der Universität Halle-Wittenberg)
Über Authentizität und Fälschung antiker Bronzebildnisse
Als archäologische Weltsensation wurde im Sommer des Jahres 2000 in der deutschen Kleinstadt Stendal unweit von Berlin das Oberteil einer angeblich antiken Bronzestatue Alexanders des Großen gezeigt. Diese Sensation wurde von der Forschung allerdings kaum zur Kenntnis genommen. Erst im Jahr 2008 kam ans Licht, dass der Alexander dem berüchtigten englischen Antikenhändler Robin Symes gehörte. Dass es sich hierbei um eine moderne Fälschung handelt, zu der sich vier weitere Bronzeköpfe aus Symes’ Besitz gesellen, wurde im Jahr 2009 erstmals dargelegt. Die fünf unbekannten Bronzeporträts sind alle ohne Provenienz und gehörten der Firma des Kunsthändlers. Im Laufe der Jahre gesellten sich eine Reihe weiterer Bronzeköpfe hinzu, die derart große stilistische und handwerkliche Verbindungen zu den Symes-Köpfe aufweisen, dass sie einer Fälscherwerkstatt zugeordnet werden können, die bereits unter dem Notnamen „Fälscherwerkstatt des Spanischen Meisters“ Wissenschaft und Kunsthandel verunsichert.
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